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Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 12.1860 (12)

Zugriffsbeschränkung

Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

Objekt: Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 12.1860 (12)

Zeitschrift

OPAC:
026397595
Titel:
Allgemeine Schulzeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Darmstadt
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2159249-4
Zugänglichkeit:
Siehe Bände

Zeitschriftenband

OPAC:
026397595_0021
Titel:
Allgemeine Schulzeitung - 21.1844
Signatur der Quelle:
AD 3444 ; 02 A 1337
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsjahr:
1844
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Zugänglichkeit:
Open Access

Zeitschriftenheft

Titel:
Heft 113
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Zugänglichkeit:
Open Access

Rezension

Titel:
Rezension
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Rezension
Sprache:
Deutsch
Sammlung:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0617063
Zugänglichkeit:
Open Access

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Allgemeine deutsche Lehrerzeitung
  • Allgemeine deutsche Lehrerzeitung - 12.1860 (12)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4/5 (4/5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17/18 (17/18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30/31 (30/31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Protokolle der 11. allgemeinen deutschen Lehrerversammlung
  • Briefe aus der Schulwelt
  • Herr Rektor Schaubach in Meiningen
  • Feuilleton
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)
  • Heft 49 (49)
  • Heft 50 (50)
  • Heft 51/52 (51/52)

Volltext

286 
Briefe aus der Schulwelt. 
Antwort des Vaters an ſeinen Sohn Germanikus 
Latinus,. 
| Mein Sohn! 
So muß i< Dich nennen, obgleich Du mit Deinen 
Anſchauungen nicht einen Tropfen meines Blutes in 
Deinen Adern fließen haſtz Du erſcheinſt mir wie 
ein junger Kukuk, welchen ich in meinem Neſte habe 
groß ziehen müſſen. 
Wenn ich nicht irre, ſo war es au< Deine 
Kukuksſtimme, welche einſt in dieſem Blatte laut wurde 
und meine Briefe nach dieſem Orte gelenkt hat. Als 
„ich jene unglüdſelige Stimme an dieſem Orte ver- 
nahm, ſchüttelte ich mi< vor Unwillen und Ent- 
rüſtung über ſolche Mißtöne im pädagogiſchen Konzert- 
ſaale, und jeßt muß ich zu meinem Leidweſen erfahren, 
daß der Urheber jener Disharmonie ſi mein Sohn 
nennt, der den Muth hat, ſich mit ſeinen Anſchauungen 
vor mir rechtfertigen zu wollen. Doh, der Mohr 
iſt nimmer weiß zu waſchen, und darum will ich 
mic<h damit begnügen, Dir die Konſequenzen Deiner 
Anſc<auungen in ihrer Blöße vor die Augen zu legen; 
und wenn Dich dieſes nicht anders belehrt, ſv mögen 
Deine Götter Dir helfen ; ich kann es nicht, und mein 
Gott wird es nicht thun. . 
Deine Darlegungen in Deinem Briefe an mich 
beruhen auf zwei Grundſäken , ſie heißen 
1) ic< muß fremde Sprachen lernen, weil die Wiſſen- 
ſchaften, welche meinen und den Lebenskreis 
meiner Schüler beleuchten ſollen, Ausdrücke in 
dieſen Sprachen gebrauchen z 
2) ih muß fremde Sprachen lernen, um Kinder 
benachbarter Gutsbeſiger und anderer Notabili- 
täten in den Anfängen dieſer Sprachen unter- 
richten zu können!!! 
Wenn man fremde Sprachen lernen muß, um 
Ausdrüce zu verſtehen , welche in den lebensfreund- 
lihen Wiſſenſchaften vorkommen, ſo mußt Du erſt 
Grie<hiſc<h lernen, um Botanik treiben zu können, denn 
„Chrysosplenium“ und viele andere Namen in der 
Botanik entſtammen der griechiſchen Sprache; und 
ehe Du Dich mit der Algebra beſchäftigen kannſt, 
mußt Du erſt Arabiſch lernen, denn das Wort „Algebra“ 
ſelbſt iſt aus der arabiſchen Sprache genommen. 
Wunderbar und rein närriſch iſt die Fur<t, daß 
Du, ohne fremde Sprachen gelernt zu haben, bei dem 
Studium einer jeden Wiſſenſchaft ſtetig ein aufge- 
ſchlagenes Lexikon vor Dir haben müſſeſt. Wenn Du 
fremde Sprachen lernſt, ſo mußt Du ein Gedächtniß 
für fremde Ausdrücke haben, und wenn Du ſie nicht 
gelernt haſt, dann ſollteſt Du für fremde Ausdrüce 
gar kein Gedächtniß und kein Verſtändniß haben ? 
Sieh, mein Sohn, dahin führt es, wenn man 
für falſche Behauptungen die Beweiſe mit den Haaren 
herbeizieht. Iſt Dir dieſes genug? ſonſt kann ich Dir 
no< mehr Mißgeburten aus Deiner Zeugung vor- 
führen! 
Daß Du übrigens auf ſo falſche Fährte gerathen 
biſt, finde ich ſehr erklärlich, da Du Dich zu ſolchen 
Rathgebern geflüchtet haſt, wie der Profeſſor E. einer 
 
