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Kinderland (Januar 1904) (1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Kinderland (Januar 1904) (1904)

Periodical

Persistent identifier:
025299433
Title:
Kinderland
Subtitle:
Blätter für ethische Jugenderziehung
Document type:
Periodical
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2126434-X
Fußnote/Bemerkung:
Beil. zu: Ethische Kultur
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025299433_0004
Title:
Kinderland (Januar 1904)
Shelfmark:
02 A 760 ; RF 620 - 631
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1904
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 10
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Was soll ich werden?
Author:
@D., D.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0534307
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Kinderland
  • Kinderland (Januar 1904) (1904)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Was soll ich werden?
  • Akana
  • Vom helfen
  • Lesefrüchte
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
 
Oktober 1904, 
INonatsbeilage zu „Ethiſche Kultur.“ 
Herausgegeben von Dr. R. Penzig. 
 
 
 
Inhalt: 
Was joll ich werden? Von D. D. 
Afana. Nach dem Jtalieniſchen erzählt von H. Steyner. 
Vom Helfen. Von Lilli Jannaſch, | 
Lotafrüchte. 
 
25as ſoll ich werden ? 
„Weißt Du noch, Mutti, als ich klein war, da wollte 
ich gern Kutſcher werden.“ 
„Jawohl, mein Kind. Manchmal auch Kaiſer. Jett 
aber biſt Du ſchon groß und klug und weißt, daß Du noch 
viel Zeit haſt, Dir zu überlegen, was Du werden willſt.“ 
„Es iſt eigentlich furchtbar ſchwer, ſich das zu über=- 
legen. Wie ſoll man eigentlich wiſſen, was zu einem paßt!“ 
(Dabei ſieht mich der kleine, ſtämmige Quartanex aus großen 
Augen fo ernſthaft an und zieht die Stirn in ſo ſorgen= 
volle Falten, daß es zugleich luſtig und rührend ausſicht). 
„>< ſagte ſchon, daß Du noch viel Zeit dazu haſt; 
aber wenn Du willſt, können wir's uns ja mal zuſammen über- 
legen. J< und Du, wir meinen jetzt mit „etwas werden," 
nicht, ein guter, ein tüchtiger, ein gebildeter Menſch werden; 
das verſteht ſich ja von ſelbſt, daß wir beide das für Dich 
wollen; jondern wir meinen, was für einen Veruf Du 
wählen willſt, nicht wahr? Warum willſt Du nun überhaupt 
einen Beruf wählen ?“ 
„Weil ich mich ernähren will.“ 
„Sehr richtig; Du meinſt alſo einen Beruf, wo es an 
Jahrung garnicht fehlen kann, Bäcker oder Schlächter ?“ 
„Ach, Mutti! Du weißt ganz gut, daß ich es nicht ſo 
meine, Mit ernähren meine ich doch alles, was ſich gehört, 
nicht bloß eſſen, auch Sachen zum Anziehen und Wohnung 
und Möbel, und Bilder und Bücher, und Verreiſen und 
jo was alles.“ 
„Ja, wodurc< verſchafft man ſich denn ſo viele ver- 
ichtedene Dinge? Da muß man wohl Bäcker und Schneider 
„und Baumeiſter und alles mögliche werden 2“ 
„Ach, Mutti, ſo klein bin ich doch nicht mehr, daß Du 
mir jo fomiſche Fragen ſtellen mußt. Das kriegt man 
natürlich alles, wenn man Geld hat.“ 
„Dann kannſt Du mir jetzt vielleicht deutlicher ſagen, 
warum Du Dir einen Beruf wählen willſt.“ 
„Na ja. Weil ich mir das Geld, das ich zum Leben 
brauche, verdienen muß.“ 
„Cs aibt aber Kinder, und Du kennſt ſelbſt ſolche, die 
haben jo viel Geld von ihren Eltern, daß ſie ſich keins zu 
verdienen brauchen. Fändeſt Du das richtig, wenn die ſich 
feinen Beruf wählten 2?“ 
„Nein, ſehr häßlich wäre das.“ 
„Warum eigentlich?“ 
 
