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Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Periodical

Persistent identifier:
024493198
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung
Subtitle:
Organ der Gesellschaft für Heilpädagogik und des Deutschen Vereins zur Fürsorge für Jugendliche Psychopathen
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2105911-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024493198_0057
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate)
Shelfmark:
02 A 1744 ; RF 496 - 511
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1936
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 3
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Pädagogisches Sammelreferat
Subtitle:
[Sammelreferate]
Author:
Hoffmann, Erika
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0495766
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Kinderforschung
  • Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Pädagogisches Sammelreferat
  • Taubstummenwesen
  • Normale und pathologische Anatomie und Physiologie
  • Biologie, Konstitution, Rasse, Vererbung
  • Psychologie
  • Psychopathologie und Psychiatrie
  • Krankheiten des Kindesalters
  • Normale Pädagogik
  • Heilpädagogik und Anomalen-Fürsorge
  • Jugendwohlfahrt, Verwahrlosung
  • Gesetzgebung
  • Ärzte, Erzieher, Fürsorger, Ausbildungsfragen
  • Heft 4/5 (4/5)

Full text

Referatenteil der Zeitschrift für Kinderforschung. 
45, Band, Heft 3 S. 161-256 
 
Sammelreferate. 
 
Pädagogisches Sammelreferat*. 
Von Dr. Erika Hoffmann, Berlin. 
Probleme des kindlichen Zeichnens. Um die vorliegenden modernen 
Arbeiten über diesen Fragenkreis zu besprechen, müssen wir einen kurzen historischen 
Rückblick tun. Wir haben in Deutschland geit Jahrzehnten eine lebhafte Ausgein- 
andergetzung über die Probleme des Zeichenunterrichtes und der Kunstpflege im Volk, 
die pädagogisch 80 bedeutsam geworden 1st, daß gie eine allgemeine Reform der Schule 
hervorgerufen hat. Die deutsche Kunsterziehungsbewegung, die auf den 3 Kunst- 
erziehungstagungen. in Dresden (1901), Weimar (1903) und Hamburg (1905) zum ersten- 
mal Schulmänner und Küngstler, Volkgerzieher und Verleger zusammenführte, war 
letzter Anstoß zur Durchführung des Arbeitsschulprinzips in der deutschen Schule: 
Man machte Ernst mit der Entdeckung der sSchöpferischen FKigenkraft des Kindes 
und wollte ihr Raum schaffen. Am deutlichsten trat dieses Kigenschaffen des Kindes 
in den Kinderzeichnungen zutage, denen man erst geit dem Ausgang des 19, Jahr- 
hunderts überhaupt Beachtung Schenkte. Es folgte zunächst eine übersteigerte Zurück- 
haltung, die notwendig war, um das Neue in den beobachtenden Blick zu bekommen 
und um nach den bildenden Kräften und ihrem Zusammenbhang zu forschen. In der 
Theorie und in einigen sSchulischen Verguchen kam es zu dem Schlagwort „Pädagogik 
vom Kinde aus“ und zu der Meinung, man müsse alle Störenden EKinflüsse fernbalten, 
um die bildenden Kräfte des Kindes Sich frei entwickeln zu lassen. In den letzten 
20 Jahren Setzten Gegenströmungen ein. Man hat angefangen, die Kräfte, die zum 
allgemeinen Kunstschaffen führen, 80 zu verstehen, daß das kindliche Schaſfen im 
Seiner Higenart Platz darin hat und gesetzmäßig verstehbar 1ist. Damit finden 8ich 
dann Angätze zur Führung und bewußt pädagogischen Vörderung. Es ist vor allem die 
Theorie von Gustaft Britsch, um die g8ich die modernen deutschen Kungterzieher 
Sammelten. Es wird hier die 8chon oft beobachtete Tatsache, daß die Kinderzeichnungen 
und die Kunstäußerungen auf den Frühstufen der Kulturen eine gewisse Ähnlichkeit 
aufweisen, 80 verstanden, daß die Eigentümlichkeiten dieser Äußerungen nicht mangel- 
haft und feblerhaft Seien, Sondern notwendige Entwicklungsstufen der künstlerischen 
Bewältigung des Welteindruckes. -- Die Praxis des Zeichenunterrichtes in der Schule 
iSt während dieser ganzen Zeit Sehr uneinheitlich gewesen und ist es noch heute. Die 
Kämpfe der Theorien, die einzelnen Verguche, die fast Jeder in Seiner eigenen Art 
ergebnisreich waren, und ihre Nachahmungen haben eine große Unsicherheit hervor- 
gerufen. Im ganzen 1st der frühere Zeichenunterricht nie völlig überwunden worden, 
die „Richtlinien“ machten. immer noch Zugeständnisse an das Ziel, das Kind zum 8au- 
beren Abzeichnen der Erscheinungswelt zu führen. Gerade in den letzten Jahren 
war eine Hrstarkung dieser alten Richtungen spürbar. Der Aufsatz von Hans Herr- 
mannt „Vom. rechten Sinn der bildnerischen Erziehung“, ist eine Verteidigung der 
Theorie von Gustat Britsch. In klarer, knapper Form wird das Wegentliche dieser 
Theorie hervorgehoben. Das Zeichnen des Kindes 8el keine mechanische Wiedergabe 
des Gegehenen, Sondern zwisSchen den Akt des wahrnehmenden Sehens und den der 
bildhaften Gestaltung Schiebe Sich eine vorstellungsmäßige Verarbeitung. Die Zeichnung 
Sel dann die Wiedergabe des verarbeiteten Seh-Erlebnisses, gebunden an die Urteils- 
fähigkeit der geelischen Entwicklungsstufe. „„Die echte zeichnerische Form hat von 
ihren primitivsten frühkindlichen Anfängen an Jederzeit ein Solches Maß von Wirk- 
* Vgl. diese Z. 45, 97 ff. 
Zeitsechrift für Kinderforschung. 45, Ref. 11
	        

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