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Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

Periodical

Persistent identifier:
025857193
Title:
Der Säemann
Subtitle:
Monatsschrift für pädagogische Reform
Document type:
Periodical
Publisher:
Teubner
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2142586-3
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025857193_0006
Title:
Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912
Shelfmark:
02 A 1158 ; RF 537
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1912
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 10
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Der Begriff der Kultur
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0735626
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Der Säemann
  • Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Der Begriff der Kultur
  • Die Begründung des naturwissenschaftlichen Unterrichts auf die Selbsttätigkeit der Schüler
  • Statistik und Berufsberatung
  • Zeichenpädagog und Kunstgewerbler
  • Die Universität und das Prinzip der Arbeitsschule
  • Schulmoral
  • Mitteilungen
  • Stimmen des Tages
  • Rückblick und Ausblick
  • Aus Zeitschriften
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
434 DER BEGRIFF DER KULTUR 
 
zwiSchen Subjekt und Oblekt findet Sich nun auch innerhalb des Geistes Selbst, 
indem der Geist unzählige Gebilde, wisSensSchaftliche, künstlerische, ethische 
erzeugt, die nachher -- und das ist hier das Entscheidende - in einer 
eigentümlichen Selibständigkeit fortexistieren, unabhängig von der Seele, 
die Sie geschaffen hat, wie auch von jeder anderen, die Sie aufnimmt oder 
ablehnt. Diese objektiven geistigen Erzeugnisse, Kunst und Sitte, WisSen- 
Schaft und zweckgeformte Gegenstände, Religion und Recht, Sind an Sich 
noch keine Kultur, Sondern Kultur entsteht erst, wenn Sie von der Subiek- 
tiven Seele in den Rhythmus ihres eigensten und innersten Lebens hinein- 
bezogen wird. Über diesem innersten Lebensprozeß aber mit all den Seelischen 
Bewegtheiten vom Typus des Wollens, der Pflicht, des Berufengeins, des 
Hoffens Scheint die Forderung zu Stehen, daß die SeeliSche Totalität 
als Solche ein SozuSagen mit ihr Selbst gegebenes VerSprechen er- 
fülle, und 80 erscheinen die LöSung aller Einzelaufgaben und alle Einzel- 
ausbildungen als eine Vielheit von Wegen, auf denen die Seele zu Sich 
Selber kommt. Wir Sind noch nicht kultiviert, wenn wir dieses oder jenes 
einzelne WisSen oder Können in uns ausgebildet haben, Sondern erst dann, 
wenn all Solches der Entwickelung jener Seelischen Zentralität dient. 
Und So bezeichnet Simmel die Kultur als den Weg der Seele zu Sich 
Selbst, oder anders ausgedrückt, als den Weg von der gesSchlosSenen 
Einheit durch die entfaltete Vielheit zur entfalteten Einheit, vom Natur- 
zum Kulturzustand. Und nur da Sprechen wir von einer Kultur, wo 
die aus den objektiv vorliegenden ErzeugnisSen der WisSenSchafft, der 
Kunst und der Sitte aufgenommenen Inhalte wie durch eine geheime Har- 
monie -- Geist hat Sie 1a erzeugt und Geist nimmt Sie wieder in Sich auf -- 
nur das in der Seele zu entfalten Scheinen, was in ihr Selbst als Ihr 
eigenster Trieb und als innere Vorgezeichnetheit ihrer Subjektiven Voll- 
endung besteht. Wird ein wilder Baum vom Gärtner zum Gartenobstbaum 
gezogen, 80 nennen wir ihn kultiviert, wird aber aus Seinem Stamm ein 
Mast gearbeitet, 80 Sprechen wir nicht von Kultivierung, weil die Mastform 
aus einem ganz iremden ZwecksyStem und ohne lede Präformation in 
Seinen WesSenstendenzen hinzugefügt ist. Ich brauche nur anzudeuten, daß 
hier die pädagogiSche Forderung der Berücksichtigung der Individualität 
Ihre philoSophiSche Rechtfertigung findet. So versgagen wir das Attribut der 
Kultiviertheit, wo die Perfektion nicht als Eigenentwickelung des Seelischen 
Zentrums empfunden wird, wir vergagen es aber auch da, wo nur eine 
Solche Eigenentwickelung auftritt, die keiner objektiven Mittel und Stationen 
bedarf, die nicht über objektive Werte und Reiben hinweggeht. Der ex- 
treme pädagogisSche Naturalismus findet hier Seine Kritik.
	        

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