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Ethische Kultur - 4.1896 (4)

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Bibliographic data

fullscreen: Ethische Kultur - 4.1896 (4)

Periodical

Persistent identifier:
026397595
Title:
Allgemeine Schulzeitung
Document type:
Periodical
Place of publication:
Darmstadt
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2159249-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
026397595_0021
Title:
Allgemeine Schulzeitung - 21.1844
Shelfmark:
AD 3444 ; 02 A 1337
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1844
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 31
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Deutsche Sprache
Subtitle:
(Fortsetzung)
Author:
Weigand, D.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0615977
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Ethische Kultur
  • Ethische Kultur - 4.1896 (4)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
    Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)
  • Heft 49 (49)
  • Heft 50 (50)
  • Das staatserhaltende Krämertum und die Konsumgenossenschaften
  • Marx gegen die Marxisten: (Schluß)
  • Kunst, Individualismus und Ethik
  • Ethische Sonntags-Schulen in London
  • Die wirtschaftliche und sozial-ethische Bedeutung in der Frauenfrage
  • Vermischtes
  • Sprechsaal
  • Anzeigen
  • Heft 51 (51)
  • Heft 52 (52)

Full text

Ericheint 
jeden Sonnabend. 
Rreis viertelj. 1,60 M. 
Man abonniert bei allen 
Buchhandlungen 
und Poſtanſtalten, 
Poſt-Zeitungösliſte 
Nr. 2224. 
 
Snferate: 
Die viergeipaltene 
Betitzeile 40 Pf. 
Annahme in allen 
Annoncenhureauxr 
und in der 
Expedition 8W., 
Zimmerſtraße 94. 
m omerrenen 
Wocdcenj<rift für jozial-ethiſche Reformen. 
Begründet von Georg von Gizycki. 
Herausgegeben von Dp. Tr. W. Foerſter. 
 
Derlag: Ferd. Dümmlers Derlagsbuchhandlung, Berlin ZW. 12, 
Zimmerſtraße 34. 
   
 
 
 
 
