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Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)

Periodical

Persistent identifier:
025857193
Title:
Der Säemann
Subtitle:
Monatsschrift für pädagogische Reform
Document type:
Periodical
Publisher:
Teubner
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2142586-3
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
025857193_0006
Title:
Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912
Shelfmark:
02 A 1158 ; RF 537
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1912
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Rückblick und Ausblick
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0689490
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Der Säemann
  • Der Säemann : Monatsschrift für pädagogische Reform - 6.1912 ([N.S.]3)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Lehrerfreuden neuen Stils
  • Reformerlasse des Preussischen Kultusministeriums
  • Hellerauer Schulpläne
  • Vom Abweisen der Kinder
  • Betrachtung zweier Bildnisse
  • Die neue Hochschule für Frauen zu Leipzig
  • Internationale Hygiene-Ausstellung und Erziehungsgedanke
  • Mitteilungen
  • Stimmen des Tages
  • Rückblick und Ausblick
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
RÜCKBLICK UND AUSBLICK 
47 
 
RÜCKBLICK UND AUSBLICK 
PÄDAGOGISCHE VORURTEILE 
Die körperliche und geistige Schwerfällig- 
keit des GreiSses und Seine Abneigung, Sich 
neuen, Starken Eindrücken und Erfahrungen 
auszusSetzen, haben ihre deutlich erkennbaren 
phySiologischen Gründe. Ebenso die extreme 
Beweglichkeit des Kindes, Seine Sprühende 
Lebhaftigkeit und Sein maßloser Hunger nach 
neuen Erlebnissen. Was dem Alten als Qual 
und Gefahr ersScheint, das ist dem Jungen 
reine Lebenslust. Da er von dem Zustande 
des Greises keine Erfahrung hat, kann er 
diesen Zustand Schwerlich klar und tief fasSen. 
Dem Alten hingegen läge es ja nahe, Sich 
die Eigentümlichkeiten junger Leute als gleich- 
artig mit Seinen eigenen in jüngeren Jahren 
vorzustellen. Aber diese Scheinbar 80 ein- 
fache intellektuelle Handlung Stößt in der 
Regel auf So große innere Schwierigkeiten, 
daß das Alter die Jugend nicht Selten ebenso 
verkehrt oder vorurteilsvoll auffaßt, wie es 
- von ihr beurteilt wird. 
Der Alte hat wohl Selten Seine Jugend 
ganz vergessSen, aber er hat oit vergessSen, 
wie er in Seiner Jugend fühlte und was er 
damals ersehnte. Der äußeren Begebenheiten 
aus Seinen Kinder- und Jugendjahren ent- 
Sinnt er Sich zum Teil mit großer Klarheit. 
Dagegen Schließen die gegenwärtigen grei- 
Senbaiten Gefühls- und WillensStimmungen 
die Möglichkeit einer Reproduktion der Le- 
bensstimmung des Jungen in nicht geringem 
Maße aus, Sie drängen Sich in die Auffas- 
Sung, die der Greis von der Jugend hat, 
hinein und verfälschen diese AuffasSung durch 
die ungereimten Vorurteile, daß die Jungen 
ein dem der Alten ähnliches inneres Leben 
baben könnten oder haben müßten. Die gegen- 
wärtige Jugend wird für „Schlecht“ erklärt, 
weil Sie nicht innerlich alt ist. „In meiner 
Jugend war das anders“ -- und hierbei Stellt 
man „meine Jugend“ ganz anders „alt“ dar, 
als Sie in Wirklichkeit war. Außerdem wer- 
den rein perSönliche Eigentümlichkeiten wie 
 
generelle Kennzeichen behandelt. Die rein 
individuellen Temperamentszüge, .deren Sich 
der Greis aus Seiner eigenen Jugend erinnert, 
werden als allgemeingültige, notwendige 
Tugenden aller jungen Leute glorifiziert und 
zu gleicher Zeit einige wertvolle perSönliche 
Eigenheiten der Jungen, die der greise 
Richter unmittelbar vor Sich hat, gänzlich 
übergehen. 
Und nicht allein dies. Die Veränderungen 
in den Lebensverhältnissen und in dem Grund- 
ton des Seelenlebens, welche in der Gegell- 
Schaft beständig vor Sich gehen und Schließ- 
lich eine Kulturperiode klar erkennbar von 
der anderen Scheiden, entziehen Sich oft der 
Beurteilung der Älteren. Man erinnert Sich 
des LebensStiles Seiner eigenen Jugend, er- 
mangelt aber der Fähigkeit, die Formen des 
Lebens So, wie Sie jetzt Sind, klar und richtig 
aufzufasSen -- denn dazu wäre eine Jugend- 
kraft der Seele erforderlich, die längst ent- 
flohen ist. Daher erscheint das Gegenwärtige 
wie eine bloße Karikatur einer Kulturform -- 
wie eine Karikatur derjenigen Kultur, welche 
die Jugendzeit des Greises beherrschte. Wie- 
der ist die Jugend „entartet“, und wieder 
haben Sich „die Zeiten versSchlechtert“. 
Das hier über die extreme phySiologiSche 
VersSchiedenheit zwiSchen Jungen und Alten 
Gegagte läßt Sich natürlich in gewissem Maße 
auf alle phySiologisch markierten AlterSunter- 
Schiede innerhalb der Bevölkerung anwenden. 
Diese teilt Sich in AltersklasSen, welche phy- 
SiologiSch bedingte Gruppen miteinander in 
der LebensStimmung Sympathisierender, ein- 
ander gegensSeitig „verstehender“ Gesell- 
Schaftsmitglieder bilden. Zwischen den Grup- 
pen dagegen ist es mit dem gegensSeitigen 
Verständnisse der Gefühle, Bestrebungen und 
Grundanschauungen oft recht kläglich be- 
Stellt. Was die Mitglieder derselben Alters- 
klasSe Sozial anzieht, das Stößt Sie oft von 
Mitgliedern anderer Altersklassen zurück. 
Schon in der Schule, wo die Kinder im
	        

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