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Die Mittelschule - 38.1924 (38)

Zugriffsbeschränkung

Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: Die Mittelschule - 38.1924 (38)

Zeitschrift

OPAC:
982364040
Titel:
Die Mittelschule
Titelzusatz:
Zeitschrift der Reichsfachschaft Mittelschule im Nationalsozialistischen Lehrerbund
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Halle, S.
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2263133-1
Zugänglichkeit:
Siehe Bände

Zeitschriftenband

OPAC:
982364040_0038
Titel:
Die Mittelschule - 38.1924
Signatur der Quelle:
02 A 0948 ; RF 859 - 881
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsjahr:
1924
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Zugänglichkeit:
Open Access

Zeitschriftenheft

Titel:
Heft 10
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Zugänglichkeit:
Open Access

Artikel

Titel:
Ein Gedenkblatt
Autor:
Achinger, ...
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0745930
Zugänglichkeit:
Open Access

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Mittelschule
  • Die Mittelschule - 38.1924 (38)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Aphorismen zur Kulturarbeit
  • Anmerkungen zum Kampf um die Mittelschule
  • Erziehung im deutschen Geiste
  • Vereinsangelegenheiten
  • Rundschau
  • Bücherschau
  • Anzeigen
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)
  • Heft 49 (49)
  • Heft 50 (50)

Volltext

 
Zeitſchrift für das geſamte mittlere Schulweſ en 
Herausgegeben vom Preußiſchen Verein für das mittlere Schulweſen. E.V. 
 
 
Poſtichek-Konto Erfurt Nr. 11672. 
Erſcheint am Mittwoch. === 
Schriftleitung : Friedrich Kirchert in Halle (Saale), Wielandſtraße 20. Fernruf 6568. Berlag: Hermann Schroedel in Halle (Saale), Reichardtſtraße 21. 
 
Fernruf 8757. 
Poſtſc<heck-Konto Erfurt Nr. 5564. 
Die Zeitſchrift kann durch den Buchhandel und die Poſt bezogen werden. Bezugspreis: 1 Goldmark. Mitglieder des „Preußiſchen 
Vereins für das mittlere Schulweſen“ erhalten die Mittelſchule ausſch!l. dur<ß Poſtüberweiſung. Einzelne Nummern durch den Berlag. 
Anzeigenpreis: Die einſpaltige Zeile 40 Pfg. Bei Wiederholungen Nachlaß. 
 