> * . [4 
1V. Jahrgang. | Zerlin, den 12. Dezember 1896. Rr. 30. 
=== Abdrudc: ift nur mit volltändiger Quellenangabe geſtattet. d=--- 
IUhalt: Das ſtaatserhaltende Krämertum und die Konſumgenofſenſchaften. =-- Marx gegen die Marxiſten. Von IJ. Platter. (Schluß.) = Kunſt, Indivipualismus und 
Cthif. Von Nobert Seidel. = Ethiſche Sonntagsſchulen in London. - Die wirtſchaftliche und ſozial-ethiſche Bedeutung in der Frauenſrage. Von Irma v. TroläBoroftyäni. 
= Vermijchtes. =- Sprechſaa1: Zur Frage der Internationalen Schied8gerichte. Von V. Horinek. 
Das ſtaatserhoaltende Krämertum und die 
Konſumqgenoſſenſchaften. 
Der franzöſiſche Geſchichtsſchreibex Tocqueville hat es mit 
Recht als die verhängnisvollſte Verblendung der franzöſiſchen 
Monarchie vor der Revolution bezeichnet, daß ſie alle die kleinen 
Selbſtverwaltungsorganiſationen des Landes in die Staat8allmacht 
auſjog und damit das Volk aus den kleineren Lebenskreiſen her- 
aushob, die den Einzelnen organiſch mit dem Beſtehenden ver- 
binden. Von einer ähnlichen Verblendung ſind zur Zeit die 
regierenden Kreiſe in Deutſchland ergriffen = vor allem im 
Königreich Sachſen. Die hoffnungsvollſten und friedlichſten 
Anjäße der Selbſtverwaltung und Selbſthilfe, die Konſum- 
genoſjenjc<haften der Arbeiter, ſind dort jezt durch eine kommunale 
Umjaßſteuer mit dem Untergang bedroht. 
welche die Vertreter der ReichSregierung und der jächſiſchen 
Regierung im Reichs8tage dieſem Vorgehen zu teil werden ließen, 
darf als das Außerſte bezeichnet werden, was in den leßten Zeiten 
an jtaatsmänniſcher Kurzſichtigkeit geleijtet worden iſt. Um einer 
Kommune den „Mittelſtand“ zu erhalten d. h. etwa 25 Krämern 
die Eigenſchaft der „ſelbſtändigen Exiſtenz“ zu ſichern, will man 
eine Organiſation zerſtören, die 5000 Arbeitern nicht nur eine höhere 
LebensShaltung ermöglicht, ſondern ſie zugleich zu einer pädagogiſch 
unjc<häßzbaren praktiſchen Arbeit an der rationellen Umgeſtaltung 
der heutigen anarchiſchen Güterzirkulation vereinigt. Man will 
dadurch Steuerverluſte wieder aufbringen, die durch das Ver- 
j<winden der kleinen Händler cutſtanden ſind und überſieht völlig, 
daß eben dieſe neuen Organiſationen die Träger eines werdenden 
neuen Mittelſtandes ſind, der eine geſundere materielle Grundlage 
und eine reinere moraliſche und geiſtige Aimoſphäre für jedes Ge- 
meinwejen bilden wird, als das in erbitterter Konkurrenz um ſein 
Leben kämpfende Krämervolk. Mit dieſer Art von Mittelſtands- 
politik zeigen die Regierungen, daß ſie gegenüber der gewaltigen 
ſozialen und ökonomiſchen Entwickelung der Gegenwart thatſächlich 
abgedankt haben und nicht mehr die Leitenden und Vorſchauenden, 
ſondern die Regierten ſind -- die ratlos dem Strom zuſchauen und 
ſtatt freie Bahn zu ſchaffen und den Lauf zu regulieren nur 
für die allernächſten Augenblicke ein trockenes Plätzchen ſuchen: 
dieſes Plätzchen iſt der ſogenannte Mittelſtand, d. h. heute die 
rebel niedergehender Wirtjſchaftsformen und vergangener Leben3- 
mbole. 
7 Werfen wir einen kurzen Bli auf den Stand der Genoſſen- 
jchaftSbewegung in den anderen Ländern, um die verhängnisvolle 
Bedeutung dieſer Politik klar zu legen. 
„zu England erbliken die leitenden Staat8männer in den 
Konſumgenoſſenſchaften, die zwei Millionen engliſcher Arbeiter 
umfaſſen, eine unſchäßbare Schule moraliſcher und politiſcher 
Erziehung. Der frühere Premierminiſter Lord Roſebery nannte 
den Genoſſenſchaftsverband einen „Staat im Staate“ und begrüßte 
ihn als ein Zeichen dafür, daß die Zukunft nicht der Revolution, 
ſondern der Organiſation: gehöre. Die Geſchichtsſchreiberin der 
britiſchen Genoſjenſchaft8bewegung, Mrs. Webb, erklärt uns die 
tieſe Berechtigung dieſer Stellungnahme. Sie ſagt: 
„Wir ſehen vor uns eine ſichere Weisſagung kommender Zeiten 
-- ein Kind der Verheißung -- den „Staat im Staat'. Denn der 
“ Geiſt ſozialer Pflichterfüllung iſt bereits lebendig unter den Beamten 
Die Rechtfertigung, ; 
 
