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Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

Periodical

Persistent identifier:
025857193
Title:
Der Säemann
Subtitle:
Monatsschrift für pädagogische Reform
Document type:
Periodical
Publisher:
Teubner
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2142586-3
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025857193_0006
Title:
Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912
Shelfmark:
02 A 1158 ; RF 537
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1912
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Vom Abweisen der Kinder
Author:
Weimer, H.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0689469
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Der Säemann
  • Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Lehrerfreuden neuen Stils
  • Reformerlasse des Preussischen Kultusministeriums
  • Hellerauer Schulpläne
  • Vom Abweisen der Kinder
  • Betrachtung zweier Bildnisse
  • Die neue Hochschule für Frauen zu Leipzig
  • Internationale Hygiene-Ausstellung und Erziehungsgedanke
  • Mitteilungen
  • Stimmen des Tages
  • Rückblick und Ausblick
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
VOM ABWEISEN DER KINDER 17 
 
 
Schweigen folgte diesem Schroffen Geständnis. Ich wagte nicht, nach den 
Gründen der ablehnenden Haltung des Jünglings gegen Seinen Vater zu 
forschen, und mein Gegenüber rang offenbar nach Worten der Erklärung. 
Er Schien Sie nicht zu finden, denn plötzlich Sprang er auf, dankte rasch 
und erregt und verließ das Zimmer. Nach Wochen erst kam eine erklärende 
Entschuldigung für Sein Benehmen in Gestalt eines langen, leidensSchaft- 
lichen Briefes. Es war das alte Lied, das man immer wieder hören wird, 
Solange es Yäter und Söhne gibt. Sie verstanden Sich nicht, hatten Sich 
nie versfanden. Der Vater hat niemals nach den Wünsgchen des Sohnes 
gefragt; er hat ihn zuletzt noch in einen verhaßten Beruf gezwungen, den 
der Sohn nun nach Schwerem Ringen aufgegeben. Das hat gie vollends 
ausgeinandergebracht. „In der Kindheit Schon fing es an,“ hieß es wörtlich 
an einer Stelle des Briefes. „Wenn ich den Vater fragte: „Was heißt das? 
Warum iSt das 807“, dann lautete die Antwort gewöhnlich: „Laß mich in 
Ruh, ich habe keine Zeit!“ So lernte ich allmählich meine eigenen Wege 
gehen.“ | 
Die Stelle hat mir noch oit zu denken gegeben; Sie war gewiß die 
wichtigste im ganzen Brief, Sie ließ mich einen Blick in das Werden einer 
KindesSeele tun, den zahllose Eitern nie in ihrem Leben getan haben. Wer 
hätte es noch nicht ärgerlich Seinen Kindern zugerufen: „Laß mich, ich 
habe keine Zeit! Laß mich, ich habe zu tun! Laß mich, ich bin Jetzt zu 
müdel“* Wir haben gewiß manchmal unsere guten Gründe für Solch ab- 
weiSendes Verhalten. Der Vater, der Sich am Tage ums tägliche Brot der 
Familie gemüht, hat am Abend ein Recht auf Ruhe und Erholung; die 
Mutter, die mitten in drängender Wirtschaftsarbeit Steht, hat nicht immer 
Zeit, läStigen Fragern nach deren Belieben Antwort zu geben. Aber viel 
häufiger greifen gedankenlose Eltern aus bloßer Bequemlichkeit zur Kurzen 
Abfertigung. Der kleine Frager Stört Sie in der Unterhaltung, das ist un- 
angenehm; der kleine Frager unterbricht Sie beim Lesen der Zeitung oder 
eines Spannenden Romans, das ist ärgerlich; der Neugierige fragt nach 
Dingen, die man nicht beantworten kann, das ist peinlich; er fragt nach 
Dingen, die er noch nicht wisSen Sollte, das iSt noch peinlicher. In allen 
diesen Fällen wird er kurz und Schrofi abgewieSen; das iSt das bequemste 
Mitiel, um Ruhe zu kriegen und lästigen Fragen aus dem Wege zu gehen. 
Aber es iSt ein jämmerliches Auskunftsmittel. Es ist verlogen, rück- 
Sichtslos und töricht zugieich. Es hilft uns zwar über die Not des Augen- 
blicks hinweg, lockert aber unvermerkt die Bande des Vertrauens, die das 
junge Geschöpf an Vater und Mutter keiten. Um das zu begreifen, ver- 
Setze man Sich nur einmal in die Lage des Kindes. Wie viel neue Ein- 
DER SAEMANN. 1912, 2
	        

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