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Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0017
Title:
Arbeiter-Jugend - 17.1925
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Geburtstagsurkunde des Kapitalismus
Author:
Herold, A.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0576536
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Die Lage unsere Verbandes
  • Die Geburtstagsurkunde des Kapitalismus
  • Grenzen
  • Der 14. Dezember
  • Vom Volkslied zum Gassenhauer
  • Vom Sinn der Kunst
  • Etwas vom Lesen
  • Ein Nationalitätenstaat
  • Der Weltuntergang

Full text

Arbeiter-Jugend 367 
mal in Deutſchland die Geſetzgebung den Kapitaliſten Recht gibt gegenüber der vom 
Mittelalter überkommenen Rechts- und Moralanſchauung. Dies bedeutet, daß zum 
erſtenmal die Geſetzgebung ſich der tatſächlichen kapitaliſtiſchen Entwicklung der 
Wirtſchaft anpaßt. Das, was die Kapitaliſten ſchon lange taten, was ein allmähliches 
Cindringen in die Produktion bedeutete und in feiner Konſequenz zur Beherrſchung 
der Produktion durch das Kapital geführt hat -- das wird hier zum erſtenmal 
von der höchſten amtlichen Stelle des Reichs als bere < tigt erklärt. Inſofern kann 
man dieſes Geſetz vom 13. Mai 1525 eine Geburtsurkunde des deutſchen Kapitalismus 
nennen. 
 
 
Grenzen. 
Von Arnold Kaliſch. 
EMR» ie Frage der Grenzen hat von jeher in der Geſchichte der Völker und Staaten 
heine große Rolle geſpielt. Eine Unzahl von Kriegen ſind dem Wunſch nach 
dz Grenzveränderungen entſprungen, und faſt kein Frievensſchluß iſt erfolgt, der 
nicht Grenzveränderungen gebracht hätie. Eine neue Bedeutung haben während 
und nad) dem Welttrieg die Grenzen durch das ſchmähliche Paßunweſen erhalten, 
das ſür die meiſten Menſchen dieſe nur gedachten Linien in unüberſteigbare Mauern 
verwandelt. 
Amerikanern, die in Europa reiſen, iſt die Zerriſſenheit unſeres Weltteils ſteis 
von neuem elwas Erſtaunliches. Ihr Land hat den Umfang eines ganzen Welt» 
teils; man kann darin mehrere Tage nacheinander in einor Richtung reiſen, ohne, 
wie in Guropa, alle paar Stunden durch Vorweiſen eines Paſſes darzutun, daß man 
auch gehörig um Erlaubnis geſragt hat, ehe man ſich erkühnte, von dem natürlichen 
Recht der Bewegungsfreiheit Gebrauch zu machen. 
Wie kleinlich nehmen ſich neben den großen amerikaniſchen Maßſtäben die 
vielen europäiſchen Grengſtreitigkeiten aus, zu deren Schlichtung man, wie 3. B. 
im Fall von Fiume und Adrianopel, ſogar Städte geteilt hdi, ohne vaß damit irgend- 
einer der beteiligten Staaten = Italien und Jugoſlawien, Bulgarien und die 
Türkei -- wirklich zufrieden iſt. Wie widerſinnig iſt es, daß wegen eines ſchmalen 
Grenzitreifens, wie Elſaß-Lothringen, in jeder Generation Hunderttauſende von 
Deutſchen und Franzoſen, Angehörige zweier hochbegabter und im Grunde ihres 
Weſens einander ſympathiſcher Völker, ihr Leben laſſen müſſen, nur damit die Rand- 
bevölkerung zwiſchen ihnen des Vorzugs teilhaftig wird, durch die immer mal wieder 
wechſelnde Staatszugehörigkeit gründliche Vergleiche anzuſtellen über die Verwal 
tungsfünſte deutſcher und franzöſiſcher Bureaukratie. 
Jeßzt ſoll ja durch einen Sicherheitspakt dieſe Grenze, wie ſie nun einmal iſt, 
als endgültig anerkannt werden. Erleichtert möchte man aufatmen, weil endlich ein 
Brandherd beſeitigt werden ſoll. Aber leider wird die Freude über die Erledigung 
des alten deutſch-franzbſiſchen Gtreitfalls dadurch recht gedämpft, daß im Oſten die 
Vrage der deutſch-polniſchen Grenzen immer noch als unerledigt angeſehen wird. 
Nun ſoll ohne weiteres zugegeben werden, daß deutſch-polniſche Grenzfragen 
ſchwerer zu löſen ſind, als deutſch-franzöſiſche. Die Elſaß-Lothringer fühlen ſich tro 
ihrer deutſchen Sprache dadurch, daß ſie das ſtaatsbürgerliche Erlebnis der fran- 
zöſiſchen Revolution mit dem übrigen Frankreich) gemeinſam hatten, als ein Teil des 
franzöſiſchen Volkes. Auch iſt Elſaß-Lothringen nach der deutſchen Seite hin nicht 
ſchwer durch einen Grenazſtrich abzuſondern. Zwiſchen Deutſchland und Polen jedoch 
iſt eine Grenze, die auch nur einigermaßen beide Teile zufriedenſtellt, überhaupt nicht 
zu finden, da in ausgedehnten Grenzprovinzen Angehörige beider Nationen in Stadt 
 

	        

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