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Arbeiter-Jugend - 10.1918 (10)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 10.1918 (10)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0010
Title:
Arbeiter-Jugend - 10.1918
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1918
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 24
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Ein Geistesheld im Dienst des Volkes
Subtitle:
zum hundersten Geburtstag Max Bettenkofers
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0573816
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 10.1918 (10)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3/4 (3/4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Götzendämmerung und Morgenröte
  • Demokratie und Sozialismus
  • Unser Lehrgeselle Ladislaus
  • Jean François Millet
  • Ein Geistesheld im Dienst des Volkes
  • Geruch und Geschmack
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)

Full text

Armen 4 Jung m ms 9 in or ir - een zu - . . - =. 
ES R . LISCHEN - < - . .. . 
ST x .- 
Arbeiter- Jugend 
191 
 
 
 
Ganz befondere Sorgfalt ſchenkte er den Waſſerverſorgungs- 
verhältniſſen. Die Bedeutung der Zufuhr von reichlichem, reinent 
und wohli<cmedendem Waſſer für die Geſundheit einer Stadt hat 
er mit Nachdru> gelehrt und im Experiment bewieſen. Auch auf 
dieſem Gebiet verdankt ihm gerade München ſehr viel: die Ver- 
jorgung mit trefflichem Trinkwaſſer aus dem Gebirge. Die Studien 
über das Waſſer führten ihn in natürlicher Entwiklung zur Ers- 
Geruch und Geſchmak. (Schlun) 
em Gerud) verwandt iſt der Ge ſc<hma >. Daß da3 Volk viel- 
fach zwiſchen Jiiehen und Shmeden nicht 1icharf ſc<xidet, das 
geht darau3 hervor, daß es 3. B. in der Schweiz und in Schwaben 
im Volk8mund durchweg heißt: eime Blume „ſchmeckt“ angenehm, es 
„ic<medt“ nac) WGa38 uſw. Und ebenſo ſa3t man ganz allgemein, beim 
forſchung des Bodens, aus 
dem da3 Waſſer ſtammt, und 
fo ſchuf er auch auf dieſem 
Gebiet die Grundlagen für 
alles weitere Forſchen durch 
ſeine Unterſuchungen des 
Luftgehalts, der Waſſerdurc- 
läſſigkeit und der Verunreini- 
gung des Bodens. Eine der 
wichtigſten Fragen für die 
Geſunderhaltung einer Stadt 
iſt die Beſeitigung ihrer Ab- 
fallſtoffe. In allmählichem 
Fortſchritt der Erfenntnis kam 
Pettenkofer zu der Einſicht, 
daß Regelung des Abfuhr- 
weſens und möglichſte Aus- 
d: hnung der Kanaliſation die 
beſten Waffen ſind im Kampf 
gegen die Schädlinge, die in den 
Abfallſtoffen ſte>en. Jn Wort 
und Schrift warb er für ſeine 
Anſchauungen und hat es zu 
ſeiner Freude nod) erlebt, wie 
ſeine Gedanken m ſeinem ge- 
liebten Veünchenin dieWirklich- 
keit umgeſeßt wurden. Auch die 
Einführung des Schlachthaus- 
zwangs iſt ihm zn danken, -- 
Das alles ſind Dinge, die uns 
heute dur<aus nicht mehr al3 
etwas Beſonderes anmuten; 
ſie ſind ſo ſelbſtverſtändlich 
geworden, daß wir gar nicht 
mehr daran denken. Und doc) 
bedurfte es eines Yeannes wie 
Pettenkofer, um ſie durchzu- 
ſeen und damit die Geſumkd- 
heit des Volkes zu ſichern. Auf 
ſeinen Schultern haben alle 
Nachfolgenden weitergebaut. 
Dabei konnten hier nur 
die für das tägliche Leben 
wichtigſten ſeiner Arbeiten be- - 
rückſichtigt werden. Seine In= 
tereſſen gingen viel weiter. 
Er hat eine eihe wiſſenſchaft- 
licher Weihoden begründet. 
Er hat der Kunſt gedient, in- 
vem er heute noc< angewandte 
Methoden zur Wicederauf- 
friſ<ung alter Gemälde an- 
gab, indem er zwei im Alter- 
tum geübte, aber in Vergeſſen- 
heit geratene Arten des Gla8- 
fluſſes entde>te und die Her- 
ſtellung jener prächtigen Kunſt- 
gläſer aufs neue lehrte, 
Im ganzen hat er un- 
gefähr 125 Schriften hinter- 
laſſen, teilweiſe von großem 
Umfang, durchweg von großer . 
Bedeutung. Dabei hat er e3 
aber auch nicht verſchmäht, 
von der Höhe ſeines akade- 
miſchen Lehrſtuhl8 zum Volk 
berabzuſteigen, in volkstiim- 
lichen Vorleſungen und Re- 
EETEEEÄREEN. „EEE. AER EEE AER 
 
