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Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0017
Title:
Arbeiter-Jugend - 17.1925
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Aus der Bewegung
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0771706
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Beseelte Arbeit
  • Die Wahlen
  • Perioden der Wirtschaftsgeschichte
  • Der Glaube an das Wunder
  • Die Kunst der Japaner
  • Die eiserne Ferse
  • Die Angestelltenjugend
  • Ein Brief aus Tinz
  • Die sozialistische Jugendbewegung in Italien
  • Wie ich Sozialist wurde
  • Ueber die Vergeistigung der Materie
  • Aus der Bewegung
  • Unter uns
  • Bücher für die Jugend
  • Fremdwörter
  • Spielecke
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

23 .. MArxbeiter-JugenDd 
 
Für Achtſlundenfag, Ferien und Cehrlingsrecht! 
Der Hayplvorſiand hai in Jeiner Sißung am 17. Dezember 1924 beſchloſſen, folgenden 
Brief an die Sozigldemokratiſche Zraktion des neugewähllen Reichslags zu richien: 
Werſe Genoſſen! . : Berlin, 17. Dezember 1924. 
Wir nehmen an, daß der neugewöhlte Reichslag ſeine geſeßgeberiſche Tätigkeit vor aliem 
auf das ſozia!poliiſche Gebiet erſitrefen und an die Stelle ver Xotverordnunagen aus der 
Injlalionszeit Geſehe verabſchieden wird, die den Lebensnolwendigkeiten ver arbeitenden Be- 
völkerung in höherem Maße gerecht werden als die gegenwärtig gelienden Beſtimmungen. 
Die arveitende Iugend erwartet die Erledigung dieſer Arbeiſen um ſo mehr, als gerad? 
ihre Sifyatlion ji) in der leßten Zeil außerordentlich verſchlechtert? haf. &Es iſf niht nur 
die nun ſc<on ſeif Jahren angefündigte Jeuregelung des Jugendſchußes immer no< un- 
erledigt, ſondern ver allem haf die Arbeitszeitverordnung vom Dezember 1923 prattiſch 
den Aghiſiſundentag beſeitigt und die werkiälige Iugend ſaſt ausnahmslos einer neyn- und 
zehnſlündigen läglicßen Arbeilszeit ausgeliefert, 
Hinzu fommt, daß durd) tie Berſ<l2ppung des neuen Beruſfsausbilbungsgeſeßes die 
rehllichen Berhälfviſſe der Lehrlinge immer nod) auf Grund der veralleien und überholten 
Beſfimmungen der Gewerbeordnung geregelt werden, vie den Lehrling in ein unhalibares 
Abhängigtkeifeverhält nis vom Lehrherrn bringen und den reaklionären Kreiſen des Handwerks 
ſtändig eine Handhabe bieten, den Gewerkic<haffen das Recht auf Re gelung ver Arbeits- 
zeil und Lohnverhäliniſſe für Iugendliche ſtrcilig zu mac<ßen. Gerade in der leßzien geit 
ſind dieje Verſuche in verſtärkfkem Umfang unternommen worden, 
Der Adbau der Sozialgeſeßgebung hat es ſerner mit fich gebracht, daß heuie unſere 
Jugend nur nod) in ganz geringem Umfarge in den Genuß karger Ferienlageg kommi. 
Wir brauchen an dieſer Stelle nicht zu betonen, daß die Beſeitigung dieſer Zuſiände die 
Lebensfrage für die nrbeifende Jugend iſi, und daß darum alles getan werden muß, um 
die längſſt ſüßſligen Anſprüche dieſer Ivgend in bezug auf die Schafſung erfröglicher Arbeiks- 
und Cebensbedingungen wüöhrend ver Umtsperiode des neuen Reichstages zu verwirklichen. 
Wir ſind überzeugt, daß die Sozialdemokraiiſche Reichstagsfraktion in der Beurteilung 
der Bebenfung diejer Fragen mit uns übereinſtimmt und richten daher an ſie das Er.uchen, 
mit allem Ne<dru zunächſt auf die Berwirklihung folgender Forderungen hinzuarbeiten: 
1, Sicßerſiellung des Achltſiundenkages für die jugend im kommenden 
Urbeitszeitgejeß. 
Wir verſfehen darunier dig Beſeitigung aller Aysnahmebeſſimmungen der Iotkverordnung 
vom Dezember 1923, die eine Ueberſchreifung des Achlſtundentoges für die zugendlichen 
Atbeitnehmer bis zum g4lzehnfen Lebensjahr zulaſſen. Wir hallen weiſerhin ſeſi an der 
bereifs früher erhobenen Forderung, daß die 48ſſündige Arbeitszwoche die Zeit für den 
Beſuch ver Pflichtfortbildungsſc<uyle ebenſo wie alle Aufräymungsarbeiten einſchließen muß. 
Es muß jerner auf die Sicherung des ſreien Sonnabendnachmitiags hingewirkt werden, da 
er von ungeheurer Bedeutung für die wandernde Jugend iſt, die den Sonntag nur dann 
zwedmäßig und nußbringend zu ihrer körperlichen Geſundung und Ertüchtigung verwenden 
fann, wenn ihr au der Sonnabendnac<hmitiag zur Verfügung ſteht. 
2. Feſtjezung eines gejeßlichen Urlaunbsanjpruchs für die Jugend bis zum 
adßtzehnien Sebensjahr. 
In Vebereinſiimmung mik den JIugendſeklionen der ſreien Geweorkſchaffen und mit allen 
übrigen deulſ<en Iugendverbänden ſteilen wir hinſichtlich der Dauer eines ſol<en Urlaubs 
die Forderung, Taßz cr für Iugendliche bis zum vollendeten ſechzehnten Lebensjahr drei 
Wodhea und für Zugenöliche im Alter von ſechzehn vis a<tzehn Jahren zwei Wochen jährlig) 
betrogen ſoll. Seibſſverſfändlich handelf es jim hier vm vie Gewährung cines bezahlten 
Urlaubs, und 2war für alle jugendlichen Arbeilnehmer, ſcien es nun Lehrlinge oder iung2 
Arbeiter ooex Arbeilerinnen. .
	        

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