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Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)

Periodical

Persistent identifier:
025295241
Title:
Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts
Document type:
Periodical
Publisher:
Weidmann
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2126296-2
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025295241_0020
Title:
Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935
Shelfmark:
02 A 1734 ; RF 482 - 484
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1935
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1/2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Berichte und Anzeigen
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0485056
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts
  • Zeitschrift für Geschichte der Erziehung und des Unterrichts - 25.1935 (25)
  • Heft 1/2 (1/2)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Titel zu Heft 1/2
  • Die Entwicklung des Übungsstoffes und der Lehrweise der deutschen Leibesübungen im 19. Jahrhundert
  • Die Jugenderziehung im alten Iran (Persien)
  • Die Gründung der Ritterakademie Halle im Jahre 1686
  • Ein Stück Erziehungsgeschichte des frühen 18. Jahrhunderts in Frankreich
  • Hat F. E. Beneke auf W. Diltheys Entwicklung entscheident gewirkt
  • Berichte und Anzeigen
  • Mitteilung der Schriftenleitung
  • Mitteilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte
  • Heft 3/4 (3/4)

Full text

Berichte und Anzeigen. 
Die Pädagogik des JangenisSmus. Von JoSeph Sellmair. Donau- 
wörth, Ludwig Auer. 1932. 222 8. 6,50 RM. 
Durch die heute von Seiten der protestantischen Theologie neu] aufgeworfene 
Frage nach dem Verhältnis zwischen christlicher Botschaft und Erziehung ist das 
Augenmerk auf alle die pädagogischen Unternehmungen der Vergangenheit gelenkt 
worden, bei dener: dasselbe Problem eine entscheidende Rolle gespielt hat. Ganz 
allgernein betrachtet ist dies Problem zwar in der gesamten abendländischen Päd- 
agogik, welche Wege, Irrwege oder Seitenwege sie auch immer gegangen sein mag, 
enthalten; aber es ist nicht überall thematisch klar erfaßt. Letzteres ist der Fall 
bei der Pädagogik der Schulen von Port Royal, die durch den Geist des Jansenismus 
beeinflußt waren. Es ist deshalb ein Verdienst des Verfassers, diese Pädagogik einer 
neuen Untersuchung und Darstellung unterzogen zu haben, der man das Urteil der 
Sachkundigen und gorgfältigen Durcharbeitung des Stoffes erteilen muß. 
Sellmair beginnt mit der Entwicklung der theologischen Grundlagen der Päd«- 
agogik von Port Royal. Sie werden von Seinem, d.i. dem Standpunkt eines (ver- 
mutlich durch Jjesuitische Schulung hindurchgegangenen) Katholischen Theologen, 
mit dem offensichtlichen Bestreben nach dogmatischer Unvoreingenommenheit 
geschildert, obwohl ja die Lehren Jangens offiziell als Irrlehren verdammt Sind. 
Der an Luther geschülie Theologe wird freilich bei der Darstellung dieser theo- 
logischen Grundlagen auf Schritt und Tritt Stocken. Er wird den Eindruck haben, 
daß (S0 wichtig an und für gich das Studium der jansenistlischen Pädagogik wie 
überhaupt des theologischen Streites um Port Royal zur Beleuchtung ungerer 
heutigen geistigen Lage Sein mag) man der Sache nicht richtig auf den Grund kommt. 
Weder der Sinn der christlichen Lehre von der Erbsgünde kommt klar heraus, noch 
wird deutlich, was aus der Anerkenntnis der Erbgünde für die Erziehung folgt, 
noch versteht man den Unterschied zwischen Taufgnade und wirksamer Gnade, 
über den Schon Pascal Sich -- ob mit Recht oder mit Unrecht, Sei hier dahingestellt -- 
moquiert hat. Kurz: der an Luther geschulte Theologe hat beim Legen dieger theo- 
logisSchen Grundlagen den Eindruck, als ob die Jangenisten wohl einer großen Sache 
auf der Spur gewesen Seien und von ihr hätten läuten hören, aber nicht recht gewußt 
hätten, wo denn nun eigentlich die Glocken hängen. Ich habe den Augustinus des 
Bischofs Jansgen nicht gelegen, kann also nicht Sagen, ob dieger Eindruck einer nicht 
genügenden theologischen Klarheit an ihm gelbst liegt oder an der Darstellung Sell- 
mairs, glaube jedoch, daß letzterer nicht Schuldig ist, Sondern Jansen Selbst und 
womöglich Sogar in einigen für die christliche Dogmatik höchst verderblich ge- 
wesenen Lehrmeinungen bereits der Kirchenvater Augustinus, dessen Autorität der 
heutigen Kirche ebensowenig unfehlbar gein darf wie uns evangelischen Christen 
die Luthers oder Calvins. Allein darüber kann hier nicht diskutiert werden. 
Was nun die pädagogischen Folgerungen angeht, die im Port Royal aus den 
theologischen Voraussetzungen des Jansgenismus gezogen worden Ssind, 80 haben 
wir es mit einer in ihrem Grundzug gut katholischen (wenngleich im Unterschiede 
zu der welt- und anpassungsfreudigen Erziehungspraxis der gleichzeitigen Jeguiten- 
Schulen Sehr stark asketisch und weltflüchtig gestimmten) Erziehung zu tun. Das 
hängt mit dem auch von Sellmair mehrfach hervorgehobenen Kulturüberdruß der 
damaligen Zeit zusammen. Wir kennen das Ja aus eigener Erfahrung gehr genau. 
Wenn, wie Sellmair gagt, das Ziel der jansenistischen Erziehung die „„Bewahrung 
der Taufgnade“ im Zögling gewesen ist, dann ist das Sachlich nicht 80 Sehr ver- 
Schieden von den Zielen der „Vom Kinde aus“-Pädagogik. Denn hier liegt auch 
das Gewicht auf der Negation: Fernhaltung der Einflüsse aus der bösen Welt, die die 
Unschuld (auf deutsch Naivität) des Kindes verderben. Früher nannte man das 
„Bewahrung der Taufgnade“. Damit will ich nicht Sagen, daß der Unterschied 
zwiSchen der Erziehung von Port Royal und der eines modernen Landschulheims 
nicht Sehr erheblich Sei. Die Leute von Port Royal haben wahrscheinlich viel klarere 
Vorstellungen von dem gehabt, was sie eigentlich wollten, und mit der größeren
	        

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