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Kinderland (Januar 1904) (1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Kinderland (Januar 1904) (1904)

Periodical

Persistent identifier:
025299433
Title:
Kinderland
Subtitle:
Blätter für ethische Jugenderziehung
Document type:
Periodical
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2126434-X
Fußnote/Bemerkung:
Beil. zu: Ethische Kultur
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025299433_0004
Title:
Kinderland (Januar 1904)
Shelfmark:
02 A 760 ; RF 620 - 631
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1904
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 5
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Wo kommen die Kinder her?
Author:
Salus, Hugo
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0534071
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Kinderland
  • Kinderland (Januar 1904) (1904)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Wo kommen die Kinder her?
  • Was man beim Staubwischen lernen kann
  • Die Kraft des Gebetes
  • Mutter überall
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
 
 
Mai 1904, 
Herausgegeben von Dr. R. Penzig. 
IMonatsbeilage zu „Ethiſche Kultur.“ 
 
  
 
Indzalt: 
Wo kommen die Kinder her? Von Hugo Salus, 
Was man beim Staubwiſchen lernen fann. 
Dr. F. W. Foerſter. 
Die Kraft des Gebets. 
Mutter überall. 
Fmpfehlen5werte Kinder- und Elternbücher. 
Non 
(Schluß.) 
Von L. Fet. 
 
2500 Kommern die Kinder Her? 
Cin Märchen von Hugo SatlusS.*) 
Wenn wir Kinder hätten = der ſechsjährige braune 
Bub hieße Wolfgang, das iſt ſelbſtverſtändlich, und das 
blonde vierjährige Mädel Riccarda, weil der Name ſv wunder- 
ſchön klingt =- wenn wir Kinder hätten, ſo fäße ich wohl 
in der Dämmerung mit ihnen im Kinderzimmer -- der Bub 
nennt ces den Stall, weil er feine Pferde in der E>e auſ- 
geſtellt hat -- und fie müßten nicht meine Kinder fein, wenn 
ſie da nicht Märchen von mir hören wollten, und ich nicht 
ihr Vater, wenn ich ſie ihnen vorenthalten würde. Und 1< 
weiß beſtimmt, daß dann der Bub auf einmal ſeine großen 
glänzenden Augen emporheben und mich fragen würde: 
„Vater ſag', wo kommen eigentlich die Kinder her?“ 
| Auf eine ſolche Frage ſollte eigentlich jeder Vater vor=- 
Hereitet ſein, wenn ſein Bub ſechs Jahr alt wird; denn dann 
iſt es doch wirklich die höchſte Zeit, daß ſich ſo ein kleiner 
Kerl mit dieſen wichtigen Dingen zu beſchäftigen anfängt 
und ſich ſeine Gedanken darüber macht! Und wenn ich nicht 
ich wäre, würde ich wohl in einem ſolchen entſcheidenden 
Augenblicke meine Geſchichte etwa ſo beginnen: 
| Ja, wo kommen alſo die Kinder her! Habt ihr nicht 
im Park die großen, würdigen, ſtelzbeinigen Klapperſtör<e 
geſehen? Und draußen vor der Stadt, ſo weit, daß die 
elektriſche Bahn gar nicht bis dort hin fahren kann, ſo weit 
iſt es, dort liegt ein kleiner See, und in dem See liegen 
die kleinen Kinder, und die Störche . . . 
| Aber ich hoffe, mein Bub wäre geſcheiter und würde 
fragen? „Ja, aber wer legt denn die Kinder in den Teich 
hinein 2“ 
Und ich weiß, daß in dieſem Augenblick leiſe, ganz leiſe 
die Tür des Kinderzimmers aufginge und die Mutter herein- 
fäme, um, wie allabendlich, den Märchen zu lauſchen. Und 
ich müßte nicht ich ſein, wenn ich dann nicht über die Lüge 
rot würde, die im; meinem kleinen Naturforſcher erzählen 
wollte, und dann würde ich wohl mein Märchen ganz anders 
erzählen, und e8 wäre gar kein Märchen mehr, aber wnnder- 
ſchön, viel, viel ſchöner, als ich es hier aufſchreiben kann, 
*) Aus der „Berliner Zeitung“ Nr. 14, v. 9. Januar 1904. 
 
und es wäre meine ganze Liebe darin, mein Dank und 
inniges Mitleid, und meine Kinder --= wenn wir Kurder 
hätten == würden mit großen, wiſſenden oder ſich erinnernden 
Augen zuhören und zur Mutter emporblicken, als hätten 
fie fie noch nie geſehen, und ſie müßren ie noch einmal 10 
lieb haben wie biSher. Und mein Märchen, das gar kein 
Märchen iſt, würde etwa 190 lauten: 
Ja, wo kommen alſo eigentlich die Kinder her? Wo 
ſeid ihr hergefommen? Aljo, dort oben im Himmel, dort 
oben, wo ihr zwiſchen den Vorhängen gerade den jchönen 
Abendſtern ſchinunern ſeht, dort ſpielen an 1olchen Abenden 
die Engelkinder und, wenn gerade beſonders ſchönes Wetter 
ift, dann ſchauen ſie auch auf die Erde herunter und un 
die Fenſter der Menſchen, die fie und die einander (ich 
haben. Und da haben ſie denn auch vor ſieben Jahren in 
unſere Fenſter hineingeſchaut und haben Mutter und mich 
beiſammen ſißen geſehen und gleich gemerkt, daß wir ein 
Paar nach ihrem Wunſche ſind und wie gern wir einen 
Wolfgang und eine Riccarda härten. Und wenn die fiugen 
Englein jo etwas merken, dam faſſen ſie einander bei den 
Händen und tanzen rund um einen Stern einen Kingel= 
reihen und ſingen dabei: 
Himmelsgarten, Schimmerſtern, 
Saluſens möchten Kinder gern, 
Zwei brave Kinder haben; 
Einen Buden erſt, ein Mädel dann. 
Wer nimmt ſich ihres Wunſches an“ 
Wer bringt zuerſt den Knaben? 
Und dann tanzen ſie noch einmal, die ganze Kette von 
Engeln, um den Stern herum, und plöglich laſſen ſie die 
Hände los und laufen jedes zu einer Spitze des Sterns; 
denn ſo ein Stern hat eine Menge von Zacken, viel, viel 
mehr und größer als der Waeihnachtsſtern über deim Chrift- 
baum. Und der Engel, der zu ſpät kommi, und feine Spitze 
erreicht, der muß auf die Erde hinunter und die Botſchaft 
bringen. Und damit er den Weg gut trifft, bricht er ich 
ein Stüclein von ciner Sternſpize ab und wirft es auf die 
Erde hinunter, daß es leuchtet. Und unten die beiden 
Menſchen in ihrer Stube, Mutter und ich, ſehen gerade 
zum Himmel und, wenn ſie die (leuchtenden Stern]<nuppen 
fallen ſehen, dann ſchließen ſie feſt die Lider zu und wünſchen 
fich etwas recht vom Herzen, und wenn beide den gleichen 
Wunſch haben, dann geht er ſicher in Erfüllung. Und, jeht 
ihr, an jenem Abend haben wir uns heide recht vom Herzen 
den Wolfgang gewünſcht, und da war aud) ſchon der Engel 
bei unſerem Fenſter und hat dreimal an die Fenſterſcheibe 
gehaucht, und ſeinen Segen geſprochein. Da hat die Scheibe 
wie Silber geleuchtet, und da haben wir gewußt, daß unſer 
Wunſ< in Erfüllung gehen wird. --
	        

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