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Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

Periodical

Persistent identifier:
025857193
Title:
Der Säemann
Subtitle:
Monatsschrift für pädagogische Reform
Document type:
Periodical
Publisher:
Teubner
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2142586-3
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025857193_0006
Title:
Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912
Shelfmark:
02 A 1158 ; RF 537
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1912
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Stimmen des Tages
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0689486
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Der Säemann
  • Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Lehrerfreuden neuen Stils
  • Reformerlasse des Preussischen Kultusministeriums
  • Hellerauer Schulpläne
  • Vom Abweisen der Kinder
  • Betrachtung zweier Bildnisse
  • Die neue Hochschule für Frauen zu Leipzig
  • Internationale Hygiene-Ausstellung und Erziehungsgedanke
  • Mitteilungen
  • Stimmen des Tages
  • Rückblick und Ausblick
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
STIMMEN DES TAGES 
45 
 
 
innigere Wechselwirkung zwischen Erziehern 
und Zöglingen geopfert wird, heißt Lehr- 
plan. Noch immer wird die Vollpfropfung, 
die Überladung des Gedächtnisses als das 
vorwiegende, fast das einzige Bildungsmittel 
betrachtet. Und was ist das Ergebnis? Daß 
der Mensch die Kenntnisse, die ihm die 
Schule aufzwang, möglichst bald wieder ver- 
gißt, den Widerwillen vor ihr hingegen be- 
hält bis an Sein Seliges Ende. Wir fordern, 
daß der Jugend nicht die Jugend verleidet 
wird. Die Kindheit hat ihren geheiligten 
Selbstzweck. Unter brausendem Beifall Schließt 
Fulda mit folgenden Sätzen: Der Kampf um 
die Zukunft der Schule ist der Kampf um 
die Zukunft der Nation. Wenn wir für eine 
andere, eine freiere, eine frohere Schule ins 
Feld ziehen, dann erfüllen wir eine nationale 
Pflicht. Denn im Wettstreit der Völker wird 
jenes obSiegen, desSen Jugend den Anfor- 
derungen des Jahrhunderts das geeignetste 
Rüstzeug entgegenbringt, und kein Volk darf 
daher die mahnende Stimme überhören, die 
aus der Abwandlung eines bekannten Sprich- 
worts klingt: Sag mir, wie du deine Jugend 
erziehst, und ich will dir Sagen, was aus 
dir wird. 
Geheimrat Prof. Dr. W. OSstwald be- 
grüßt die Beziehungen zwiSchen „Schule 
und Idealismus“. ZwiSchen unseren Un- 
terrichtseinrichtungen, wie Sie Sind und wie 
Sie Sein Sollten, ist - So klagt er - ein 
großer Unterschied. Die „rückständigste aller 
unserer Schuleinrichtungen, das philolo- 
giSche Gymnagium“, weist auf Vergangen- 
heitsideale hin, während doch die Ideale in 
der Zukunft liegen. Aufgabe der Schule muß 
es Sein, die Kultur der Zeit auf den Nach- 
wuchs zu übertragen und diesen fähig zur 
Kulturerweiterung zu machen. Nach einer 
temperamentvollen Klage über die ungenü- 
gende Bewertung der WissSensSchafit der 
Pädagogik (die ordentlichen ProfeSsSuren da- 
jür in Deutschland Sind an den Fingern 
einer Hand herzuzählen) wirft der Vertreter 
der Energetik die Frage auf, wie Sich die 
allgemeineren WisSensSchaften zum Problem 
 
der Kindererziehung verhalten. Jeder Schü- 
ler iSt ein energetisches SyStem; ohne den 
genügenden Energievorrat im Leibe kann er 
keine Arbeit leisSten. Neben den energeti- 
Schen und biologischen WisSensSchaften be- 
darf der Jugendbildner der PSychologie. 
Noch herrscht in der Schule die Anschau- 
ung der Bauernmedizin: Je Scheußlicher 
das Ding Schmeckt, desto besser. Ein un- 
ermeßlicher Strom von Schmerz Kommt aus 
dieser verkehrten Orientierung. Je froher es 
in der Lehrstunde zugeht, desto reicher 
kehren die Kinder zurück. Es gilt eine 
versftandsmäßig wissenschaftlich begründete 
Stellung zur Schule zu nehmen. 
Wilbelm Bölsche behandelt Schule 
und Yererbung. Die Schule, die die 
Theorie des leeren Blattes vertritt, das be- 
Schrieben werden muß, übersieht, daß die 
Kinder mit verschieden vererbten Anlagen 
des Gehirns zu ihr kommen. Ansgtatt diese 
Veranlagungen (es brauchen durchaus keine 
großen Talente zu Sein) zu pflegen, Sucht 
Sie eher zurückzudrängen. Wir wollen, So 
Schließt Bölsche Seine oft von lebhaftem 
Beifall begleiteten Ausführungen -- den 
Schülern nicht das Leben verärgern; die 
Schule der Zukunft wird das leuchtende 
Zeichen der Kultur über Sich tragen. Prof. 
Dr. J. Petzold gibt darauf einen anregen- 
den Einblick in Seinen Plan der „Sonder- 
Schulen für Begabte“, indem er betont, daß 
wir die günstigsten Entwicklungsbedingungen 
für die Kulturschöpfer Schaffen mügsgen. 
Für die Begabten zu Sorgen Sei bessSer, als 
für die Schwachen; im übrigen müsse jeder 
nach Seinen Kräften ausgebildet werden. 
Dr. G. Wyneken, Begründer der freien 
Schulgemeinden, Sucht diese als den neuen, 
unserer Kultur entsprechenden, aber noch 
weiter entwicklungsfähigen Schultypus zu 
kennzeichnen. Lehrer und Schüler baben 
eine Gemeinde zu bilden, in einer Front zu 
Stehen, Kameradschaftlichkeit im objektiven 
Sinne zu pflegen. Mit dem WunsgSche, daß 
die neue SchulverfasSung nicht mehr in 
einem abgelegenen Waldwinkel verborgen
	        

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