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Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)

Periodical

Persistent identifier:
024430455
Title:
Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2104958-0
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024430455_0021
Title:
Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914
Shelfmark:
02 A 1756 ; RF 530 - 535
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1914
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 5
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die neufriesische Schule
Subtitle:
(Fortsetzung)
Author:
Klempt, ...
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0519478
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik
  • Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Die neufriesische Schule
  • Bodenreform und Schulwesen
  • Eine Theorie des realen Naturraumes
  • Wie man eine Philosophie einfängt
  • German Influence on Danish Education
  • Der handschriftliche Nachlaß von Gustav Glogau
  • Die italienische Übersetzung von Herbarts "Allgem. Pädagogik"
  • Dr. Felsch
  • Besprechungen
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

194 Aufsätze 
 
keit entspricht und gehorcht: für den Religiögen aber ist das nicht 
einerlei. Vielmehr hängt ihm an der Gültigkeit der religiögen Ideen 
abgegehen von Seinem Vorstellen Schlechterdings alles«. 
Nun will Otto natürlich den Inhalt der Religion nicht auf ein 
paar magere trockene Ideen festnageln, wohl aber den Grundgedanken 
der Ideenlehre festhalten und stark unterstreichen: »Religion ist nichts 
von außen an den MensSchen Herangetragenes, Sondern etwas dem 
menschlichen Wegen Ureigenes, aus der Notwendigkeit geiner Ver- 
nunitanlage zu Begreifendes.« Sie hat ihre eigenen Quellen und 
ein Eigenleben, und ihre Wahrheiten Sind für Jeden verständlich. 
So steht Otto auf dem Boden der Friesschen Ideenlehre und be- 
kennt Sich damit natürlich auch zu der gesamten erkenntnistheoreti- 
Schen Grundlage dieger Lehre. 
Mit begonderer Wärme spricht Otto von der FriesSchen Ahndungs- 
oder Gefühlslehre. Er eignet sich vollständig an die Erkenntnis des 
negativen Charakters der religiögen Ideen, d. h. daß diese nur not- 
wendige und ewige Geheimnisse andeuten, Sodann die Lehre von 
dem Auffassgen dieger Geheimnisse im Gefühl, der Ahndung des Ewigen 
im Endlichen. Mit hohen Worten preist er die Betonung der Un- 
mittelbarkeit des religiögen Erlebens gegenüber aller Reflexion: »Hs 
iSt platoniSche Anamnegis der Idee im wahrsten Sinne, und nur durch 
SIe iSt die ungagbare Tiefe, das große Entzücken und der Zauber des 
Geheimnisses begreiflich, der dieses Erleben umwittert. Hier Spielt 
das Geheimnis in der Religion. Religion ist Seiber Erleben des Ge- 
heimnisses Schlechthin. Hier ist die Wahrheit, die allem mystischen 
Überschwang und Phantasiespiel zugrunde liegt, und der Sitz des 
Mystischen gelber in aller Religion.« Hiernach ist es zu verstehen, 
daß Otto gerade diese Lehre vom notwendigen Geheimnisse der Religion 
»das Feinste und Zarteste in PFries' gesamter Philogophie« nennt. 
Jede Reflexion in diesgen Dingen weist Otto ab. »Alle Dogmatik«, 
Sagt er, »die verguücht, diese Geheimnisse begrifflich aufzulögen, 1st 
nicht nur vergeblich, Sondern auch roh«. 
Auch die in der Gefühlslehre gegebene enge Verbindung von 
Religion und Ägthetik behält Otto bei. Nur macht er hierbei Fries 
den Vorwurf, daß er die Äsgthetik religionieiere, während er denen 
nicht zustimmt, die behaupten, Fries habe die Religion ästhetisiert. 
In dem Friesschen Gedanken, daß jedes tiefere ästhetische Gefühl 
religiös gefärbt gei oder umgekehrt, daß jedes religiöge Gefühl Sich 
auf ein Gefühl des Schönen und Erhabenen zurückführen lasse, er- 
blickt er eine tiefe Erkenntnis. Ebenso übernimmt Otto die Friessche 
Linteilung der religiögen Gefühlsstimmungen in Begeisterung, Er-
	        

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