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Arbeiter-Jugend - 13.1921 (13)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 13.1921 (13)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0013
Title:
Arbeiter-Jugend - 13.1921
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1921
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Aus Peter Purzels Schulheften
Author:
Danz, Carl
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0574586
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 13.1921 (13)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Der Geist unserer Bewegung
  • Die Reichsgründung und die Arbeiterklasse
  • Hermann Claudius
  • Reichsausschußsitzung
  • Vorwärts in den großen Strom!
  • Vorgeschichtliche Wohnstätten
  • Internationale Jugendkonferenz in Hamburg
  • Internationale Kundgebung der Hamburger Arbeiterjugend
  • "Eine freche Fälschung"
  • Aus Peter Purzels Schulheften
  • Aus der Bewegung
  • Von der bürgerlichen Jugend
  • Die links von uns
  • Lehrlingsfragen und Jugendschutz
  • Unter uns
  • Bekanntmachungen des Hauptvorstandes
  • Fremdwörter
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

70 Krboifex-oDygen) 
Zuleßt iſi ein Kontrolleur gekommen und andere Männer, die haben Re Säcke veiſeite 
gezvgen und die Koksſtücke mit den Füßen aus dem Weg geſtoßen. 
Lieſel iſt nac) Hauſe und hat Tietjens Logis.mann gehrlt. Der hat die große Karre 
und eine Schaufel mitgebradt und hai alles gufgeladen, den ?aputten Wagen aud). 
Wie ic) hinterher ging, den ganzen Weg bis nach Hauſe, dachte ich irnmer an Sagebiels 
Wohnung, wo Mutter reinmacht. Da iſt ein elektriſchex Ofen im Zinuner, und por dem 
Ofen liegi ein richtiges Tigerfell. Das iſt de: Platz für unſere beiden Söhne, ſag! Fräulein 
Sagebiel, und dann ſtreichelt ſie den Hund und den Kater, die liegen den ganzen Tag vor'm 
Djen und wörmen ſic) Wenn ich groß bin und verdiene, will ich nur ſo einen Ofen haben 
und nie mehr nad) Kohlen gehen, 
Frau Tietjen hai geſchimpft: erſt die SäF>e weg und nun der Wugen kaputt, ſo teure 
Kohlen könnte ſie nicht mehr bezahlen, und für anderer Leutt erſt cet nicht. Doa iſt Die 
Lieſe! auch frech geworden und hat geſügt, ſie jolite erſt ii ally die Ringe pverkoufen, die 
Jie an den Fingern hm, und ſie wören jg überhaupm Kriegsgewinnter 
Mutter lag |chon zv Bett. Wie ſte uns hörie, ſogie ſie, ſiv ſei ſchon früh von" Wujchen 
nach Hauſe gekommen und hättr ſich glei) hingeleg! Der Arzt hötte geſagt, das Schlaf» 
dimmer müßte geheizt werden und hätte ihr ein Attejt für Kohlen geſchrieben. 
Über die Kohlen können w'7 mt dezuhlen, wenn Mutte: nicht waichen geht, 
Nun müſſen die Lieſel und ic jeden Tag nach dein neuen Spielplägen, wv die Schiu>e 
aufgefahren wird, und da ſuchen wir uns die Koksſtüde heraus. 
11. JZahrmarkt, 
Mils Sahrmarkt war, hetten Tietjens einen Stand auf dem Beſchirimartt. Es wt auf 
dem großen Bluß neben der Eijenbahnbrü>de. Der Wind wehte ſo eiſig, daß einem die 
Zähne klapperten. Dann ſagte Frau Tretjen immer: „Das macht nichts, das ſind bloß die 
Iöpfe, die klappern.“ 
3H9 mußte an der anbern Geite des Plazes ſtehen und Frau Tietjen Beſchatd ſagen, 
wenn ein Käufer füm. Über es fam immer keiner. Denn es wai dunkei da, und die Bogene- 
lampe über dem Rlatz brannte nicht Frau Cietjen ſchimpfte immer, daß die Arbeiter am 
Eledtrizitätswerk ſtreiften. Sie hatte es auch ſchon in der Zeitung gehabt, ov ihr Geſchirr» 
ſtand ſei, aber die Leute kauften bloß Schmalzküchen und Luſtballons, 
WenyÖn ich auſ» und abging, um worm zu werden, dann kam ich immmer bis an die erſte 
Sdcmalztuchenbude Um liebſten wäre ich ven ganzen YÜbenb dovor ſtehengeblteben. Es 
?am ſo warm heraus, und es roch ſo ieder, wie früher bei uns, als Vater noch lebte und 
Mutter Krapfen in Schweineſchmalz badte. 
Hinten im Zelt war der Bäcker in weißer Zo>e und Müßte. Ex ſc<witzte. FPtanchmat 
?udte er heraus. Und wenn zu viele Leute daſtanden, dann verkaufte ex mit. Ein Schmalz- 
kuchen ?oftete drei Mark. 
Soviel hatte ich gerade verdient, wenn ich drei Stunden dei den Töpfen geſtanden hatte 
„Du verdienſt das Geld im Schlaf“, jagte Frav Tietjen dann jedezmal, „und ich verdiene 
keinen Pfennig." 
Wenn ich abends nach Hauſe ging, dann war es kurz vor Feierabend. Die Leute ſtanden 
did und ſchwarz vor der A<ßtbahn und wollten galle noch einmal fahren. Cine Fahrt! kojtete 
auch drei Mark. Ich hielt mein Geld feſt, denn ich wollte es doch gern mit nac< Haus bringen. 
Ich ging ſolange zwiſchen den Buden hin und her, bis die lezte Lampe gelöſcht war. 
Dann lief ich Trab nach Hauſe, um warme Füße zu bekommen. Mutter war beim Strümpfe- 
ſtopfen eingeſchlafen, Lieſel ſchälte Kartoffeln für den nächſten Tag. 
Nachts träumte mir, ich wäre ver Schmalzkuchenbäter. Ganze Haufen von Kuchen, Die 
ich ſchon ſeritig geva>en hatie, lagen fettig und zu&erbeſtreu? auf dem BVerkauſstiſch, und 
immer war der Teig noch nicht alle. Als der lezte Kuchen heraus war. ſegte ic) mich auf 
einen Stuhl hinter den Kuchenberg, ſte>te die Füße in den warmen Backofen und aß die 
ganzen Schmalzkuchen ſelber auf. Ich aß den ganzen Tag, Die Leute drängten ſich ſchon 
vor den andern Buden vnd kauften. Ich hielt meinen Vorhang geſchloſſen. Schließlich 
rief einer: „He, Peter Purzel, du Klütjenbäc>er, mach' auf!“ 
Da gute ich mit dem Kopf heraus und ſagte mit vollen Backen: „Selber eſien macht fett!“
	        

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