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Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)

Periodical

Persistent identifier:
025275941
Title:
Die Arbeitsschule
Subtitle:
Zeitschrift für Arbeitserziehung und Werkunterricht
Document type:
Periodical
Publisher:
Quelle & Meyer
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2125630-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025275941_0047
Title:
Die Arbeitsschule - 44,2.1930
Shelfmark:
02 A 33 ; RF 523-529
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 7/8
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Der Schulgarten als Weg zur größeren Gemeinschaft
Author:
Dreßel, Adolf
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0525992
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Arbeitsschule
  • Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Inhalt
  • Der Schulgarten als Weg zur größeren Gemeinschaft
  • Die örtliche Erholungsfürsorge im Schulgarten
  • Der Schulgarten auf dem Lande
  • Schulgarten und Hilfsschule
  • Der Berufsschulgarten
  • Der Schulgarten im Dienste des Tagesheims für berufliche Erziehung
  • Planschbecken im Schulgarten
  • Beobachtungsunterricht in der Gartenarbeitsschule
  • Raumlehre im Schulgarten
  • Kleine Beiträge und Mitteilungen
  • Schrifttum
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)

Full text

Es iſt der Trieb zum Eigenbeſiß, der hier durchbricht, vielleicht um ſo 
mehr in der eben geſchilderten Form, als ihn unſer örtlicher Schulgarten nicht 
befriedigen kann, Dieſer iſt, wie hier nicht ausführlicher begründet ſei,? aqus- 
ſchließlich Gemeinſchaftsgarten, iſt in Pflanzbezirke eingeteilt, die von Klaſſen 
und Gruppen abwechſelnd bearbeitet werden, Je mehr ein Kind mun in den 
Gebieten des Schulgartens vertraut wird und im Eigengarten nach Erfolgen 
ſtrebt, deſto ſachkundiger, wähleriſcher, begehrlicher wird der kleine Gärtner. Es 
regen ſich Wünſche nach ganz beſtimmten Arten, die ihm im Schulgarten 
beſonders gefallen. Nicht minder groß aber wird das Verlangen nach Be- 
ratung. Gar manche Gartenſtunde wird gänzlich getragen von den Anfragen 
einzelner: Welchen Boden braucht dieſe oder jene Pflanze -- ſeße ich ſie ſonnig 
oder ſchattig -- zu welcher Zeit verpflanze ich ſie -- kann ich von ihr Stecklinge 
machen oder ſie teilen? Es ſind Fragen nicht ſpekulativer Art oder dem Drange 
nach Debatte entſpringend, ſondern ſach- und ichbetont, nach erſchöpfender Be- 
antwortung verlangend, der begründenden und erklärenden Auskunft gegenüber 
beſonders empfänglich und daher anregend auch für die perſönlich Unbeteiligten. 
Auch die Eltern nehmen Anteil an beidem, am Bezug von Pflanzgut wie am 
Einholen von Rat und Hilfe, teils durch den Mund ihrer Kinder, teils perſön- 
lich. Der Beſuch des Gartens, der jedem freiſteht, ſofern ein Führender an- 
weſend iſt, tut ſein übriges zu ſolchem Verkehr, Die Beſucher ſehen, wie auf 
einem ungünſtigen, ſteilen und ſteinigen Gelände gleichwohl Dauerwirkungen 
erzielt ſind, die ihnen gefallen, Der Wunſch gleicher Anwendung regt ſich und 
kann erfüllt werden, Mancher meint, das könne er doch nicht umſonſt ver- 
langen, was ihm der Schulgarten anbiete, und gibt, da wir einen Handel 
mit Pflanzen ablehnen, einen Beitrag zur Gartenkaſſe. Oder auch, uns noch 
lieber, er ſchlägt aus ſeinen Beſtänden die oder jene Art, die uns fehlt, zum 
Tauſche vor. Auch aus reinem Intereſſe am Werke kam mancher Gartenbeſißer 
dazu, uns dußendweiſe Sträucher oder Stauden zu ſchenken. Die Kartei unſeres 
Gartens berichtet unter der Herkunft der Arten viel ſolchen erfreulichen Zu- 
wachſes, Dafür aber gibt es auch nicht wenige Gärten unſers Ortes, die vom 
Schulgarten aus in nachhaltiger Weiſe bereichert wurden, 
„Unter den hieſigen Gartenbeſißern iſt auch ein Touriſtenverein, Ex nennt 
ein großes Grundſtück. ſein eigen, auf beherrſchender Höhe gelegen, mit Laub- 
und Nadelholzpflanzungen, Spielwieſe und Unterkunftshütte. Er trat an uns 
heran, auch mit dem doppelten Wunſche nach Rat und Belieferung. Ein Ehren- 
mal für die gefallenen Klubgenoſſen ſteht vor einer rohen Steinböſchung -- den 
Fahnenmaſt vor der Hütte trägt ein Schutthügel -- beide kahle Stellen ſollten 
durch geeigneten Bewuchs traulicher geſtaltet werden, Für den Denkmalshinter- 
grund empfahlen wir immergrüne Bekleidung durch widerſtandsfähige Suk- 
Fulenten (Sedum, Sempervivum), für den Hügel eine Zuſammenſtellung alpiner 
Gewächſe. Erſtere Bepflanzung lieferten wir gänzlich, letztere zum Teil. Eine 
Abteilung Kinder, der damals gerade die Pflege des Steinviertels im Schul- 
garten oblag, beſorgte die Entnahme der Pflanzen wie auch das Wieder- 
1 Vgl. Teuſcher und Müller, „Die Gartenſchule“', Seite 62 ff. 
 
322
	        

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