 
SEHFPETEIN ay SEI“ 
Jugendgenoſſen und -Genoſſinnen! 
Die große Zeit, die Ihr erlebk, dürff Ihr nicht katlos an Euch vor- 
überziehen laſſen. Uuch die Urbeiterjugend iſt in ihren weiteſten Kreiſen 
von dem Skurmwind der politiſchen Umwälzung mitgeriſſen. Ihr, die in 
der freien Jugendbewegung vereinigten Borkämpfer des jungen prole- 
kariſchen Geſchlechts, müßt Euren unorganiſierten Kollegen und Kameraden, 
den unſerer Sache nod fernſtehenden Maſſen der jugendlichen Urbeiter und 
Urbeiterinnen, Wegweiſer und Workführer ſein. Wartet nicht, bis unſere 
erwachſenen Leiter und Führer Euch antreiben; ſie kommen zum Teil eben 
zurüs aus den ſfurc<hkbaren Kriegsſtrapazen, und die Daheimgebliebenen 
ſind ſo überlaſtet mit Urbeiten an der politiſcgen Neugeſtaltung, daß ſie in 
der nächſten Zeit für die Jugend keine Kraff und Muße zur Berfügung 
haben werden. Deshalb helft Eu< ſelbſt! Bor allem: 
Nehmt überall unverzüglich die Werbearbeit unter dem 
Jugendproletariat in die Hand! 
Das iſt eine Aufgabe, die Ihr ganz allein und ſelbſtändig ausführen könnt. 
Eure neugegründeten Bereine ſind ein akfionskräftiges Miktel zur Ugi- 
tation; jie mußen uberall der »>awmeiplatz jä oje 'Urbeiterjugend jein. 
Was Ihr in den Bereinen mik den neugewonnenen Genoſſen und Ge- 
noſſinnen zu kreiben habt, dafür ſind in der allerleßten Zeit in der „Ur- 
beifer-Iugend“ genügend Fingerzeige gegeben worden. Troß der 
ſ<wierigen Zeikumſtände wird es ſicher hier und da doh noch gelingen, - 
vereinzelte erwachſene Freunde zur Mitarbeit zu gewinnen. Es unte:liegt 
au<h nicht dem geringſlfen Zweifel, daß, ſowie nur einigermaßen geregelte 
Berhältniſſe auf politiſc<em Gebiet einfreten, und die poliktiſ<e Demobili- 
ſierung der Partei e:folgen kann, uns wieder die bewährke Hilfe der er- 
wachſenen Genoſſen zukeil werden wird, und zwar ſicher in noch ungleich 
höherer Opferwilligkeit als früher, denn das befreite Proletariat 
wird ſeine Errungenſchaften in erſter Linie ſeiner heranwachſenden Gene- 
ration zugute kommen laſſen, weil es weiß, daß auf der freien Jugend 
die Freiheitder Zukunft ruht. 
Unſere Jugendbewegung wird künftig auf breiteſter Baſis reorganiſiert 
werden müſſen, aber in der Zwiſchenzeit heißt es für Euch: Selbſt iſt 
der Mann! Denkt auch nicht, daß unſerer Bewegung fkünffig die 
Früchte mühelos in den Schoß fallen werden. Mit mathematiſcher Sicder- 
heit iſt das Gegenkeil zu erwarfen. Im neuen Deutkichland wird ein un- 
erhörfer Kampf um die Jugend enkbrennen, ein Kampf, gegen den unſere 
bisherigen Unſtrengungen ein Kinderſpiel geweſen ſind. Uuch die Gegner 
jeen ja ihre Hoffnung auf das heranwachſende Geſchlecht, und ſie werden 
mit allen Mitteln verſuchen, beſonders die Prolekarierjugend auf ihre Seite 
zu ziehen. Unerſchüktert ſteht vor allem noch die mächtige Organiſation 
der Zenkrumsjugendpflege da, die kürzlich in der „AUrbeiter-Iugend“ ge- 
ſchildert wurde. Uber auch die nakionaliſtiſhen Richfungen werden alsbald 
wieder ihr jezt niedergedu>tes Haupt erheben und aufs neue die Jugend 
einzufangen ſuchen. Rehtzeifig müſſen wir darum unſere Reihen ſtärten, 
um gegen alle dieſe Anſchläge gerüſtet zu ſein. 
Uber auc<h abgeſehen von dieſen Kämpfen: 
Wir ſind die Zungmannſc<aft des freien Volks, und es muß 
unſer Stolz und unſere Ehre ſein, innerlich gefeſtigt in ſtarken 
Maſſen anzufreten. 
Werbf vor allem auch für unſer Organ, die „Urbeiter-IJugend“! 
Sobald die Papierknappheit behoben iſt, wird das Blatt wieder in weſentk- 
lich vergrößertem und bereichertfem Umfang erſcheinen und mit verſtärkten 
Kräften unſerm Kampf und unſerer Bildungsarbeit dienen, 
- Desgleihen verbreifet den ſoeben. erſcheinenden „IJungvolk- 
Kalender“, der zwar vor der Revo ution jeriiggetielit wurde, ober werk- 
vollen Sfoff enthält zur Schulung der Geiſter für die gegenwärtigen Uuf- 
gaben und die kommenden Kämpfe. 
Friſchauf, Iugendgenoſſen und -Genoſſinnen, an die Urbeit! 
Es lebe die freie Jugend im freien Bolt! 
LEEÜRÜNEREEIEE 
Min „Mir EEE, 
 