iſt. Dieſer eingefleiſchte Philologe und alterthums- 
ſtolze Literat behauptete einmal alles Ernſtes vor 
ſeinen Sekundanern, daß Niemand richtig Deutſch 
ſchreiben könne, der nicht Latein und Griechiſch gelernt 
habe; er lehrte eben dieſe Sekundaner, daß ſie Niemanden 
auf der Straße zu grüßen brauchten, der nicht die 
Alten kenne und ſtudirt habe; denn die ganze nicht- 
ſtudirte Menſchheit mache den „Janhagel “" aus. Dieſer 
Profeſſor E. würde alles Erpſtes einem Schuſter rathen 
können, um ſein Handwerk gründlich zu verſtehen, 
müſſe er erſt Griechiſch treiben. 
Wenn es ferner wahr wäre, daß der Volksſchul- 
lehrer daSjenige lernen müſſe, womit er dem Bildungs- 
bedürfniſſe der Kinder ſogenannter Notabilitäten dienen 
könne , ſo müſſeſt Du, unglülicher Sohn, au< noch 
ſchulgerecht tanzen und reiten lernenz denn benach- 
barte noble Perſönlichkeiten beanſpruchen ſolche Geſchi>- 
lichkeiten eben ſo ſehr für ihre Kinder als die Anfangs- 
gründe fremder Sprachen. Als Tanzmeiſter und Reiter 
würdeſt Du alſo au<z Deinen Nebenmenſchen nüßlich 
werden können. =“ Du ſiehſt, wenn man auf dem 
von Dir betretenen Wege fortginge, ſo würden Volks- 
ſchullehrer und Seminarien überhaupt keine Grenzen 
für ihre Berufsthätigkeit mehr finden; die Aſpiranten 
zum Volksſchuldienſte würden noM; mehr als jetzt 
Univerſaltalente ſein müſſen und die Seminarien 
Univerſitäten in der weiteſten Bedeutung des Wortes. 
Wir können nun einmal nicht Alles wiſſen und Alles 
lehren, und darum wollen wir uns mit dem begnügen, 
was Jedermann noththut und frommt. Mag die 
Elite, welche den Kopf über das Volksniveau erheben 
will, zuſchen, wo ſie dasjenige findet, was ihrem 
Ho<hmuthe noththut und ihr den Kopf mit Glanz 
umhüllt, womit er emporragen ſoll aus dem Niveau 
der Volksbildung. 
Freilich iſt es wahr, die Elite beſitzt den Göken 
der Erde, und der arme Volksſchullehrer kann am 
erſten in ihrem Privatdienſte einige Thaler an ſich 
- bringen ; aber der Menſch lebt ni<t vom Brod allein, 
und der Volksſchullehrer ſoll vor Allem ein <riſtlicher 
Lehrer ſein, der nach dem Beiſpiele ſeines Heilandes 
Alle an ſeinen Tiſc< ladet, die da hungrig und durſtig 
ſind, wo er ihnen die Speiſe reicht, die zum wahren 
geiſtigen Leben führt. Er ſoll aber nicht der Un- 
<riſtlichfeit die Hand reichen, daß er dasjenige dar- 
reicht, womit der Einzelne ſi<ß brüſten kann vor der 
großen Zahl ſeiner Brüder: er ſoll der Allgemeinheit 
und nicht der Ausſchließlichkeit dienen. So iſt mein 
Geiſt und ſo iſt mein Gott! Kannſt Du Dir meinen 
Geiſt aneignen und ſo meinem Gott dienen, ſo ſei 
auch ferner mein Sohn, und ich verbleibe 
Dein getreuer Vater. 
 
O2 
Herr Rektor Schaubach in Meiningen 
ließ in Nr. 29 der Allg. d. Lehrerzeitung einige jener 
perſönlichen Freundlichkeiten vom Stapel, die ſelten der 
Sache , für wel<e man kämpft, zu Gute kommen. An 
mir tadelt er „ſchroffe, e>ige Sätze", bei den Sprechern 
der Lehrerverſammlungen „grau in grau gemalte Ge-
	        

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