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Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0017
Title:
Arbeiter-Jugend - 17.1925
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Vom Volkslied zum Gassenhauer
Author:
Schröder, K.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0576539
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Die Lage unsere Verbandes
  • Die Geburtstagsurkunde des Kapitalismus
  • Grenzen
  • Der 14. Dezember
  • Vom Volkslied zum Gassenhauer
  • Vom Sinn der Kunst
  • Etwas vom Lesen
  • Ein Nationalitätenstaat
  • Der Weltuntergang

Full text

376 Arbeiter-Jugend . 
dukt von Profitſpekulation und der Spekulation auf Minderheits- und Minder»- 
wertigkeitsgeſühle einer untergehenden Geſellſchaft, die leider noch ſtark genug iſt, 
große Schichten der von ihr Regierten mitanzuſte>en. Jeder arbeitende Menſch ſollte- 
ſich mit Ekel abwenden von ſolchem Zeug, wie es, in jedem Jahre ſchlimmer, Die 
Gaſjen durchſtinkt amd im Augenblick ſeinen Höhepunkt hat in dem „Lied“: 
„FZomm, mein Schaßz, wir trinken ein Likörchen, 
Und dann flüſtre ich dir was ins Dehrcen, 
Von der Liebe und des Lebens Mai, . 
- - Und ein bißdjen, bißchen, bißchen noch dabei.“ un 
Demgegenüber ſind alle krampfhaften Verſuche zur künſtlichen Geſundung wohl 
ochtenswert, aber von vornherein hoffnungslos, weil ſie auf falſchen Vorausſezungen 
beruhen; weil ſie meinen, man könne den Kapitalismus mit gutem Zureden ändern; 
weil ſie vielfach auch glauben, man könne Vergangenes ohne weiteres zurückhaben, 
wenn nur die Menſchen wollten. Zu ſolchen Verſuchen gehören die Anſtrengungen 
Liliencrons oder auch Löns", auch die der gangen Schar der ſogenannten Heimatdichter. 
Die Zeit dieſer Art Volksdichtung iſt vorbei, ſie drückt nicht 
mehr das aus, was die großen Maſſen des wirklichen Volkes 
empfinden, höchſtens das Empfinden kleiner Gruppen. 
Reſte des Alten ragen ja noch in die Gegenwart hinein. Rummelpläße, die wie 
alte Foſjilien anmuten, und auf denen „Moritaten“ an Bildern erläutert werden; 
aud im mundarilichen Witz Berlins, Kölns oder Leipzigs iſt die Quelle noch nicht 
ganz verſiegt. Im Kriege, der zu einer gewiſſen Gemeinſamkeit führte, wurde das 
deutlich. Aber ſie geht doch rapide der vollen Erſchöpfung entgegen. Die Verbindung 
von altem Bolkslied und Volksſpiel mit dem ſo ganz anders erzwungenen Daſein 
innerhalb des Kapitalismus iſt in wirklicher Tiefe nicht möglich, ſie iſt an- 
organiſd. Heute iſt das Proletariat das Volk. Es wird nicht mit dem Kapitalis- 
mus zujammen untergehen. Aus ſeinem Erleben und Empfinden heraus wird das 
neuegroße Gemeinſame eniſtehen und damit auch das neue Volkslied, das 
jelbſtverſtändlich vom alten ſo verſchieden ſein wird, wie eben die Geſchichts- und 
Gejellſchaftsepochen voneinander verſchieden ſind. Ein allen bekanntes n e u e s Volks- 
lied iſt jchon da: „Die Internationale.“ K. Schröder 
Bom Sinn der Kunſt. 
Von Friß Dibbert, Hamburg. 
Mit fünſ Holzſchnitten des Verfaſſers. | 
GB um iſt immer der ſchöpferiſche Ausdruck der Kultur. Ohne Kultur iſt Kunſt 
 
 
unmöglich, denn wahre Kunſt iſt Kulturwerk. Sie iſt der nie trügende Wert» 
D meſſer für das Seelenbedürfnis eines Volkes. Gemeinſam aller großen Kunſt 
iſt das Verlangen, über die gegebene und gebundene Erſcheinungsform der dies» 
ſeitigen, niederen Welt hinaus das Dauernde und Weſenhafte hinter den Dingen 
ſichtbar zu machen und damit die höhere Weli, das Reich der Freiheit, zu geſtalten. 
Nur wo der Bli> auf das Unnenntare, auf das Weſen jenſeits der Erſcheinung 
eingeſtellt ijt und die empfänglic<e Soele im Erlebnis das Ewige ſchaut, iſt wahrhaft 
ſchöpferiſche Kultur, ijt Kunſt. Anders nicht. Dieſe Wahrheit von dem Smmn der 
Kunjt iſt für alle Zeiten und iſt auch jetzt noch gültig, trotz der heute herrſchenden 
Zipiliſationsbedürfniſſe. - 
Wollen wir dieſen höchſten Sinn aller Kunſt erfaſſen, müſſen wir wieder fähig 
ſein, ihn unmittelbar vor den großen Werken aller Zeiten tiefinnerſt zu erleben 
oder ihn uns mittelbar durch das reine Erlebnis von Kultur erſchließen, Der Weſens-
	        

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