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Arbeiter-Jugend - 14.1922 (14)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 14.1922 (14)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0014
Title:
Arbeiter-Jugend - 14.1922
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1922
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 6
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Körperpflege und Reformkleidung
Author:
Brosterhuis, Grete
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0575037
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 14.1922 (14)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Pfingsten der Arbeiter-Jugend
  • Unsere dritte Reichskonferenz
  • Internationale Kundgebungen
  • Der Harz
  • Goethe auf dem Brocken
  • Wernigerode
  • Der neue Kurs
  • Die Emanzipation der Frau und die Aufgabe der proletarischen Jugendbewegung
  • Körperpflege und Reformkleidung
  • Osterfeuer
  • Aus der Bewegung
  • Von der bürgerlichen Jugend
  • Vom Kriegsschauplatz
  • Die links von uns
  • Unter uns
  • Lehrlingsfragen und Jugendschutz
  • Bekanntmachungen des Hauptvorstandes
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

12 Arbeiter-Jugend. 
 
==; 
zur Körperpflege, denn katſächlich verbindet ſich in ihm vielfach alles Vorgenannte. Außerdem 
haben wir auf Wanderungen auch Gelegenheit, den Körper in Luſt und Sonne zu baden. 
Und dann, die Hauptſache auf Wanderungen: die Freude und innere Befriedigung, die ſie be- 
wirken, halten den Körper geſund und ſind faſt ſo wicotig für ihn wie Atmen und Eſſen. 
Nur müſſen wir darauf ſehen, daß auf Wanderungen alles in vernünſtigen Grenzen gehalten 
wird, denn übermäßige Anſtrengungen ſind dem Körper nicht förderlich, ſondern ſchädlich. 
Die Reformkleidung iſt ein wichtiger Faktor der Körperpflege. Reinlichkeit ſetze 
ich als Grundprinzip voraus. Dft habe ich das Geſühl, als wenn es noch recht viele Mädel 
und Jungen unter uns gibt, die den eigentlichen Sinn der Reformkleidung noch gar nicht 
erfaßt haben. Dieſe meinen, wenn das Kleid oder der Kittel recht weit ſei, dann ſei das 
„Reform“. Nicht ſelten ſehen Reformmädel und -jungen unordentlich aus, und ich denke 
mir, das kommt davon, weil wir ſol<e Menſchen ſein wollen, die ihr Denken mehr auf 
des Innere richten. Aber man möge doch nicht vergeſſen, daß -“-“ bei uns wenigſtens ==“ 
das Aeußere das Innere des Menſchen ausprägen und unſere Kleidung unſer Fühlen und 
Denken kundgeben ſoll. Wenn alſo unſere Mädel Kleider tragen, die für ſie unpaſſend oder 
gar unordentlich ſind, ſo iſt das eine ſchlechte Wiedergabe unſeres inneren Empfindens. Im 
Gegenſaß zu der Modekleidung, die ein Schema für alle auſſtellt, ſoll unſere Kleidung perſön» 
lich ſein, ſich den Linien des Körpers fein anpaſſen und auch äſthetiſch wirken. All dies kann 
auch mit ganz einfachen Kleidern erreicht werden, wie wir ſie wohl meiſtens tragen. 
Wenn wir von Reform ſprechen, ſo kommt es nicht nur auf die Oberkleidung, ſondern 
nod) viel mehr auf die Unterkleidung an. Hier ſoll der erſte Grundſaß ſein: Bönder zur Be» 
feſtigung gehören nicht an Reformunterkleidung. Man wird fmmer die Wahrnehmung 
madchen, daß die Bänder in irgendeiner Weiſe den Körper einſchnüren, auch wenn ſie noch 
ſo loſe ſind. Das Korſett ſpielt bei der Unterkleidvung eine große Rolle. Früher war es gang 
und güöbe, daß jedes weibliche Weſen ein Korſett trug, weil ſonſt der Körper nicht ſchlank 
genug war und die Kleidung. nicht „ſaß“. So wurde der Körper aus Fleiſch und Blut ein 
Opfer der Kleidung. Jetzt hat man ſich (wenigſtens in der Großſtadt) immer mehr und mehr 
in unſeren Kreiſen zu der Erkenntnis durchgerungen, daß das Korſett die ſchädlichſte Unter- 
kleidung iſt, die man ſich denken kann. Man hat einſehen gelernt, daß man das Fleiſch des 
Körpers nicht einfach „wegſchnüren“ kann, ſondern im Gegenteil, daß es dann an einer 
anderen Stelle deſto auffälliger hervortreten muß. Außerdem leiden die inneren Organe 
(Magen, Leber, Lunge) ſehr unter der Schnürung, da ſie durch die Einzwängung in ihren 
Junktionen beeinträchtigt werden. Beſonders werden durch Abſchnürung der Lunge Lungen» 
krankheiten außerordentlich begünſtigt, Cs gibt ſehr gute Abbildungen, 3. B. in vem Buch 
„Die Geſundheitspflege des Weibes“ von Simon, an denen man ſehen kann, wie durch die 
Wirkungen des Korſett5 die Lage der einzelnen Organe eine ganz andere wird. Zu emp» 
fehlen iſt darum das Tragen von Hemdhoſen und Reformleibhen. An das Leibchen kann 
man ſehr gut die Strumpfbänder und gleichzeitig den Unterro> anknüpfen. Die Strumpf» 
bänder um die Beine herum zu tragen iſt ſehr ſchädlich, da dadurc<) vas Blut abgeſchnürk 
wird. Nicht ſelten wird dadurch die Bildung von Krampfadern und ſogenannten „offenen 
Beinen“ begünſtigt, die bei dem weiblichen Geſchlecht häufig nach dem Wochenbett auftreten. 
Das Schuhzeug ſpielt bei der Reformkleidung ebenfalls eine große Rolle. Wir 
brauchen begueme Schuhe. Natürlich dürfen ſie nicht zu breit ſein, denn das kann ebenſolche 
ungemütliche Wirkungen haben wie zu ſchmales Schuhzeug. Auch darf der Abſaßfle>en nicht 
zu ſlach ſein, da ſich der Fuß ſonſt durchtreten kann und die ſogenannten Plattfüße entſtehen. 
Die Kleidung der Jungen bedarf ebenfalls unſerer Kritik. Zu einem guten Teil unter» 
liegt die Kleidung der beſtehenden Sitte. Darum ſieht man auch wenig Abwechſlung in bezug 
auf Farben und Machart. Die weiche Wäſche hat ſich ja, dank ihrer Bequemlichkeit, durchweg 
eingebürgert. Wir ſollten aber in unſerer Freizeit, 3. B. auf Wanderungen, darauf halten, 
daß zwe>mäßige und äſthetiſche Kleidung getragen wird. So iſt das Tragen von Leib- 
riemen und „knieſrei“" nicht gerade als ſchön und vor allen Dingen auch nicht als geſund zu 
bezeichnen. Im kalten Winter brüſten ſich die Jungen damit, an den Knien nicht zu frieren, 
an den Beinen aber haben ſie womöglich noc< di>e Stußzen über den Strümpfen. Jeder 
muß ſich dod) ſagen, daß dies Widerſprüche ſind. Aber na, ſie müſſen ſo etwas ja „abkönnen“. 
Wir wollen doch keine Modeſaxen ſein, darum, wer Strümpfe hat, ziehe ſie getroſt hoch,
	        

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