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Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)

Periodical

Persistent identifier:
025295241
Title:
Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts
Document type:
Periodical
Publisher:
Weidmann
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2126296-2
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025295241_0020
Title:
Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935
Shelfmark:
02 A 1734 ; RF 482 - 484
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1935
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1/2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Ein Stück Erziehungsgeschichte des frühen 18. Jahrhunderts in Frankreich
Author:
Güntsch, Erwin
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0485051
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts
  • Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)
  • Heft 1/2 (1/2)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Titel zu Heft 1/2
  • Die Entwicklung des Übungsstoffes und der Lehrweise der deutschen Leibesübungen im 19. Jahrhundert
  • Die Jugenderziehung im alten Iran (Persien)
  • Die Gründung der Ritterakademie Halle im Jahre 1686
  • Ein Stück Erziehungsgeschichte des frühen 18. Jahrhunderts in Frankreich
  • Hat F. E. Beneke auf W. Diltheys Entwicklung entscheident gewirkt
  • Berichte und Anzeigen
  • Mitteilung der Schriftenleitung
  • Mitteilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte
  • Heft 3/4 (3/4)

Full text

Murtfeld: Hat F. E. Beneke auf W. Diltheys Entwicklung entscheidend gewirkt ? 403 
 
lichkeit der Novizen völlig zertreten wurde, ist bekannt. Die Adligen, goweit 
818 nicht in den Orden eintraten, genosgen dagegen Vorrechte und kamen wohl 
glimpflich weg, wenn gie imstande waren, Sich zu wehren. Im ganzen hat der 
Verfasger gicher Recht, von einem „„geistlichen und zugleich geistigen Zucht- 
haus“ zu sprechen, Ebenso unumwunden erklärt er aber auch, daß der junge 
Diderot eine Fülle von der Literatur des klasSiSchen Altertums und der Kir- 
chenväter in gich aufgenommen und auf diese Weise ein gutes geistiges Kapi- 
tal mit auf den Lebensweg bekommen hat. 
Um ein Haar wäre Diderot Geistlicher geworden. Ein gütiges Gegchick hat 
ihn davor bewahrt; die Ablehnung, mit der er der jeguitigchen Erziehung 
gegenüber gtand, hätte ihn gonsgt in einen Schweren Zwiespalt gestürzt. 1728 
zieht er auf das College d'Harcourt in Paris, um Theologie zu studieren. Aber 
Seine Neigungen führen ihn zur Mathematik und zu den Naturwisgenschaften 
und treiben ihn auf die Suche nach einer Philogophie, die dem astronomisch- 
phygikaligchen Weltbild der neuen Zeit entsprechen Sollte. 
Hat VF. K. Beneke auf W. Diltheys Entwicklung 
entscheidend gewirkt? 
Von Rudolf Murtfeld in Weilburg (Lahn). 
Es ist immer wieder vergucht worden, Beneke und Dilthey in eine Linie zu 
Stellen. Ausgangspunkt ist wahrscheinlich die Bemerkung Diltheys über Hegels 
Mitwirkung bei der Amtgenthebung Benekes: „Und noch Schlimmeres muß ge- 
Sagt werden. Er hielt Sich nicht frei gegenüber den geringwertigen Werk- 
zeugen, deren Sich die Reaktion jener Tage bediente. So ließ er Sich fort- 
reißen an dem unheilvollen Schritt mitzuwirken, welcher in der Suspengion 
Benekes von Seiner Funktion als Privatdozent lag“). Dazu Sei vorerst nur 
kurz gegagt: von „„geringwertigen Werkzeugen“ kann bei Johannes Schulze, 
dem großen Gelehrten und Organigator nicht gesprochen werden, von dessen 
weittragender Wirkgamkeit, gründlichem Wisgen und hohem Charakter nur 
der etwas ausgagen Kann, der geinen reichen Nachlaß kennt. Doch zur Be- 
deutung Benekes für Diltheys Entwicklung Entscheidendes: 
Diliheys Geistesbegriff, Sein Wisgen von der Gegehichtlichkeit, jegliches 
Wort, das er gagt, ist in einer geistigen Welt begründet, die dem stückhaften, 
ungeklärten, weil in gich nicht erfüllten Denken Benekes völlig fremd gegen- 
übersteht. Einen inneren Zusammenhang zwiSchen den beiden aufzuweigen 
halte ich wisgenschaftlich, d. h. mit einem Sauberen, in gich völlig klaren 
kategorialen Apparat für unmöglich. 
Geigsteswisgengchaft hat zu Scheiden. In ihr gibt es immer noch Rang und 
Stufen des wisgenschaftlichen Forschens, Dichte und Blässe der Begriffe, ein 
begnadetes Erfüllen der Zeit in einer glücklichen Gegenwärtigkeit oder 1in 
einem alles tragenden Ergreifen ewiger Zusammenhänge oder -- ein Verfehlen 
dieses Weges, damit des Weges zur Tiefe und Wirkung geistigen Schaffens, 
zu echter Wiggenschaft. Das ist Benekes Los gewesgen. 
In Kinzelanalygen kann nachgewiesgen werden, wie Jede Ausgage Seiner 
1) Ges. Schriften. Leipzig 4923 ff. Bd. 4, S. 258.
	        

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