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Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0017
Title:
Arbeiter-Jugend - 17.1925
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1925
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Vom Sinn der Kunst
Author:
Dibbert, Fritz
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0576540
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 17.1925 (17)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Die Lage unsere Verbandes
  • Die Geburtstagsurkunde des Kapitalismus
  • Grenzen
  • Der 14. Dezember
  • Vom Volkslied zum Gassenhauer
  • Vom Sinn der Kunst
  • Etwas vom Lesen
  • Ein Nationalitätenstaat
  • Der Weltuntergang

Full text

332 Arbeiter-Juygend 
In dieſem Sinne wollen auch meine Holzſchnitte aus der niederdeutſchen 
Heimat erfaßt jein. Dieſe Gtädtevilder hängen ſich nicht an realiſtiſche Zuſfällig- 
keiten in der Erſcheinung und ſind unabhängig von Augenbliksſtimmungen in der 
Natur. Sie ſuchen das Dauernde und Weſenhafte in den gegebenen Dingen feſt- 
zuhalten und ſind aus dem neuzeitlichen Erlebnis des niederdeutſchen Geijtes heraus 
Formungen der Jdee. 
 
 
Ciwgas vom Leſen. 
Von Simon Katzenſtein. 
11. Wie ſollen wir leſen? 
YI orausſezung fruchtbaren Leſens iſt ein gewiſſes Maß Vorbereitung. Das gilt 
S5 Y zunächſt allgemein von der ganzen geiſtigen Verfaſſung. Ein Kind, das eben leſen gelernt 
ka3/ hat, wird dennoch den größten Teil deſſen, was in Büchern ſteht, noch nicht verſtehen. 
Auch der gebildete Erwachſene wird den größten Teil fachwiſſenſchaftlicher Werke in keiner 
Weiſe geiſtig aufnehmen und verarbeiten, oft nicht einmal leſen können. Das gilt ſelbſt für 
den Gelehrten auf Gebieten, die ſeinem engeren Fach fernliegen =- man Denke an höhere 
Mathematik, Chemie, orientaliſche Sprachen. Ueber all das beſieht auch kein Zweiſel. 
Aber nicht genügend wird die cbenſo9 wichtige Tatſache gewürdigt, daß auch die Auf- 
nahme eines nicht durch Schranken hoher Sonderkenntniſſe verrammelten Leſeſtoffes ihre 
beſtimmte Vorausſetzungen hat. „Anders loſen Knaben den Terenz*), anders Grotius**). 
Jrüher ärgerte mich die Sentenz, die ich nun gelten laſſen muß,“ ſagt wieder der alte 
Goethe. Er vringt damit zum Ausdruck, wie die den Lebensaltern entſprechenden geiſtigen 
Bedingungen demſelben Inhalt verſchiedene Bedeutung geben. Dann aber auch, daß die 
frühere Stufe gar nicht erkennen kann, was ihr an innerer Reife noch abgeht. Denn die 
Erfahrungen und geiſtigen Leiſtungen der Zukunſt kann niemand vorwegnehmen. 
Vebrigens muß das zweite „anders“ nicht allemal einen Fortſchritt b&deuten. Mancher 
bringt in jungen Jahren eine innere Sammlung und Erhebung auf, die ihm ſpäter unter 
dem Druc der Sorgen oder der verſlachenden Wirkung der Bequemlichkeit abhanden kommt, 
Im allgemeinen jedoch wird man mit dem reifenden Alter eine gewiſſe fortſchreitende Ent» 
widlung erwarten dürfen. So ergeben ſich verſchiedene Stufen der Einteilung des Leſe- 
ſtoffs, die durchaus noch nicht aufhören, wenn man aus dem Kreis ber „reiferen Jugend“ 
in den der Erwachſenen übergetreten iſt. 
Daher wird der Verſtändige darauf achten, ob ein Buch ſeiner Faſſungsgabe angemeſſen 
iſt, Er wird Schrijten, die ihm aud) bei ernſtem Bemühen nicht klar werden, beiſeite legen 
oder, wenn ihr Gegenſtand ihm wichtig iſt, ſich bei einem Geſchulteren die nötige Erläuterung 
verſchaffen. Unverſtandenes oder, noch ſchlimmer, halb Verſtandenes, ſei es noch ſo gelehrt 
und berühmt, kann den Geiſt nicht erweitern. Es kann ihn nur verwirren und am Ende 
auch zur richtigen Auſnahme des Stoſfes, dem er an ſich gewachſen wäre, untauglich machen. 
Aber man ſoll ſich auch nicht dauernd mit einem Leſeſtofſ begnügen, der einer ſchon 
überwundenen Entwiclungsſtufe angemeſſen iſt, Auch die Fähigkeit, geiſtige Koſt aufzu- 
nehmen und zu verarbeiten, will gelernt und geübt ſein. Sie ſtumpft ab, wenn ſie nicht 
genötigt wird, ſich an einem ernſten Stoff von Härte und Wöiderſtandskraſt zu erproben. 
Wie der Turner von Uebung zu Uebung fortſchreitet und dabei ſeine Muskeln ſtählt, ſeine 
Geſchicklichkeit erweitert, ſo verlangt auch der Geiſt nach Erſteigung immer höherer Gipfel, 
um die ganze Fülle ſeiner Fähigkeiten zu entfalten. Im beguemen Verharren bei längſt 
Gekonntem verkümmern die Kräfte. Raſt' ich, ſo roſt' ich. 
Regeln ſürs Leſen ſind wie alle anderen natürlich leichter gegeben als beſolet. 
Für den Arbeiter, der müde in eine enge, oft überfüllte und für häusliche Geſchäfte in An- 
ſpruch genommene Wohnung kommt, wird es oſt genug beſonders ſchwer ſein. Darum auch 
 
*) Altrömiſcher Luſiſpicldichter, 
**) Berühmter holländiſcher Gelehrter (17, Jahrhundert).
	        

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