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Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Periodical

Persistent identifier:
024493198
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung
Subtitle:
Organ der Gesellschaft für Heilpädagogik und des Deutschen Vereins zur Fürsorge für Jugendliche Psychopathen
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2105911-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024493198_0057
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate)
Shelfmark:
02 A 1744 ; RF 496 - 511
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1936
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Biologie, Konstitution, Rasse, Vererbung
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0495750
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Kinderforschung
  • Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Pädagogisches Sammelreferat
  • Aus der logopädisch-phoniatrischen Literatur (35. Bericht)
  • Asu der logopädisch-phoniatrischen Literatur (36. Bericht)
  • Normale und pathologische Anatomie und Physiologie
  • Biologie, Konstitution, Rasse, Vererbung
  • Psychologie
  • Psychopathologie und Psychiatrie
  • Krankheiten des Kindesalters
  • Heilpädagogik und Anomalen-Fürsorge
  • Jugendwohlfahrt, Verwahrlosung
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4/5 (4/5)

Full text

129 
3. die Unvollständigkeit in der Wahl der zu sterilisierenden Erbkrankhei- 
ten, denn es fehlen erbliche Blindheit und Taubheit („erheblichen körperlichen Mangel“ 
führt nur das norwegische Gegetz an); 4. das Vehlen einer Regelung bezüglich 
Alkoholismus; 5. „das Zugammenbringen der Entmannung von vittlichkeits- 
verbrechern und der Unfruchtbarmachung zum Zwecke der Fortpflanzungsverhütung“, 
also Straf- und gesundheitsrechtlicher Maßnahmen im Selben Gegetz (Däne- 
mark, Norwegen); 6. die Beschränkung der SteriliSierung nur auf „mündige“ 
Personen (Dänemark). Ref. möchte noch hinzufügen, daß chon nach der entscheiden- 
den Instanz (Justizminister für Dänemark, Medizialdirektor für Norwegen, Medizmal- 
verwaltung für Schweden, die Beschwerde geht hier gleich an den König) zu ergehen 1st, 
daß die Gegetze nicht für eine breite durchgreifende Anwendung, gsondern nur für 
ganz krasse Ausnahmefälle bestimmt gind. 4. Harrasser (München)., 
PSychologie : 
8 Dieter, Georg: Typiscehe Denkformen in ihrer Beziehung zur Grundstruktur der 
Persönlichkeit. (Experimentelle Beiträge zur Typenkunde, Hrsg. v. OSswald Kroh. 
Bd. 2.) (Z. PSyechol. Erg.-Bd. 24.) Leipzig: Johann Ambrogins Barth 1934. IX, 233 8. 
RN. 13.60. 
Die Arbeit von Dieter versucht eine Psychologie des Denkens unter neuen 
Gesichtspunkten zu geben. BisSher interesgierten am Denken die psychologischen 
Charakteristika des Denkaktes selbst, der aus dem Gefüge des veelenlebens abstra- 
hierend herausgehoben wurde, es interesSierten die Bedingungen Seines Auftretens, 
die in ihm liegenden Gegetzmäßigkeiten. D. giebt durch das Denken hindurch aller- 
erst einen Träger, d. h. den dahinterstehenden Menschen. Das Denkprodukt ist der 
Ausdruck der denkenden Pergönlichkeit, wie etwa für Klages die Handschrift ein 
Bild des Charakters gibt, wenigstens allen denen, die Sie zu deuten verstehen. Das 
Buch von D. stellt Sich also die Aufgabe, von einer Typologie des Gedachten, der Denk- 
formen, zu einer Typologie der dahinterstehenden Menschentypen zu gelangen. --- 
Wir haben nicht die Abgicht, die Methoden, mit denen D. Sein Ziel zu erreichen Sucht, 
kritisch zu beleuchten. Er glaubt, daß Sich Schon am ganz einfachen Masgsgelon-Test 
weitgehendste Ausgagen über die Pergönlichkeit machen hießen, offenbar geleitet von 
jenem -- durchaus unbewiegenen -- Axiom, daß die geringfügigste Äußerung des 
Menschen die Ganzheit Seines Wegens verrate. --- Hs Sind im wegentlichen zwei Denk- 
typen, zu denen D. kommt und die er klar einander gegenüberstellt. Er nennt den 
ersten den formalistischen Typus. Er Sei Sachlich zentriert, logisch urteilend, bewege 
Sich in abstrakten Begriffsanordnungen und vermöge 80, bar aller eigentlichen Ge- 
Staltungskraft, nur die Welt der toten Dinge erfassen. Die zweite Denkform Sei in Jeder 
Weige das Gegenteil der ersten: Hier herrsche das Brleben, die freie Gestaltung, die 
lebendige Anschauung, die Dynamik, die eigentliche Produktivität, in Lebensprozessen 
verankert Sei Sie gegenstandsgebunden, Goethe sei ihr Prototyp. --- Es 1st Selbstver- 
Ständlich, daß eime Solche Typologieierung zweier Sich ausschließender Denkarten 
eine offene oder versteckte (weltanschauliche) Wertung enthalten muß. I1st es doch 
mit dem Sinn allen Denkens, nämlich der Wahrheit --- ein Wort, das der Leger in der 
Arbeit von D. vergeblich Suchen wird --- unvereinbar, daß über den gleichen Gegen- 
Stand in verschledener Weise gleichrichtig gedacht werden kann. D.'s Sympathien 
liegen ganz und gar auf geiten des zweiten Denktypus, wie Schon Seine ausgiebige 
Berufung auf Klages deutlich macht. -- Hiermit ist die große Schwäche des Buches 
als wisgenschaftliche Untersuchung offenbar geworden. Auch an die Psychologie ist 
die Forderung zu richten, „voraussetzungslos“, d. h. wertfrei am Gegenstand und 
nicht an weltanschaulichen Prämisgen (wie etwa im vorliegenden Fall Solchen der 
»„Lebensphilosophie“) ausgerichtet, ihre Arbeit zu tun. Auf die Gefahr hin, zum 
„ormalistischen“ Denktypus gerechnet zu werden, ist Ref. darüber hinaus der Mei- 
nung, daß der Gegenstand die Denkart bestimmt und nicht die Persönlichkeit des 
Zeitgechrift für Kinderforschung. 45. Ref. 9
	        

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