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Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0017
Title:
Arbeiter-Jugend - 17.1925
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Wie ich Sozialist wurde
Author:
London, Jack
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0575804
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Beseelte Arbeit
  • Die Wahlen
  • Perioden der Wirtschaftsgeschichte
  • Der Glaube an das Wunder
  • Die Kunst der Japaner
  • Die eiserne Ferse
  • Die Angestelltenjugend
  • Ein Brief aus Tinz
  • Die sozialistische Jugendbewegung in Italien
  • Wie ich Sozialist wurde
  • Ueber die Vergeistigung der Materie
  • Aus der Bewegung
  • Unter uns
  • Bücher für die Jugend
  • Fremdwörter
  • Spielecke
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

un Arbeiter-Jugend 25 
.“ Ich denke, daß mein überſchäumender Individualismus ziemlich wirkſam aus mir heraus- 
und etwas anderes ebenſo wirtjam in mich hineingehämmert worden iſt. Aber gerade, wie 
ich ein Individualiſt geworden war, ohne es zu wiſſen, ſo war ich ein Sozialiſt geworden, 
ohne mir deſſen bewußt zu werden. So war ich wiedergeboren worden, hatte aber keinen 
neuen Namen bekommen, und ich ging umher und ſuchte herauszufinden, was ich nun eigentz- 
lich wäre, Ich ging zurü> nach Kalifornien und fing an, Bücher zu leſen. Ich weiß nicht 
mehr, welches mir zuerſt in die Hand fiel. Es tut auch nichts zur Sache. Ic war anders 
geworden, auch wenn ich nicht wußte, was das andre war. Aber mit Hilfe der Bücher- fand 
ich, daß ich ein Sozialiſt war. Von da ab habe ich viele "Bücher geleſen, aber keine volks- 
wirtſ<aftliche Darlegung, kein logiſcher Beweis von der Notwendigkeit des Sozialismus hat 
mid) jo tief überzeugt wie die Lehre jenes Tages, da ich den kapitaliſtiſchen Abgrund um 
mich wie eine Mauer ſah, da ich fühlte, wie ich hinunterglitt, immer weiter hinunter bis auf 
ven Bodenſchlamm. In - 
Neber die Bergeiſtigung der Matkerie. 
(Bruchſtück aus dem Roman: „Das Spiel mit der Puppe.“) 
| | Von Max Barthel. 
/ R urch die Straßen lief Frühlingswind. Die Berge waren blau und verſunken. Die 
B 9 Welt war wieder ſchön. Thomas fuhr durch den Glanz des Abends nach der Stadt 
df zu Liſa. Ein Jahr war er ſchon wieder in Deutſchland an den Maſchinen, ein Jahr 
voll Arbeit, Eifer, Schwärmerei und Zärtlichkeit. Die elektriſche Bahn ſchaukelte, voll von: der 
eigenen Schwere, die breiten Straßen talabwärt35. Und ſelbſtbewußt erhob ſich die Stadt aus 
dem erſien Frühlingsgrün, brutal, ein graues Randgebirge ſteinerner Straßenzüge und großer 
Jabriken. Das Walzwerk klirrte. Die. <emiſche Fabrik ſchikte aus hohen Schornſteinen 
ſc<hwefelgelben und giftgrünen Rauch in den Himmel. - 
Aus der kleinen, dünnen Liſa war ein ſchönes Mädchen geworden. In den grauen Augen 
zudten goldene Lichter. Der Mund war aufgeblüht. Ihr Gang war tänzeriſches Wiegen 
und Biegen. . 
Das Mädchen wartete ſchon und fiel Thomas verliebt um den Hals. Die Mutter trauerie 
immer noch um ihren Mann und machte ein verbittertes Geſicht. Da entliefen die großen 
Kinder und gingen im fröhlichen Ausgleich ihrer Nähe nach der großen Brücke. Die Berge 
lo>ien. Thomas erzählte wieder einmal von Venedig, von dem einen Tag mit der herein 
ſinkenden Nacht. Liſa lauſchte, ſeufzte und ſagte: 
„dhr habt es gut. Ihr könnt in die Welt hinauswandern, aber wer fragt nach uns?“ 
Thomas tröſtete. ſo gut er konnte. | . 
Bald war der Wald erreicht, Die Buchen waren noch goldener Vlaum, zart gegen den 
opalenen Himmel gehoben. Birken zitterten. Wald duftete. Ueberall war Aufbruch, Aus- 
bruch, Glanz, Schöpfung, große Schönheit. Drei Rehe, ſ<himmernde und lebendige Freiheit, 
ſprangen erſchre&t an Liſa und Thomas vorbei. Viele Vögel ſangen und vergingen im 
Wohllaut ihrer geſchwellten Kehlen. Die Stadt lag fern im grauen Dunſt. Das breite Tal 
wogie auf und ab, Glocden läuteten. Auf dem Fluß ratterten die Kettenſchlepper. 
Thomas, voll vom ſüßen Wein der Liebe, ſchwärmte, als die Sterne famen, hinaus in 
den Weltraum. Das Mädchen blieb auf der Erde. Hb 
„Die Gterne," ſchwärmte Thomas, „ſieh nur die vielen, vielen Sterne! Dort dieſer 
Funken im roten Licht heißt Mars. Auf dem Mars ſollen Menſchen wohnen; im Fernrohr 
tann man die großen Kanäle ſehen. Ueber den Mars ſind ſchon viele Bücher geſchrieben 
worden, Kindlein, .viele Romane. Und höre: die Menſchen auf dem roten Stern ſollen höher 
als wir entwidelt ſein. Sie müſſen es wohl auch ſein, denn ihre Welt iſt viel älter als 
unſere Erde. Wundervolle Bücher, ſage ich dir. In den Romanen über den Mars iſt die 
Sehnſucht der irdiſchen Menſchen nach Gerechtigkeit. Ja, auf dem Mars ſoll keine Ungerechtig- 
feit Jein, keine Ausbeutung des Menſchen durch den Menſchen. Die Technik, Kindlein, das 
iſt nicht wie bei vns eine Spinnerei, die kleine Mädchen quält, oder ein Maſchinenſaal, der 
verſtümmelt und ſchwindſüchtig macht, nein, die Technik iſt dort oben auf dem roten Stern 
Dienerin, Veberwinderin der rohen Naturträfte. Bändigung, weißt du, aber nicht Bändigung 
der Menſchen.“ Do H 

	        

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Arbeiter-Jugend - 17.1925. 1925.
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