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Ethische Kultur - 44.1936 (44)

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Bibliographic data

fullscreen: Ethische Kultur - 44.1936 (44)

Periodical

Persistent identifier:
024430897
Title:
Ethische Kultur
Subtitle:
Monatsblatt für ethisch-soziale Neugestaltung
Document type:
Periodical
Publisher:
Bieber
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2104968-3
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024430897_0044
Title:
Ethische Kultur - 44.1936
Shelfmark:
02 A 0760 ; RF 620 - 631
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1936
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3/4
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Briefwechsel mit einer Studentin
Author:
Messer, August
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0542382
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Ethische Kultur
  • Ethische Kultur - 44.1936 (44)
  • Heft 1/2 (1/2)
  • Heft 3/4 (3/4)
  • Amerikanische Kulturarbeit
  • Russische Forstwirtschaft
  • Briefwechsel mit einer Studentin
  • Kultur der Zeit
  • Heft 5/6 (5/6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9/10 (9/10)
  • Heft 11/12 (11/12)

Full text

terminist“, d. bh. Leugner einer wirklichen Freiheit. Erblickt man im Wol- 
len eine urSprüngliche „Funktion des Geistes“ (was ich für richtig halte), 
SO muß man deShalb noch nicht Indeterminist Sein; denn diese „Funktion“ 
könnte ja mit Notwendigkeit aus dem Menschen hervorgehen! -- 
Theoretisch ist m. E. der Streit zwiSchen DeterminisSmus und Indetermi- 
niSmus nicht zu entscheiden. Aber auch der Determinist wird zugeben,“ 
daß jegliches kräitige Wollen den Glauben an das Können in Sich 
Schließt. Also enthält auch ernstliches, Sittliches Wollen die Ueberzeugung, 
der Erkenntnis und Verwirklichung des Sittlich Wertvollen fähig zu Sein. 
Das aber ist der ethiSsSch bedeutsame Sinn der Freiheit, Bei aller Ver- 
Schiedenneit in der Theorie können Sich demnach Deterministen und In- 
deterministen zusammentinden in dem praktischenGlaubenandie 
Freiheit?) 
Mit freundlichem Gruß August MesSsSer. 
1) Näheres über die ethisSchen Grundfragen finden Sie in meiner 
„Ethik“, Leipzig, Verlag Quelle u, Meyer, 2. Aufl. 1935. 
 
Kultur der Zeit. 
Werk-Kultur. 
Man zieht heute gern einen dicken Trennungsstrich zwiSchen AeSthe- 
ientum und Leben. Und doch ist in unserer Gegenwart der Wille zum 
Schönen -- nichts anderes ist geSundes äsSthetiSches Empfinden -- leben- 
diger als früher. Freilich ist diaser Wille realistiScher, nicht nur auf das 
im engeren Sinne „Künstlerische“ gerichtet. Das Schlagwort hieriür 
heißt „Schönheit der Arbeit, und ihr Träger ist vorwiegend die 
NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“. Man will nicht nur Einheit 
von Kunst und Leben, will nicht nur -- wie etwa vor dem Krieg der 
„Werkbund“ -- gute Form und echtes Material pflegen, man will „das 
Milieu“ der Arbeit Schön, und das heißt auch: geSund erhalten und . ge- 
Stalten. DieSer Wille zur Sachlichen, formSchönen, materialechten Be- 
lebung der täglichen Umgebung Spricht aus den kunsthandwerklichen Ar- 
beiten, die der „Arbeitsdienst“ jür Sich, Seine Heime und Räume in irei- 
williger Feierabendarbeit herstellt: er Spricht nicht minder aus der man- 
nigjlachen Werkkultur der Spielgruppen und den musSikaliSchen und chori- 
Schen Veranstaltungen einzelner Betriebe. Dies alles. iSt zugleich die besSie 
Bekämpfung von Schund, Schmutz und Kitsch, Hinter jenen Irrungen 
naiver Phantasie Steckt ja im Grunde immer der WunsSchtraum, das Leben 
Schüner zu machen, als es ist. Nun, dies ist auch das Ziel aller Werk- 
kultur, alter „Schönheit der Arbeit“ -- as tatSächliche Leben im Aus- 
äruck Seiner Umgebung S0 Schön, So Sauber, So hell wie möglich zu Zge- 
Stalten, daß der Mensch der Arbeit Seine Pflicht auch in einem Kahmen 
vollbringe, der nicht Schon rein äußerlich eine Hemmung froher Arbeit 
19
	        

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Ethische Kultur - 44.1936. 1936.
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