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Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Access restriction

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)

Periodical

Persistent identifier:
024493198
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung
Subtitle:
Organ der Gesellschaft für Heilpädagogik und des Deutschen Vereins zur Fürsorge für Jugendliche Psychopathen
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2105911-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
024493198_0057
Title:
Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate)
Shelfmark:
02 A 1744 ; RF 496 - 511
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1936
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Gesetzgebung
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0495742
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Kinderforschung
  • Zeitschrift für Kinderforschung - 45.1936 (Referate) (45)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zwillingsforschung
  • Aus der erbpathologischen Literatur
  • Taubstummenwesen
  • Aus der logopädisch-phoniatrischen Literatur (34. Bericht)
  • Normale und pathologische Anatomie und Physiologie
  • Biologie, Konstitution, Rasse, Vererbung
  • Psychologie
  • Psychopathologie und Psychiatrie
  • Krankheiten des Kindesalters
  • Normale Pädagogik
  • Heilpädagogik und Anomalen-Fürsorge
  • Jugendwohlfahrt, Verwahrlosung
  • Gesetzgebung
  • Ärzte, Erzieher, Fürsorger, Ausbildungsfragen
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4/5 (4/5)

Full text

95 
werden könnte. Ähnliche diagnostische Schwierigkeiten liegen bei der erblichen Epi- 
lepsie vor. Bezüglich des angeborenen Schwachsinns liegen gewisse Schwierigkeiten 
auf einem anderen Gebiete, hauptsächlich auf der noch immer mangelbaften Methode 
der Beurteilung von intellektuellen Fähigkeiten. Auch beim Schwachsinn muß eine 
gewisgenhafte Prüfung der Gesamtpersönlichkeit durchgeführt werden und für die 
endgültige Beurteilung die „Lebensprobe“ maßgebend Sein, d. h. die Prüfung, wie 
der zu Beurteilende Sich in Seinem Lebenskreise zurechtfindet und mit den Aufgaben, 
die ihm gein Leben stellt, fertig wird. K. Thums (München).. 
Mosse, Martha: Das italienisghe „„Gegetz über die Errichtung und das Verfahren 
des Jugendgerichts“ vom 20. Juli 1934. Mschr. Krimmalpsychol. 26, 359-367 (1935). 
Im italienischen Straf- und Straſvollzugsrecht ist der Verguch der Veremigung 
der 80g. positiven und der 80g. Juristisch-technischen Schule gemacht. Die Tatfolgen 
bestehen daher in eigentlichen Strafen und in Sicherungs- bzw. Regozialieierungs- 
maßnahmen nebeneinander. Im Jugendgerichtsgegetz von 1934 1st diese Teilung der 
Verbrechensfolgen zugunsten des reinen Krziehungsprinzips durchbrochen. (BErzie- 
hungsmaßnahmen können an Stelle von Strafe angeordnet werden, eime Straſver- 
büßung kann jederzeit durch Überweisung in eine gerichtliche Erziehungsanstalt 
beendet werden, die in einer Krziehungsanstalt zugebrachte Zeit wird auf die Strafdauer 
angerechnet.) Interessant ist die Errichtung eines „Erziehungszentrums“ am Sitze 
jeden Oberlandesgerichtes, das in einem Hause eine Zwangsgerziehungsanstalt, eine 
gerichtliche Erziehungsanstalt, em Jugendgefängnis und ein Beobachtungszentrum 
vereinigt. Letzteres dient der wisgenschaftlichen Untersuchung des MinderjJährigen, 
der Erforschung geiner Pergönlichkeit und der Angabe der für Seine Erziehung geeig- 
neten Mittel. Sowohl bei dieser Kinrichtung wie auch bei der Begetzung der Jugend- 
gerichte iSt dem psychiatrisch, biologisch und pädagogisch Sachverständigen Laten- 
richter eine begondere Mitwirkungsmöglichkeit gegeben. Das Jugendgericht ist zu- 
Ständig für den ganzen Bezirk des Oberlandesgerichts, auf die Sachliche Geeignetheit 
aller am Verfahren beteiligten PerSonen wird begonderer Wert gelegt, 80 werden selbst 
die Rechtsanwälte begonders unter diesem Gesichtspunkt ausgewählt. Besondere Be- 
deutung hat für den bestraften Jugendlichen die 80g. Rehabilitation, die nach Bewäh- 
rung eine völlige Aufhebung aller Tatfolgen möglich macht.. Mollenhauer (Cottbug). 
Norris, Arthur H.: The treatment of juvenile delinquents in Great Britain. (Jugend- 
Strafrecht im England.) (11. internat. Kongr. j. Strafrecht u. Gejängniswesen, Berlin, 
Su2g. v. 18.--24. VII1T. 19385.) Z. Strafrechtswiss. 99, 327--334 (1935). 
Kinder (unter 14 Jahren) und Jugendliche (14-18 Jahre) Sollen vor Jugend- 
gerichtshöfe kommen, außer bei Mord, bei denen die Öffentlichkeit ausgeschlosgen ist. 
Die Kiltern dürfen Beistand leisten. Wenn die Eltern versagt haben, kann eine geeignete 
Person zur Erziehung bestimmt werden. Todesstrafe darf nicht verhängt werden, 
Gefängnis nur in schwereren Fällen, 80nst ein Aufenthalt in Krziehungsanstalten. 
Trendtel (Altona). 
AnosS80w: Neues im Jugendstrafrecht: der USSR. MsSchr. Kriminalpsychol. 26, 
397--359 (1935). 
Durch einm Gegetz vom 1. IV. 1935 1st die Grenze der absoluten Unzurechnungs- 
fähigkeit von 14 auf 12 Jahre herabgesetzt. Gleichzeitig ist für einige Schwere Delikte 
(Mord, Brandstiftung, Raub, Diebstah]l u. a.) auch für Minderjährige die Zuständigkeit 
der Volksgerichte gegeben. Im Zusammenhang damit wird festgestellt, daß die Zahl 
der Verbrechen Minderjähriger wächst und die Verbrechen immer bedeutender werden. 
Kine Lögung dieses Problems soll nunmehr energischer als bisher versucht werden. 
Durch eine Ende Mai 1935 erschienene Verordnung wird die Frage der Verwahrlogung 
und Beaufsichtigung der Kinder neu geregelt und die verschiedenen Anstaltstypen, 
die dafür errichtet werden gollen, werden festgelegt. Begonders geregelt wird dabei die 
» Verwahrlogungsprävention“, die durch materielle Hilfe, Verantwortlichmachung der 
Stadt- und Dorfräte, Vormünder und ganz begonders auch der Eltern erreicht werden
	        

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