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Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)

Periodical

Persistent identifier:
024430455
Title:
Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2104958-0
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024430455_0021
Title:
Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914
Shelfmark:
02 A 1756 ; RF 530 - 535
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1914
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Besprechungen
Subtitle:
Philosophisches und Pädagogisches
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0519736
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik
  • Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 21.1914 (21)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Die geistigen Grundlagen der religionslosen Sittlichkeit
  • Aus der pädagogischen Fachpresse
  • Neumann, Die Kunst der Rede
  • Herbart in Spanien
  • Ein nordischer Volkserzieher
  • Heimstätten für die Deutsche Jugend
  • Oberkonsistorial-Präsid. von Bezzel
  • Kerschensteiner - Polz
  • Besprechungen
  • Verein für wissenschaftliche Pädagogik

Full text

542 Besprechungen 
 
zukehren: die küngstlerische Idee ist eben in diese Form, die wir vor uns 
haben, hineingeflosgen, und es erscheint mir als eine Vergewaltigung des 
Künstlers, wenn wir angegichts Seines Werkes nach dem »Knunsterlebnis« 
guchen, denn das lebendig gewordene Erlebuis Steht Ja vor uns. -- Der 
Verfasger meint, um das »Bedeutnungserlebnigs« zu erfasgen, müsse der 
Kunsthistoriker »die Erfahrungslage des Küngtlers feststellen«, und um 
dies zu ermöglichen, »braucht der Kungthistoriker eine Kenntnis von der 
Interesgenrichtung, dem Geschmack und Ideal des Küngtlers, worüber ihm 
desgen Leben in allen geinen Äußerungen Anunfschluß geben muß«. -- Wir 
wisgen, daß Michelangelo, als er Sich mit dem Plan des Juliusgrabmals 
trug, von der Idee berauscht war, das ganze Marmorgebirge von Carrara 
in ein einziges plastisgches Kunstwerk umzuwandeln. Aber wer denkt 
wohl daran, vor dem gewaltigen Moses darüber zu trauern, daß dieses 
»Kunsterlebnis« ein Traum blieb, und »nur« der Moges Zeugnis für den 
Künstler ablegte? --- Das, was große Küngtler uns an brieflichen Äuße- 
rungen, an Tagebüchern, Gedichten und Gesprächen hinterlasgen haben, 
gibt Sicherlich höchst wertvolle Aufschlüsse über ihre Weltansgchauung, 
und diese Weltangehauung ist notwendigerweise irgendwie mit ihrem 
küngstleriSchen Schaffen verknüpft. Aber die gichtbar gewordene Kküngt- 
lerische Schöpfung ist doch immer das letzte Wort, die Quintessenz 
künstleriSchen Fühlens, und darum haben wir uns immer an das Werk 
in geiner Krschemung zu halten. Das Werk erklärt den Küngtler, nicht 
der Künstler das Werk. | 
Upd darum gehören Namen, Daten, Peststellung von Schulen, chrono- 
logigche Ordnungen, biographische Notizen u. dergl. in das Gebiet der 
Kulturgeschichte und der Psychologie. Sie erweitern das Bild der 
Zeit, Sie Schaffen den Hintergrund, von dem das Werk Sich 
abhebt. Und es scheint mir zum Verständnis des Kunstwerkes nicht 
notwendig, daß wir »alle diese Kenntnigsse« begitzen, daß »nur die philo- 
logische Erforschung der Inhalte der profanen und religiösen Historien, 
der Genrebilder, der Allegorien und Symbolischen Darstellungen es er- 
möglichen « die Bedeutung, Zz. B. von Raffaels »Messge von Bolgena« und 
Rembrandts »Tobias« zu erschließen. Wenn erst »die Erforschung des 
Jeguitigmus Jener Tage nötig wäre, »um die HExtage und geelische Ver- 
zückung der heiligen Theresa Berninis zu verstehen«, dann wäre meines 
Krachtens das ganze Werk kein Kunstwerk, Sondern eine Anekdote. Aber 
es ist ein Kunstwerk und wirkt ungeheuer stark auf den Begchauer und 
teilt ihm die Wucht und Glut dieses Entrücktgeims mit. Wenn er näm- 
lich zu gehen und zu fühlen versteht. Und BRaffaels »Disputa« und 
»Messe von Bolsena« werden ewig wirken, in der wunderbaren Ge- 
SchlosSenheit ihrer Komposgition und im begeelten Anusdruck der Gebärde, 
und das Wunder des Abendmahls wird in beiden, allerdings in ganz 
verschiedener Weise, immer in uns lebendig werden, auch wenn wir den 
historiSchen Vorgang der »Messe von Bolsena« nicht kennen. -- Wir 
können vom Kungthistoriker wichtige Aufschlüsse erhalten über den Aufbau 
eines Bildes, Seine Linienführung, Licht- nnd Schattenverteilung, Flächen- 
verteilung, Perspektive usw. Der Kunsthistoriker leistet uns Wertvolles
	        

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