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Arbeiter-Jugend - 18.1926 (18)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 18.1926 (18)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0018
Title:
Arbeiter-Jugend - 18.1926
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1926
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 12
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Neues von Fridericus Rex
Author:
Hamm, H.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0576976
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 18.1926 (18)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Arbeiter-Jugend
  • Die dritte Generation
  • Lebenskunst
  • Neues von Fridericus Rex
  • Kriegsschäden in der Vergangenheit
  • Gebt uns mehr Freizeit!
  • Ein Rundgang durch Bremen
  • Die Entstehung des Weihnachtsfestes
  • Vom Pelzjäger, der Weihnachten überspringen wollte
  • Der Fritze
  • Freude an der eigenen Arbeit
  • Die zugedeckte Stimme
  • Wollmieze
  • Zwei Welten
  • Das Lösegeld des Roten Häuptlings
  • Bücher für die Jugend

Full text

362 Arbeiter-Jugend 
Das Volk, das ſie mit Elend zu büßen hatte, ſang von dem ſchlechten Preußengeld:- 
„Von außen ſchön, von innen ſchlimm; - 
von außen Friedrich, von innen Ephraim.“ 
So wurden ſchon damals die Juden verantwortlich gemacht für die Tat eines 
Hohenzollern, dem ſie ſicherlic) nicht mit Liebe dienten; hat doch ſein Geſchlecht 
unmenſchlich gegen ſie gewütet. Als Friedrich aber nach Beendigung des Sieben» 
jährigen Krieges eine Stabiliſierung auf dem alten Münzfuß vornahm, da waren 
zwar viele Exiſtenzen vernichtet und noch mehr ſchwer geſchädigt, er ſelbſt ging 
finanziell beſſer aus dem Kriege hervor als ſeine Gegner. Die von ihm verurſachte 
Inſlation machte ihn nach einem Frieden, der weder Sieger noch Beſiegte kannte, 
Dennoch zu einem richtigen Kriegsgewinnler, zu einem tatſächlichen Geldmacher. 
Auf den Schlachtſeldern hatte er das Rezept dazu gefunden: Blut und Tränen. 
Das aber iſt es vielleicht, was dieſen abergläubiſchen Philoſophen, dieſen 
undeutſchen Preußenkönig, der im Solde Frankreichs und Englands geſtanden hat, 
deſſen menſchliches Streben [ſo fragwürdig iſt, gewiſſen Machthabern unſerer Republik 
jo „groß“ erſcheinen läßt, daß jie ſein Bildnis allen gedankenloſeren Spießern zum 
Anled>en auf die Brieſmarke der Republik gedruckt haben. 
 
 
Kriegsſc<uden in der Vergangenheit. | 
Von Ekkehard. (Schluß.) 
1) er Dreißigjährige Krieg hat nicht alle Teile Deutſchlands gleichmäßig betroffen. 
8 I Böhmen, Mähren, Schleſien, Brandenburg, Sachſen, Bayern, die Gegenden 
ww am Rhein und andere haben entſetzlich gelitten. Aber beiſpielsweiſe die 
Grafſchaft Oldenburg hat während der ganzen dreißig Jahre kein Feind. betreten. 
Das ganze nordweſtliche Deutſchland, etwa mit Ausnahme von Friesland, hat nicht 
viel auszuhalten gehobt. Hamburg iſt gerade während des Krieges emporgeblüht. 
Auch Bremen und Lübe ſind m'ndoſtens glimpflich davongekommen. Die Schweiz, 
die deutſchöſterreichiſchen Lande Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, das 
Erzherzogtum Deſterreich ſind vom Krieg überhaupt nicht berührt worden. Yus 
ſolchen Gegenden wurden keine Klagen laut und liegen keine Berichte vor. Deshaurb 
hat man ſie bei der Verallgemeinerung vergeſſen. 
Aber ſelbſt diejenigen Gegenden, die der Kriegsfurie ausgeſetzt waren, haben 
doch nicht ununterbrodyen zu leiden gehabt. Ein Truppendurchzug, eine Schlacht, 
vielleicht eine Einquartierung, die Monate lang dauerte, und dann zogen die Herren 
weiter und man hatte Jahre lang Ruhe. Keinen Teil Deutſchlands gibt es, jelbſt 
unter den am härteſten betroffenen, der m<t zwiſchendurch immer wieder Jahre 
der Erholung gehabt hätte. Zudent waren die Heere ja nur klein. Die höchſte Ziffer, 
de die kaiſerliche Armee jemals erreichte, war 102 000 Mann, bei den Schweden 
130 000 Mann. Das war aber nur vorübergehend, bald ſamken die Ziffern wieder, 
und niemals war die geſamte Armee auf einem Fle> beiſammen. Zehntauſende 
lagen als Beſatzung in Feſtungen über das ganze Reich zerſtreut, und der Reſt 
bewegte ſich, in mehrere kleine Truppenkörper zerlegt, durch die verſchiedenſten 
Gegenden. Allerdings kommt für die Verwüſtungen und Plünderungen auch, und 
namentlich, der Troß in Betracht, der mindeſtens noch einmal ſo viel Perſonen zählte 
als die Soldaten, und es wäre falſch, die Verwüſtungen da, wo ſie wirklich geſchehen 
ſind, zu unterſchätzen. Aber ſo fürchterlich, wie man ſich das bisher vorgeſtellt hat, 
können ſie bei der Kleinheit der Heere nicht geweſen ſein. Wird doch die Zahl derer, 
die während der ganzen dreißig Jahre in den Schlachten gefallen ſind, von den
	        

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