„Wolil jeder Menic< arbeiten muß.“ 
„Das haſt Dau ſehr Fut geſagt, und es it genau "3 
richtig, wie Deine erſte Annvwort: Weil ich mich ernähro1 
will. Aber gerade wie bei dieſer mußt Du mir ert neD 
ſagen, was Du Dir alles dabei denkſt. Kann man nt:r 
auch arbeiten, ohne einen Beruf zu haben 2?“ 
„Na, man beſchäftigt n>< wohl mt allerhand Zewu3 
aber jo richtig ordentlich arbeiten, das nennt man doch Beru.“ 
„ud warum muß jeder Mentch richtig ordentüuitcy ar 
beiten?“ 
„Weil er ſich facht fehr langweilen möchte, fr immer, 
meine 1; mal faulenzen i1t ja 1ehr hübich. Und dann 
könnte man ja garnicht wiſſen, ob man iiberhauort 1p25 
ordentliches machen kann.“ 
„Tas find alles jehr gute Gründe. 
fehlt noch. Du wirt leicht darauf kommen, wenn Du an 
meine Frage von vorhin zurückdenkit, die Du 19 komid 
fandſt, die aber garnicht komiſch it. J>< wollte Dich da= 
rauf aufmertſam machen, wieviel Leute tagaus, rtageln Tür 
Dich arbeiten, da Du doch eben nicht alles ſelber ſein fanm'i. 
= Nun gab es und Jibt es Völker, wo wirklich jeder "ein 
eigener Baumeiſier, Schneider, Schuſter, Aerbaner, Backer, 
Schlächter u. 1. w. war. Dir fallen jezt gewiß die Schil= 
derungen ein, die Du von den Esfimos und von wilden 
afrikaniſchen Stämmen geleſen. Cine Hürte oder ein Zel 
wird aus Baumſtämmen auſgeführt. Der Mann macht ne 
ſeine Steinaxt ſelbſt, geht auf die Jagd. und bringt das 
erbeutete Tier nach Hauſe, deſſen Fleiſch zur Speiſe, deen 
Fell zur Kleidung und Lagerſtätte dient. Da war jeder 
für ſich und konnte ganz allein für ſich jorgen. YYAur went 
einmal ein ſehr ſtarkes, gefährliches Raubtier ſich zeigte, 
taten fich wohl mehrere zuſammen, oder wenn fremde 
Völkerſchaften in die Gegend kamen. Das letzte war wahr= 
ſcheinlich die Veranlaſſung, daß die Verhältniſſe n< lang= 
ſam änderten. Zum Schutz vor Feinden bildete ſich zunächſt 
eine Kriegerkaſte, das heißt, die Kräftigſten, die jich am 
beſten für den Kampf eigneten, wurden damit beauſtragt, 
die übrigen Volksgenoſſen zu ſ|chüßen; und dafür vertorgten 
die andern ſie mit allem, was ſie brauchten. Da bemerkie 
man bald, daß die Krieger immer beſſer kämpfen lernten, 
und daß es für die anderen eine große Erleichterung war, 
eine ſo aroße Sorge und Mühe los zu werden. Und da 
dachte man weiter und kam auf den Gedanken, einem be= 
ſonders Geſchickten die Anfertigung der Werkzeuge, einem 
anderen die der Kleider zu übergeben, und ſo immer weiter. 
Die Arbeit wurde Feteilt,. Dadurch konnte vicl beſſere 
Arbeit geliefert werden, denn jeder bekam in dem, was er 
machte, Uebung. Dadurch wurde man auch verwöhnt und 
wollie alles ſehr gut und ſchön haben. Und heut iſt gar 
t= 
et 
A 
*
	        

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