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Arbeiter-Jugend - 4.1912 (4)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 4.1912 (4)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0004
Title:
Arbeiter-Jugend - 4.1912
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1912
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 11
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Arbeitsschule
Author:
Zimmermann, B.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0566467
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 4.1912 (4)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Arbeitsschule
  • Die Ueberproduktion
  • Wie ich in der Prüfung "Sehr gut" bekam und doch nichts konnte
  • Die Verdauung
  • Die österreichische Jugendorganisation
  • Kriegsspiel!
  • Vom Kriegsschauplatz
  • Die Gegner an der Arbeit
  • Fremdwörter
  • Mutter, sei froh!
  • Pfingstmorgen
  • Der Brief und seine Geschichte
  • Schule
  • Der Geburtstag
  • Allerhand kurzweil
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)

Full text

 
 
2% 
Erſcheint alle 14 | Tage. 
Preis der Einzel -Nummer 10 Pfennig. 
Abonnement vierteljährlich 50 Pfennig. 
Eingetragen in die Poft-Zeitungsliſte 
Nr. 11 Berlin, 
Urbeitsſc<ule. 
er fennt nicht jenc3 eigentümliche Gefühßl, das uns DiS- 
weilen mitten in der Arbeit überfällt, wenn auf einmal 
alle Schwierigkeiten mit einein Schlag gehoben ſind, wenn 
wir das Material gleichjam - ſpielend überwältigen, wenn das 
"Rerfzeug mit der Hand zu verwachjen ſcheint und Leitungen 
vollbracht werden, die man eigentlich von uns gar nicht erwartet 
nätte? Die Natur gibt uns in ſolchen Augenblicken eine liigere 
öſntwort auf unſere Frage: „Warum muß 1c< arbeiten?“ als all 
die Uralten Märchenbücher. 
Dieſe Antwort aber lautet unzweidcutig: „Arbeit iſt mit- 
ichten Schande und Strafe! Im vollen Beſitz feiner körperlichen 
nd geiſtigen Kräfte gleicht der Menſ< ener hohgejpann- 
ren Dynamomaſchine, die naß Entladung, nach Entjpannung 
zittert. Arbeit wird dieſe Entladung für Menſch und Maſchine 
Fenannt. Und nicht in äußeren Urſachen allein, in Jot und 
Sunger ift der ſtärkſte Antricb zur Arbeit zu ſuchen, jondern in 
Im inneren Drang nach Betätigung der körperlichen und geiſti- 
an, der organi) igen Kräfte!“ 
Wenn der Herr Poſtdirektor zur Förderung ſciner GC Gef undhbeit 
im Nervenfan atorium Sols ſägen muß und der Herr NRechnungs- 
rat im Sommer auf der Alm ſich bemüht, mit einer ce<ten Senſe 
ivirfliches Gras zu mähen, fo verrichten ſie auch körperliche Arbeit. 
Zie ſind dazu gezwungen, venn der unterdrückte Körper hat ſich 
endlich gerächt: das blutüberfüllte Gehirn weigert ſich, fürderhin 
„Dienſt zu tun“. Um de3 ſpäteren Berufe3 willen haben ſie ſich 
"hon in langer Scalzeit durch einſeitige Kopfarbeit den kind- 
ichen Bewegungs8trieb verküimmern laſſen. Jeßt aber greifen 
fie zur verachteten körperlichen Arbeit, um „ini Schweiße ihres 
Angeſichts" die gequälten Nerven zu beruhigen und das Blut voin 
Gehirn naß dem vertrockneten Herzen zurückzuführen. Körper- 
iiche Arbeit al38 leßte3, verzweifeltes Mittel vor dem Zuſammen- 
 
bruch de3 Körper3 und Geiſte = das iſt das Ergebnis ihrer 
Weltanſchauung und Geſellſhaft3ordnung. 
Aber wir anderen = müſſen wir uns nicht entſchieden 
abwenden von dieſer angeblich für die Cwigkeit beſtimmten „DOrd- 
nung“ der Verhältniſſe? Müſſen wir nicht mit aller Energie eine 
beſſere Zukunft herbeizuführen trachten, in der für alle Menſchen 
die Arbeit wieder im Mittelpunkt des Lebens8 ſteht, im der die 
verhängni8volle Trennung zwiſchen geiſtiger und körperlicher 
Tätigkeit aufgehoben iſt und die harmoniſche Ausbildung aller 
Kräfte des Menſ<en Inhalt und Zwe> ſchon der Erziehung 
au8macht ? 
Ueber dieſe38 ſozialiſtiſche Bildungs8ideal wird in den Leit- 
jäßen, die auf dem Mannheimer Parteitag der deutſchen Sozial- 
demokratie zu dem Thema: „Volkserzichung und Sozialdemo- 
fratie“ aufgeſtellt wurden, gejagt: 
„Da der Sozialiwmus8 . . . . +. die Arbeit aus der verachteten 
Niedrigkeit von heute erheben und zu einer Quelle des Glüc>s und 
Der Freude geſtalten will, ſo wird auch für die Erziehung in der 
ſozialiſtiſchen Zukunft die „Arbeit“ die Grundlage und zugleich das wert«- 
vollſte lebenertedende, zu ſozialer Geſinnung erziehende Element bilden.“ 
Wie wird nun aber dieſe zukünftige Arbeit8ſchule im ein- 
zelnen ausſehen? Auf dieſe Frage, die ſich mancher unſerer Leſer 
ſc<on geſtellt haben mag, hat Genoſſe Heinrih Sc<hulz zum 
erſten Male verſucht, eine ſyſtematiſ<e Antwort zu geben. Im 
[olgenden wollen wir un8 nach dem VWlane, den er in ſeinem Buche 
„Die Schulreform der Sozialdemokratie“ entwickelt, in die Lage 
eines ſolchen glücklichen Zukunfts8ſchüler3 verſeßen. -- 
25. | Mai 
 