der Genoſſenſc<aft8bewegung. Gerade dieſes Bewußtſein, einer großen 
Geſamtheit zu dienen, dieſer Stolz in der Förderung einer edlen Sache, 
dies iſt es, was den moraliſ<hen und geiſtigen Abgrund zwiſchen 
zwei Derjelben Beſchäftigung angehörenden Klaſſen von Menſc<en 
aufweiſt, zwiſchen den Inhabern der Kramläden auf der einen und 
den Beamten der Konſumvereine und Großhandel38genoſſenſ<aften 
auf der andern Seite. Während beharrliches Jagen nach kleinlichem 
Gewinn, engherzige Vorurteile und eine illiberale Politik die De- 
tailliſten al5 Klajſe kennzeichnen, ſind Gemeinſinn und ein großherziges 
Crfaſſen ſozialer ökonomiſcher Fragen die gewöhnlichen Cigenſ<afien 
des Genoſſenſ<aftsSbeamten.“ 
Ciner UArtikelreihe, die ich früher einmal in d. Bl. über die 
englijchen Genoſſenſchaften veröffentlicht habe, entnehme ich folgende 
Darſtellung: 
Der Güterumſaß der Großhandel8genoſſenſ<afien übertrifft an 
Umfang denjenigen der größten kaufmänniſchen Firmen. Sie beſipven 
eine ganze Rethe üÜberſfeeiſ<er Dampfer und haben Einkaufsniedexr- 
laſjungen 3. B. in Hamburg, Kopenhagen und New-York. Geradezu 
großartig ijt die Niederlaſſung der engliſ<en Großhandelsgenoſſen- 
I<haft zu Mandeſter, welche ein ganzes Sirazenviertel umfaßt: 
Rieſige mit allen Errungenſc<afien der Neuzeit ausgeſtaiteie Waren- 
häufer und Geſchäfislofale mit einem eigenen weitausgedehnten Bank= 
gej<äſft, einem großen Verſammlungsfaal u. j]. w. Die aufge- 
jpeicherten Waren, eingeteilt in die Abteilungen der Rahrungsmitiel, 
der Kleidung ':und des HauSsgerätes, ſind nur Rroben, auf Grund 
deren die BVertreier der im Lande zerſtreuien Konſumvereine ihre Be= 
ſtellungen maden, und dieſe Proben allein füllen Räume von einer 
Ausdehnung, wie ſie ſonſt die Vorratslager ſelbſt der größten kauf= 
männijhen Firmen nicht erreichen. Gewöhnlic< bezieht die Groß= 
handelsgenoſjenſ<hafi ihre Vorräte direkt vom Großproduzenten, einen 
immer wachjenden Teil der Waren produzieren ſie ſelbſt. Sie beſigt 
große eigene Fabriken auf dem Gebiete der S<huh=, Seifen-, Bi3quit- 
und Bekfleidungsinduſtrie. Die Hemdenfabriken der ſc<ottiſ<en 
Großhandelsgenoſſenſ<haft beſchäftigen allein über tauſend Arbeiter. 
Sie verſorgen damit die Bergleute der ſc<ottiſmen Grubendiftrikte. 
Dieſer große und geſicherie Abſaß ermöglicht ihnen, irogß der Kon- 
kurrenz des berüchtigien Schweißtreiberſyſtem3 in der Bekleidung3- 
induſtrie, ihren Arbeitern hohe Löhne und geſundheit38gemäße Arbeit3- 
räume zu gewähren. Die RProduktivanſtalten vollenden die Bedeutung 
des konjumgenoſſenſ<afilihen Syſtems al38 eine3 Anfanges einer 
völlig ſozialiſtiſchen und demokratiſ<en Ordnung des Prozeſſe3 der 
Gütererzeugung und Güterverteilung: Bezahlie Beamte, gewählt und 
kontrolliert durc< die Vertreter der konſumierenden Geſamtheit, be= 
treiben die Arbeit der Produktion und de3 Umſages für dieſe im 
Beſige der Produktionsmittel befindlihe Gemeinſchaft. Der paraſitiſche 
Brofit des Geſchäft3vermittler8 verwandelt ſich in Verbilligung der 
Sebenömittiel und in höhere Entlohnung der wirklihen Arbeit. Das 
Gehalt der Genoſſenſc<afts5beamten erhebt ſiß von den 40 Mark Wocen- 
lohn des KonſumvereinsSverwalter38 auf dem Dorfe bis zu den 8000 
Mark JahreSeinnahme des Abteilungsvorſtande38, der oft genug weite 
Reiſen zur Erkundigung der beſten Cinkaufsgelegenheit machen muß. 
Und alle dieſe Rieſenorganiſationen ſind geſchaffen, alle dieſe Beamte 
ſind angeſtellt von Geſellſ<aften, deren Mitglieder in ihrer großen 
Mehrzahl von der Ginkommenſteuer befreit ſind, weil ihr Einkommen 
die geſezliche Minimalgrenze nicht erreicht! . 
Über die Bedeutung der genoſſenſchaftlichen Organiſation für 
die Verbeſſerung der Arbeit8bedingungen ſagt Mrs8. Webb Fol- 
gendes: 
„Wer könnte no< zweifeln, daß die HauSinduſtrieen und die 
leinen Werkſtätten das größte ſoziale und ökonomiſche Hindernis für 
das Gedeihen und die Dauerhaftigkeit des Gewerkverein3 ſind? Ver-
	        

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