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Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Periodical

Persistent identifier:
024493198
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung
Subtitle:
Organ der Gesellschaft für Heilpädagogik und des Deutschen Vereins zur Fürsorge für Jugendliche Psychopathen
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2105911-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024493198_0057
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate)
Shelfmark:
02 A 1744 ; RF 496 - 511
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1936
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Pädagogisches Sammelreferat
Subtitle:
[Sammelreferate]
Author:
Hoffmann, Erika
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0495745
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Kinderforschung
  • Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Pädagogisches Sammelreferat
  • Aus der logopädisch-phoniatrischen Literatur (35. Bericht)
  • Asu der logopädisch-phoniatrischen Literatur (36. Bericht)
  • Normale und pathologische Anatomie und Physiologie
  • Biologie, Konstitution, Rasse, Vererbung
  • Psychologie
  • Psychopathologie und Psychiatrie
  • Krankheiten des Kindesalters
  • Heilpädagogik und Anomalen-Fürsorge
  • Jugendwohlfahrt, Verwahrlosung
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4/5 (4/5)

Full text

98 
verlangt, was oft wie bloße Reaktion erscheint und das oft auch ist, in Wahrheit aber 
das überlegene Ganze meint mit eimer objektiven Gewalt, das die individuellen Kräfte 
verpflichtet. Das Schlagwort dieger 3. Phase iSt nicht mehr Persönlichkeit und Gemein- 
Schaft, Sondern „Dienst“, d. h. die tätige Hingabe an ein ObjJektives“ (S8. 278). Hier 
Schließen Sich dann unmittelbar die wenigen Worte eimer Krgänzung an, die erkennen 
lasgen, wie Umbruch und Neuorientierung mit vollzogen werden als notwendiger Schritt, 
der in der Kntwicklung folgen mußte. Im Vorwort heißt es: „Was m dieszem Buch 
dargestellt wird, ist die leidenschaftliche Anstrengung ungerer Nation Seit dem Wisgen 
um die Kulturkrise, das Problem ihres neuen Volkwerdens aui dem pädagogischen 
Wege zu lögen. Diesger Verguch 1st micht geglückt -- Jeder Angatz endete mit dem 
Zerfall in die Parteien, der gerade überwunden werden Ssollte, und die Politik nahm 
Schließlich die Aufgabe in ihre Hände.“ Die Notwendigkeit eimer solchen Ablieferung 
der Aufgabe wird im Nachwort durch ein Gegetz verständlich gemacht, das nicht 
Jetzt neu gefunden ist, Sondern strukturierend die gesamte Dartstellung durchzieht: 
das der Polarität alles geistigen Lebens, welches in Form und Inhalt, in Geist und 
Haltung stets dualistisch das Leben enthält. Finden wir 8chon in dem früher geschrie- 
benen Teil die Formulierung, „daß eine golche Individualbildung nicht unabhängig 
zu haben ist von der Form des nationalen Dageims“ (5. 88), 80 wird das sSchärfer aus- 
gedrückt in der Deutung des Nachwortes, daß die pädagogische Bewegung habe schei- 
tern müggsen, weil keine pädagogische Verwirklichung gelingen könne ohne die feste 
Rahmengebung durch das Volk und geine staatliche Vorm; die Sokratische (vom In- 
dividuum ausgehende) Pädagogik 8ei umgeschlagen in die Pplatonische (vom Staat 
ausgehende). Aber die Pädagogik müssge, gleich von welchem Pol aus sie arbeite, 
den Gegenpol immer gehen: auch Plato habe die Sicherheit des Staatsgefüges verankert 
gegehen in der Ordnung der einzelnen Seelen. Der Umbruch ist vollzogen --- aber der 
nicht vollendete Weg der ehrlichen und leidenschaftlichen Bemühung dieger päd- 
agogischen Bewegung ist damit nicht Sinnlos und wertlos geworden, Sondern enthält 
die Bausteine für das Neue. 
Das Buch von Picht? stellt einen Teilstrom der pädagogischen Bewegung Deutsch- 
lands dar. Das bunte und vielgestaltete Kinzelgeschehen der Volksbildungsbewegung 
iSt hier vom gegenwärtigen Ende und Neuanfang zugleich zu einem dramatischen 
Schicksal deutschen Geisteslebens zusammengeschaut. An diegem Beispiel tritt uns 
ungere eigene Vergangenheit in ihrer Not und in ihrer bewunderungswürdigen Kingatz- 
fähigkeit gegen diese Not symbolhatft entgegen. Auch Bier wird ganz denutlich, daß 
die Bewegung Scheitern mußte am Mangel der Vorausgetzungen einer Nationalbildung, 
daß aber wiederum dieses Ringen nicht umsonst gewegen 18t, Sondern darin ein Teil 
der Überwindung des 19. Jahrhunderts geleistet worden ist, und daß darüber hinaus 
pädagogische Erkenntnisse gewonnen worden 8ind, die bei einer zukünftigen Volks- 
bildung wirksam werden müssgen. Das Buch zerfällt in 3 Teile. In der Kinleitung 
wird im großen knappen Zügen die geistige Lage des 19. Jahrhunderts gezeichnet, 
die Schickgalhaft in Deutschland zu einem besonders schwierigen Konflikt führt. Die 
Zwei-Nationen-Geiahr, die Spaltung des Volkes in Gebildete und Ungebildete, wird 
bei uns größer als in anderen europäischen Ländern, weil Schon vor der Entstehung 
des Industrieproletariats die Bildung nicht mehr nationverbunden 1st, die bürgerliche 
Schicht als Träger der Bildung pohitisch versagt. Der Hauptteil des Buches schildert 
uns das gewaltige Ringen der Gegenmaßnahmen von den ersten Bemühungen an, 
dem Wisgensstreben der selbstbewußt werdenden Arbeiterklasse Genüge zu tun, über 
die Entdeckung des tieferen Bildungsproblems bis zu der eigentlichen „Bewegung“ 
in der Nachkriegszeit mit ihren Formen der Volkshochschule, Volksbücherei und der 
Akademie der Arbeit, wobei erfahren wird, daß diese Volksbildung das ganze Volk 
angeht, daß Sie eine nationale Angelegenheit ist. „Die deutsche Erwachsenenbildung 
hat . . . eine echte Schicksalslinie aufzuweisen. wie hat ich bewußt dem BSchicksgal 
gegtellt und hat es an gich erfahren ... Bie hat es unternommen, die Bildung dar-
	        

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