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Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)

Periodical

Persistent identifier:
025275941
Title:
Die Arbeitsschule
Subtitle:
Zeitschrift für Arbeitserziehung und Werkunterricht
Document type:
Periodical
Publisher:
Quelle & Meyer
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2125630-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025275941_0047
Title:
Die Arbeitsschule - 44,2.1930
Shelfmark:
02 A 33 ; RF 523-529
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Zur Einführung
Author:
Löweneck, Max
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0526018
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Die Arbeitsschule
  • Die Arbeitsschule - 44,2.1930 (44,2)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Zur Einführung
  • Von Augsburgs neuzeitlicher Schule
  • Der Werkunterricht in der Elias-Holl-Schule
  • Die Augsburger Knabenhandarbeitsschule
  • Von Augsburgs Schulgärten
  • Zu Reintsch, Kleisterpapier im Werkunterricht
  • Die Bedeutung des Werkunterrichtes für die Berufsberatung
  • Werkstattarbeit im Dienste des modernen Haushaltes
  • Kleisterpapier im Werkunterricht
  • Arbeitsunterricht mit einfachsten Mitteln
  • Die mathematische Arbeitsgemeinschaft
  • Das geschichtliche Sammelbuch
  • Kleine Beiträge und Mitteilungen
  • Schrifttum
  • Heft 10 (10)

Full text

Zur Einführung. 
Von Max Löwened, 
In den folgenden Blättern ſoll Zeugnis abgelegt werden von den pädagogi- 
ſchen Verſuchen, die wir ſeit einer Reihe von Jahren im Schulweſen der Stadt 
Augsburg und im beſonderen in der Elias Holl-Schule unternommen haben. Die 
Elias Holl-Schule iſt eine öffentliche Volksſchule, die vorwiegend Kinder von 
Kleingewerbetreibenden und JInduſtriearbeitern beſuchen. Für den Beſuch beſteht 
Sprengelzwang. Ohne den folgenden Einzeldarſtellungen vorzugreifen, ſoll ver- 
ſucht werden, die Gedanken darzuſtellen, von denen die Verſuche getragen 
werden, Sie bewegen ſich im allgemeinen in der Richtung des Arbeits- 
ſchulgedankens, Wir glauben indeſſen heute ſo weit zu ſein, daß wir eines 
beſonderen Kennwortes entbehren können. Wenigſtens war von vorneherein die 
Abſicht maßgebend, von der Schlagwortpädagogik weg und zu einer Schulform 
zu kommen, die allgemein anzuerkennen wäre. Das Ziel iſt Unterricht und Er- 
ziehung in ſchlechthin naturgemäßer Form, Arbeitsſchule, Schule der Gemein- 
ſchaft, Lebensverbundenheit der Schule ſind für uns keine unterſcheidenden 
Merkmale mehr, wohl aber natürliche und notwendige Grundſäße. Und ſo 
hoffen wir, die gewonnenen Erfahrungen eines Tages auf die Allgemeinheit -- 
wenn auch mit manchen Änderungen und vielleicht mit Einſchränkungen dem 
Grade nach -- übertragen und die Verſuchsſchule überflüſſig machen zu können. 
Der Werdegang der Schule freilich iſt gezeichnet nach Entwiklungsſtufen, 
die ihre Herkunft von den jeweils auf den Schild erhobenen Erziehungsgedanken 
nicht verleugnen. 
Die erſten Verſuche zielten darauf ab, das werktätige Schaffen in den 
Unterrichts? und Erziehungsplan einzugliedern. Wir erwarteten uns daraus 
einen dreifachen Gewinn: Die Ausdehnung der ſinnesmäßigen Erkenntnis der 
Dinge der Welt durch planmäßige Inanſpruchnahme des bisher vernach- 
läſſigten Taſt-, Muskel? und Bewegungſinnes, die Bereicherung der Aus- 
drucksmöglichkeiten durch die werkmäßige Darſtellung und die erſte Einführung 
in ein neues Lebensgebiet, in das der Formenwelt und der techniſchen Arbeit, 
womit zugleich eine Befruchtung der kunſterzieheriſchen Tätigkeit verbunden 
war. Das werkmäßige Schaffen faßten wir von Anfang an im Geiſte des Werk- 
unterrichts, worunter wir die Handarbeit im Dienſte des Unterrichts verſtehen. 
Die Arbeit am ſinnlichen Stoffe ſoll alſo beitragen, die Vorſtellungen, die der 
Unterricht erzeugen ſoll, durch allſeitige Sinneswahrnehmung möglichſt voll- 
ſtändig zu bilden und durch den Verſuch der werkmäßigen Darſtellung zu ver- 
vollkfommnen und zum Eigenbeſiß zu machen. Mit der Entſtehung des Begriffes 
„Arbeitsſc<hule“ haben wir unſere Anſchauungen erweitert. 
Die weſentlichen Merkmale des Begriffes Arbeitsſchule ſind Selbſttätigkeit 
und ſchöpferiſches Geſtalten. Alle geiſtige Arbeit vollzieht ſich wie das Einatmen 
und Augatmen in einem Rhythmus zwiſchen Denken und Tun, Das Denken 
gebiert ſich aus der Erfahrung, die Erfahrung bildet ſich aus der Wahrnehmung. 
Aber Wahrnehmung allein iſt noch keine Erfahrung. Sie wird dazu erſt, wenn 
26 Arbeitsſchule | 389
	        

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