 
= Nr. 41 
 
 
Halle (Saale), den 22. Oktober 1924 
 
 
38. Jahrgang 
 
 
IJ . Aphorismen zur Kulturarbeit. -- Anmerkungen zum Kampf um die Mittelſchule. -- Erziehung im deutſchen Geiſte. -- 
Znhalt: Vereinsangelegenheiten. -- Rundſchau. -- Bücherſchau. -- Anzeigen. 
Aphorismen zur Kulturarbeit. 
1. 
Als Descartes mit ſeinen Meditationen über die Grund- 
lagen der Philoſophie eine neue Ära in dieſer Wiſſenſchaft ein- 
leitete, ſtellte er an die Spiße ſeiner Gedankengänge das Prinzip 
des methodiſ<hen Zweifels. In ſeiner zweiten Betrachtung jagt 
er: „Ih will alles aus dem Wege räumen, was auc< nur den 
Schein eines Zweifels zuläßt, genau ſo, als hätte ic< es für 
gänzlich falſc< erkannt; ich will vorwärts dringen, bis ich etwas 
Gewiſſes erkenne, ſollte es au< nur die Gewißheit ſein, daß es 
nichts. Gewiſſes gibt.“ Nun iſt ſchon oft genug darauf hin- 
gewieſen worden, daß dieſem Descartesſchen Zweifel etwas ſehr 
Fiktives anhaftet, und daß es ein weiter Weg iſt von ſubjektiver 
Skepſis bis zu objektiver Kritik. Sicher gibt es einen blinden 
Swe ebenſo wie einen blinden Glauben, und es iſt ſicher 
unwiſſenſ<aftlich und untkritiſc<, altbewährte theoretiſ<e Zu=- 
ſjammenhänge endgültig auſzugeben, ohne daß ſich in der fort- 
ji<reitenden wiſſenſ|<haftlichen Erfahrung ſelbſt Motive zu einer 
jol<en Verneinung und einer dahinterſtehenden neuen Be- 
jahung aufzeigen laſſen. Jmmerhin wird, pſy<ologiſ<e betrach- 
iet, eine mehr oder weniger ſubjektive und aphoriſtiſche Skepſis 
der objektiven und ſyſtematiſ<en Kritik, die ihre volte Reife 
eigentlich erit mit der endgültigen Gewinnung eines „neuen 
Standpunktes erlangen kann, vorausgehen müſſen. Es ſoll im 
iolgenden verſucht werden, auch den augenbli>lich im Mittel- 
punkt des philoſophiſhen Intereſſes ſtehenden Kulturbegriff und 
das Kulturproblem vom Standpunkte einer ſolcgen vor- 
bereitenden, loſen Skepſis zu betrachten. Im Zuſammenhange 
damit ſei es geſtattet, auh der augenbliklichen Kulturlage von 
einem wohldjarakteriſierten, wenn auch -- vorläufig -- perſön- 
lſißen Standpunkte aus einige Bemerkungen zu widmen. . 
Kultur iſt der Inbegriff aller Lebenswerte; ſie iſt der 
Inbegriff des vergeiſtigten Lebens ſelber. Denn „Geiſtigkeit“ 
it no< immer der hHhöd<ſte erreichbare und erfaßbare Wirk- 
lichkeitszuſammenhang. Das philoſophiſ<e Denken dringt ſicher 
zu der transzendenten Jdee auch übergeiſtigen Wirklich- 
feits- und Werdezuſammenhanges vor, zu der Idee einer, wie 
ic es nennen mödte, intenſiven Unendlichkeit gegenüber der 
bloß extenſiv-mathematiſchen. Trotzdem aber bilden die Begriffe 
geiſtigen Seins und Werdens vorläufig noh in beſtimmtem 
Sinne Grenz- und Horizontbegriffe, innerhalb deren auch das 
Kulturproblem ſich vorläufig als im hö<ſten Sinne Geiſtiges 
orientieren muß. Freilich darf hier Geiſtigkeit nicht in in- 
tellektualiſtiſc<er Einſeitigkeit gefaßt werden, ſondern ſelbſt 
wieder als Inbegriff eines „übernatürlichen“ weſenhaften 
Innenlebens, als eigene und eigentümliche Welt konkreten aber 
noetiſc<hen Wirklichkeitszuſammenhanges, als höheres Wirklich- 
feitswerden ſelbſt, etwa im Eu>enſchen Sinne. | | 
Es iſt klar, daß dieſem GB konkreteſter Geiſtigkeit 
gegenüber das Anlegen einſeitig ethiſcher und vollends gar in- 
dividualiſtiſ<her Maßſtäbe verfehlt iſt. Kultur iſt zugleich mehr 
und weniger als wirkende und verwirklichte GE: Sie gehört 
einem viel umfaſſenderen und überlegenen Erſc<einungsgebiet 
an; die ethiſ<en Beziehungen ſind ledigli< Teilzuſammenhänge, 
die in den Kulturprozeß eingeflochten ſind, aber keineswegs 
ſeinen „lezten Sinn und Zwed“ darſtellen. Das Ethos iſt eine 
Schöpfung und ein Teilausdru> des Kulturlebens, nicht aber 
hat ji umgekehrt das Ganze dieſes Kulturlebens nach ihm zu 
1 
 