Expedition: Buchhandlung Vorivärts, Paul 
Singer G. m. b. H., Lindenſtraße 53. Alle Z t= 
ſchriften für die "Redaktion ſind zu richten 
an Karl Korn, Lindenſtraße 3, Berlin S2. 03 
| 1912 
Wir find erſt vier zahre alt. So lange waren wir beit 
„Muttern“, aber ihr wurde unſer Tätigkeitsdrang ſc<ließlich doch 
zu bunt und jet beißt es furz und bündig: „Marſ<, in die 
Sdcule!“ So wandern wir, Knaben und Mädchen Hand in Hand, 
aufuünftige Philojophen, Maichinenichreiber und Bürſienbinder 
ohne Ausnahme der neuen „Schule“ zu, einem großen Kinder- 
garten, der uns für drei Jahre aufnehmen joll. Gelerni wird 
hier zum Glück noch nichts, kein Stäbchenlegen und feine frommen 
Sprüchlein. Wir machen uns nur durch Muſif und Spiel, durc 
Be-greifen „and Be-arbeiten mit vielerlei Dingen und Werhält- 
niſifen des Lebens befannt, die uns zu unaufhörlichen Sragen 1110 
Handlungen reizen. 
Immer heftiger wird uner Verlangen na Beirie 
unterer Nengicrde, nach Beantwortung Unicerer Sagen, b15 es 
uns hinaus treibt aus dem großen gindergarten. Bir juchen den 
Baum der Erkenntnis auf einer höheren Arbeitäſtufe, ivo das 
Lernen beginnt, die eigentliche „Kopfarbeit“, die aber von Spidil, 
WMutit und „Sandarbeit“ nicht getre: int üt. 
Die CGleomeontarichüle gibt uns Antwort auf uner; 
Fragen. Viclleicht lernen wir dort chon die Kurzichrift und das 
ABC der Zutunft: Siprac<e Civeranio. Wir ſehen die Länder 1und 
Volker der Erde im Panorama an uns vorüberziehen und hören 
die Stimme Spon Hedins und des Nordpolfahres Peary aus dem 
Schallrohr der Sprechmaſichinen. Ueber Tito fope gen wir 
gebeugt, das Leben im Watſiertropfen zu beobachten, und der 
Kinoreflektor zeigt uns im keimendon Roggenforn und in der 
befruchteten Eizelle die Entſtehung dieſes Lebons. Wir leiten in 
der Waſchimenhalle die elektriſche Kraft durch uniere Botricb3- 
modelle, wir treiben unſere leichten Boote gegen Wind und Wellon 
dem Badeplaße zu, und mancher helle Sternenabend ſieht au 18 vor 
jammelt, das Cntitehen und Vergehen der Welten zu ahnen =- 
b13 die erſte T 
12: GG 
digung 
“ 
(2 
Trennungsſtunde Ichlägt. 
Es hat ſich nämlich im Verlauf dieter 1c<s Elementarjahre2 
immer beſtimmter herausgeſtellt, daß ein Teil von uns, die zU- 
Einftigen Handarbeiter, mehr körperliche Kraft, Gewandtheit und 
praktiſchen Sinn entwickelten, während bei den Kopfarbeitern die 
prachliche Begabung und die Neigung zum Nacharübeln über 
Crlebtes und Geſchaute3 mehr hervortraten. Alto trenien wir 
uns leßt. 
In der praktiſchen Abteilung der Mittelſ<Hule erkalten 
dic Handarbeiter ihre beſondere Berufsausbildung, wie fie heute 
dur< Fortbildiung3-, Fach- und Werkmeiſterihulen odor durch die 
Borufslehre nur unvollſtändig geboten wird. In der theoretiſchen 
Abteilung der Väittelichule werden die Kopfarbeiter im die ZU- 
jammenhänge der Vorſtellungen und Ideen eingeführt und lernen 
die Methoden des wiſſenſc<aftlichen Arbeitens näher kennen. 
Doch forat die biöherige Ansbildung ihrer körperlichen An- 
lagen ſ<on dafür, daß auch der Leib zu ſeimem Yicchte kommt. 
Da wird kein Knabe mehr, „gar emſig bei den Büchern“ ſiten, 
wenn die Sonne ſcheint und die Vögel an das Fenſier pien! An 
den Regentagen und an den langen Winterabenden iſt noc<h immer 
Zeit genug dazu. 
Und ihr Praktifer habt aunc< nicht eure Geiſtes Träfte ſec<h3 
Jahre lang umſonſt entfaltet! Die bisberige Uebung im Prüfen 
und Ueberlegen hält auch weiterhin den Scharffſinn wach; denn 
es aibt noch viel Wege zu leichteren Arbeit3bedingungen und zur 
Krafterſparni8 aufzuſuchen. 
.Da3 iſt um ſo eher nötig, daß dieſe vier Mittelſichuljahre den 
Abſchluß der eigentlichen Schulzeit für die meiſten von euch bilden. 
Ihr ſeid dann „ſoweit fertig“; ihr ſollt euc< nun ſelber forthelfen,
	        

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