 
EE nnn di GERTH" SG 
-die Entſcheidung. 
Sc<hnupfen könne man nicht 
ordentlich ſ<mecden, während 
in Wirklichkeit nur der Geruch 
geſtört iſt, jo daß man zwar 
mit der Zunge wahrnehmen 
kann, ob etwa3 ſalzig oder 
jauer oder ſüß oder bitter iſt, 
aber mit der Naſe das Arona 
des LVfirſichs, die Blume des 
WeinS3, den Duft de3 Bratens 
nicht feſtſtellen fann. 
Da haben wir ſchon er- 
wähnt, welche Ge1]<ma >3- 
aualitäten wir mit 
unſerer Zunge unterſcheiden 
können: Jauer, ſalzig, f1üß, 
bitter. Wa3 darüber hinau3- 
gebt, das ſtellt die Naſe feſt. 
Da3 wird vielleicht manchen 
überraſchen. Aber jeder kann 
ſich leicht davon Überzeugen. 
Man träufle einen Tropfen 
Zwiebelſaft oder einen 
Tropfen eine8 Vanillcabſuds 
auf die Zunge, während die 
Naſe feſt geſchloſſen, nötigen- 
fal35 auc no< die Augen 
verbunden gehalten werden. 
Obwohl bei dem Verſuch ſo 
djarafteriſtiſche Flüſſigkeiten 
gewählt wurden, wird man ſie 
nicht erfennen, und erſt, wenn 
der Geſlhma> der Zunge 
durch den Geruch der Naſe 
unterſtüßt wird, werden wir 
Klarheit erlangen. Oder 
man faue abwechſlungsweiſe 
Zwiebel» und Apfelſtückchen, 
während die Naſe ausqt- 
ſchaltet iſt, und zur eigenen 
Ueberraichung wird ntan fin- 
den, daß man nicht angeben 
kann, ob eben der Apfel oder 
die Zwiebel an der Rethe iſt; 
erſt die Naſe atbt dann wieder 
So unter- 
ſtüßen ſich die beiden Sinne, 
von denen wir hier reden, und 
darum au< haben wir allen 
Grund, ſie aleichzeitig zu be=. 
trachten. Man macht davon 
übrigens auch vraktiſch Ge- 
brauch. Man korrigiert zum 
Beiſpiel den Geſchmack ſchkecht 
I<hmedender Arzneiſtoffe, in- 
dem man gleichzeitig mit 
ihnen ſtark riechende andere? 
Stoffe zuführt, zum Beiſpiel 
mit dem ſehr bitter ſ<mecken-. 
den Chmin etwa die 
ſtark riechende Orangenſchalen- 
effen3; der ſtarke Geruch) 
übertäubt dann den unan- 
genehmen Geſhmac. =- Die 
Geſchmac3Z2ompfindungen ha- 
ben beim Menſchen ihren Sikß 
an der Spiße, an den Rändern 
und am Grunde der Zunge 
den die neu gewonnenn Erkenntniſſe in breitere Schichten zu 
tragen. Ja ſogar Gedichte hat er verfaßt, und ſind ſie auch nicht 
von höchſtem künſtleriſchen Wert, ſo zeugen ſie doch von mehr als 
gewöhnlichem Können, 
„„ Und alle, die ihn noh gekannt haben, rühmen ſeine perſön» 
lichen Vorzüge: er war ein warmherziger Menſch, ein treuer 
Greund, ein begeiſterter Lehrer, kurz ein ganzer Mann, ein Mann, 
der es wert iſt, daß die Nachwelt ihn nennt und kennt, 
ſowie am Gaumen. Die Wahrnehmungen erfolgen in kleinen, dem 
bloßen Auge ſichtbaren Erhebungen, die an den verſchiedenen Stellen 
verſchieden gebaut ſind, teils wie kleine Pilzhen ausſehen, teils wie 
kleine von einem Wall umgebene Türmchen, und in denen die eigent» 
lihen Enden des Geſchmacsnerven auslaufen, ſo fein, daß ſie dem 
bloßen Auge nicht mehr ſichtbar ſind; ſie ſind gebadet in der Mund»- 
flüſſigkeit, und in ihr müſſen die Stoffe, die geſ<me>t werden ſollen, 
gelöſt ſein. Bleiben ſolche ſ<mec>baren Stoffe gelöſt in der Mund»
	        

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