erientieren. Es bedeutet eine Frage für feh und iſt keineswegs 
als ſelbſtverſtändlich vorauszuſegen, ob Kulturentwi>lung mit 
zunehmender Verſittlihung zuſammenfällt; bei der verhältnis- 
mäßigen Kürze unſrer Teich <tlichen Erfahrung ſind hier be- 
ſriedigende Antworten nicht ſo leicht zu geben. 
Aus einer kritiſ<en Betrachtung des Kulturproblems müſſen 
aber in erſter Linie die zahlloſen naiven und anthropozentri- 
Ihen Zwebegriffe verbannt werden, mit denen wir, die 
mangelnde Menſ<heitserfahrung erſeßend, die reiche und große 
Wirklichkeit zu meiſtern ſuchten. Es iſt ja eine bekannte Exr- 
ſcheinung, daß ein großer Teil ſolcher unzulänglicher Anthr9- 
pomo1phismen in nur wenig vergeiſtigter FForm aus religiöſen 
Vorſtellungen, deren Unhaltbarkeit man erkannt zu haben 
glaubte, ganz unkritiſch in den modernen Kultus der Menſc<heit 
und der Kultur übernommen wurde, um dort in den Begriffen 
einer idealiſierten und vergotteten Menſ<Oheit mit unbegrenziem 
Vervollkommnungstriebe und unbegrenzter Vervollkommnungs- 
möglichkeit -- meiſt im eudämoniſtiſhen Sinne -- weiterzu- 
leben. Menſ<heit und Kultur wurden uns zum Jdol, und es 
hat der furchtbarſten geſchichtlichen Erfahrungen bedurft, um 
wenigſtens den immer kleinen Kreis der Denkenden zur bewuß- 
ten Kulturkritik aufzurufen. Und ſicher bereiten ſich in einer 
ſolhen Kulturkritik auch für Das religiöſe Bewußtſein Wendun- 
gen von großer Tragweite vox. 
Alle die Zwedhaftigkeitsvorſtellungen, die man durc<h eine 
Abſolutiſierung des naturwiſſenſc<aftlich-mehaniſhen Urſächlic- 
keitsbegriffes verflüchtigt zu haben glaubte, verdichteten ſich 
gleichſam wieder im Begriff der „Entwilung“ und der „Kultur“ 
und fanden ſich gar mit ziemlicher Vollzähligkeit wieder ein in 
dem bequemen Begriff der „Kulturentwiklung“. Eine wirkliche 
Kulturkritik wird darum um eine eingehende erkenntniskritiſche 
Erörterung des Entwidlungsbegriffes in ſeinen ſpezielleren umd 
exakteren wie in ſeinen verallgemeinerten philoſophiſchen Fox- 
men niht herumkommen. Wir brauchen einen Hume des 
Evolutionsprinzips, der uns deſſen Bedingtheit und Begrenztheit 
kritiſch nachweiſt. Mir perſönlich erſ<heint ver Gedanke eines 
geradlinigen ſtetigen Kulturfortſchritts als eine reichlich primi- 
tive Vorſtellung, und an die Möglichkeit einer allgemeinen ge- 
ſättigten Menſ<heitskultur glaube ich ebenſo wenig wie an den 
berühmten Weltenwärmetod gewiſſer Phyſiker. VWiellei<t wäre, 
wie ſpäter zu erörtern wäre, auch auf geiſtigem Gebiete eine 
Wellenform ſchon eine beſſere Annäherung an die unendlich kom- 
plizierte Wirklichkeit. Aber ſelbſt in dieſer Auffaſſung iſt die 
Stetigkeit des geiſtigen Lebens no< ſtark gefährdet. Bildet die 
Menſc<heit wirklich ſukzeſſiv und ſimultan ein „Ganzes?“ Er- 
ſHeint niht der Zuſammenhang in der Kulturgeſchichte der 
Menſc<heit, ſoweit wir ſie kennen, an manchen Stellen rettungs- 
los zerriſſen? Und daß nun vollends, wie unſre Jozialiſtiſchen 
Utopiſten träumen, Ziel und Ideal dieſes unbegrenzten ſtetigen 
Kulturfortſhrittes darin beſtehen müſſe, die größtmögliche Zahl 
in den Beſit größtmöglichen Kulturgutes und Kulturglüc>es zu 
ſegen, das erſcheint mir als ein naiver Anthropomorphismus 
ohnegleichen, zu dem ſelbſt der beſchränkteſte Ausſchnitt geſ<ihit- 
licher Erfahrung nicht berechtigt. Man wird die alten Voraus- 
- ſezungen in der Form-aufgeben müſſen, daß geiſtiges Leben an 
ſim die Tendenz - unendlichen ſtetigen Fortſchrittes und- einer 
felbſtverſtändlichen Höherentwiklung einſhließe. Man wird
	        

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