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Kinderland (Januar 1911) (1911)

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Bibliographic data

fullscreen: Kinderland (Januar 1911) (1911)

Periodical

Persistent identifier:
025299433
Title:
Kinderland
Subtitle:
Blätter für ethische Jugenderziehung
Document type:
Periodical
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2126434-X
Fußnote/Bemerkung:
Beil. zu: Ethische Kultur
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025299433_0011
Title:
Kinderland (Januar 1911)
Shelfmark:
02 A 760 ; RF 620 - 631
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1911
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 4
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Zur Jugendweihe
Author:
Neubronner, Charlotte
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0499438
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Kinderland
  • Kinderland (Januar 1911) (1911)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Zur Jugendweihe
  • Frühlingsbilder
  • Der Tod
  • Lügen
  • Zwischen den Dornen und am Wege
  • Empfehlenswerte Eltern- und Kinder-Bücher
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
 
April 1911. 
Monatsbeilage zu „Ethiſche Kultur.“ 
Heraus8gegeben von Dr. R. Penzig. 
MEIERS SEE 
 
 
ten a nennt 
Inhalt: 
Zur Jugendweihe. Von Charlotte Neubronner. 
Frühling3bilder. Von L. Wäldin-Kobe. 
Der Tod. Skizze von Clara Hepnexr. 
Lügen. Von Theodora Urter. 
Zwiſchen den Dornen und am Wege. 
Empfehlenswerte Eltern-= und Kinder-Bücher. 
amar a 
 
Zur Jugeröweißbe. 
 
Am heut'gen Tag ſollſt freudig du erfahren 
Den Weihekuß de8 Guten, Schönen, Wahren, 
Und Abſchied nehmen von den Kinderjahren. 
Nicht trauern ſollſt du, ſondern froh empfinden 
Die ernſten Vflichten, die an's Leben binden, 
Den ſtolzen Mut, ein Leiden zu verwinden. 
Bleib' uns ein Kind, im Herzen rein und heiter, 
Und ſtrebe höher auf des Wiſſens Leiter 
Die eig'ne Kraft, dein Wille helfe weiter. 
Charlotte Neubronner, 
Zrüblingsbilder. 
Von L, Wäldin-Kobe, 
„Hu--u--uh!1"“ Der Tauwind fegt über die Erde. 
„Trip, trip, trip“ -- die Dachtraufen gehen. Wie am 
Morgen die Sonne hinter den Bergen heraufkommt, macht 
ſie verwunderte Augen. Die ſchöne, weiße Schneede>e hat 
über Nacht Löcher bekommen. „Kling!“ macht's ganz leiſe 
im Boden, und wieder: „king“. Die feſtgefrorene Erdrinde 
bekommt tauſend kleine Riſſe und Sprüngchen. Und tauſend 
kleine Bächlein rinnen und rieſeln unter dem Schnee hervor 
oder tröpfeln in die Rigen hinein. „Hu -uh! Trip, trip 
-- kling -- kling!“ . 
Von dem Lärm wacht das Schneeglö><en auf. „Der 
Tauſend! ich werde mich doc< nicht verſchlafen haben!“ Es 
ſireckt ſein grünes Händchen prüfend aus der weichen, feuchten 
Erde hervor und fragt: „Iſt es ſchon warm da oben?“ 
Die Sonne ſieht das ſchmale grüne Spitzchen und lacht: 
„Komm nur herauf, Schneeglöd<en, und läute uns den 
Frühling ein!“ 
Da3 läßt es ſich nicht zweimal ſagen. E38 ſchlüpft 
heraus, hängt ſein weißes Glöcklein auf und fängt an zu 
läuten: „Bim, bim, bim“. 
» *» 
+ 
|| 
 
  
 
Blauveilchen hört's und reibt ſich 
Dann ſpringt es mit beiden Füßen zu- 
gleich aus dem Betichen. „Ic<h muß mich ſputen,“ jagt es, 
„um fertig zu werden zum Frühling8empfang.“ Es zieht 
ſein grünes Kleidchen an, ſetzt ſein blaues Hütchen auf und 
geht hinaus auf die Wieſe. Da ſteht ichon das Gänſe- 
blümchen und wartet. Es trägt ein weißes Kränzchen auf 
dem Kopfe mit zarten roſaroten Spißen dran. 
Im Walde wird e8 auch lebendig. Weißbelrönte 
Anemonen kommen und goldbeſternte Himmielſchlüſſel.. 
Im Garten haben Krokus, Hyazinthen und Tulpen 
ihre blau, gelb, rot und weißen Blumen gleich luſtigen 
Freudenfahnen aufgerne>t, und nun rufen ſie alle: „Hurradh, 
hurrah, der Frühling nt da!“ . 
„Bim, bim, bin!“ 
die Augen aus. 
* 
G8 war einmal eine wunderſchöne Prinzeſſin, die hatte 
ein mächtiger Zauberer in ein enges, dunkles Kämmerchen 
gebannt ſamt ihren jec<hs8 Brüdern. Da ſchliefen ſie nun 
einen tiefen, iiefen Zauberſchlaf; die Prinzeſſin in der Mitte, 
die ſechs Brüder um ſie her, Arm in Arm gegeneinander 
geneigt, ſo daß ſie ſie ſchüßend in ihren Kreis ſ<hloſſen; 
denn- ſie hatten ihr holdes Schweſtcrlein ſehr lieb. ES jah 
aus, al8 wären ſie alle zuſammen tot. Das Kämmerchen 
war in der dunklen Grde feſt verſchloſſen; der Zauberer 
wollte ſie da unten gebannt halten, immer und immer. 
Doch ſeine Hexrſchaft ſollte nicht lange dauern. 
Eines Tages kam ein mächtiger Held über die Berge 
gezogen. Siegreich ſchritt er einher -- herrlich anzuſchauen. 
Blauleuchtend blißte ſein Helm, golden funkelten Schild 
und Speer. Jauchzend warf er jeine ſtrahlenden Pfeile, 
tauſend und tauſend, daß der Zauberer flob von Screen 
ejagt. 
? Auc<ß in die Erde drangen die bligenden Pfeile und 
ins dunkle Kämmerchen, wo die Brüder und die Prinzeſſin 
ſchliefen, und bis in die Herzen der Schlafenden. Da erwachte 
in ihnen unendliches, ſchwellendes Sehnen, und ſie reckten 
fich und dehnten ſic) dem warmen, wonnigen Lichte entgegen. 
Und ſiehe -- der Bann war gebrochen; mit leiſem Klingen 
ſprang die Tür des Kämmerchens auf. Ein kleiner Spalt 
erſt nur; aber die Brüder fühlten plößlich wunderbare Kraft 
ihre Adern durchdringen. Kräftig arbeiteten ſie ſich empor, 
alle vom gleichen allmächtigen Drange beſeelt. Auch das 
Schweſterchen trugen ſie mit ſich hinauf. Noch hielt es die 
Augen im Schlummer geſchloſſen; noch hielten ſie es ſchüßzend 
umfangen. Doch nun war das Ziel erreicht, und ſie aimeten 
froh und frei im Lande der Lebendigen. Sie richteten ſich 
auf und traten auseinander, damit auch ihr Liebling getroffen 
werde vom beſeelenden Strahle. Nun wuchs fie empor,
	        

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