ScriptaPaedagogica Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)

Access restriction

Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0019
Title:
Arbeiter-Jugend - 19.1927
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1927
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 10
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Kultur und Leben
Subtitle:
2. Beilage der "Arbeiter-Jugend"
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577237
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Kommunistische Zersetzungsarbeit
  • Die sozialistische Bedeutung der Ausstellung "Das junge Deutschland"
  • Der Stuttgarter internationaler Jugendtag
  • Unsere Internationale
  • Aus der Bewegung
  • Rundschau
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
KR. IF. Rurz: Der Teufel im Faß. 
Gd 5 war in der Seit, als Norwegen vom Alkohol befreit 
g SE war, und das Dolk ſich mit Liſt und Mat auf den rechten 
Ez Weg hatte bringen laſſen. Da kam eines Tags ins Dogt- 
 
kontor von Opdalsmyren die bedenklic<e Uachriht, daß das- 
Vleer draußen bei Taröy ein Faß mit einem Inhalt, den nie- 
mand kannte, an den Strand geworfen habe. Wie man ſich 
denken kann, und wig es gUu< ſeine Pfli<t war, ſchöpfte 
der Dogt ſofort Derdacht und machte ſich auf den Weg, die 
Sache gründli< zu unterſuchen. Er nahm ſeinen Schreiber 
Einar Albus und den Thingmann Sigurd Furutop mit. 
Der Weg war ziemlid) lang. 
Don GOpdalsmyren ging es 
zum Fjord hinaus bis Björke- 
vik, von da an übers Land an 
die KRüſte. Uebers Waſſer 
fuhren die drei in einem Boot, 
über Cand mit einem zwei- : 
rädrigen Wagen. Sie unter- 
hielten ſiM über die hohen 
Steuern und kritiſierten die 
Regierung wie Üblich, und es 
ereignete ſich nichts von Be- 
deutung. = 
Der Dogt war ein altes, 
dürres Männlein mit einem 
ſpizen KRnebelbart und einer 
unerſ<ütterlihen Ruhe. Der 
Thingmann war agaroß und 
dim, mit einem roten Geſicht, 
hellgrauen Kugen, einer Glaße 
und einem Schnurrbart, deſſen 
Enden ihm bis auf die Bruſt 
niederhingen. Er hatte eine 
ſchwere Zunge und des Königs 
Derdienſtmedaille in Kupfer. 
Ueberdies war er ein eifriger 
Abſtinent aus Ueberzeugung. 
Dom Sdqreiber Einar Albue 
wäre zu ſagen, daß er no< 
viel größer war als der 
Thingmann, aber dabei ſehr 
dünn und mager. Sein Geſicht 
war in der Stubenluft weiß 
geworden, und ſeine Augen hatten vom AKktenſtaub rote 
Ränder bekommen. Er war wegen ſeiner Ulilde und Höflich- 
keit allgemein beliebt. An dieſem Tage trug er die große 
Aktenmappe. Der Dogt trug ausnahmsweiſe die Dienſtmüße 
mit der roten Kokarde. 
In Taröy kamen ſie ziemlich agusgelüftet und hungrig an 
und freuten ſich nicht wenig, zu vernehmen, daß Sören Oſe ein 
Lamm geſ<la<tet und Solveig, Sörens Weib, ſie mit einem 
ſaftigen Braten erwartete. 
Uac< dem Eſſen erfüllten die drei ihre Pflicht. 
Das Faß lag in Sörens Bootsſhuppen: Cs war mittelaroß 
und mit einer braunen Flüſſigkeit gefüllt. Heben dem Spund- 
lo< war ein ame eingebrannt. 
„Porter“*), las ECinar Albus, ſ<aute den Dogt an und 
&) Starkes engliſches Bier. 
 
Walt Whitmann (1819--1892). 
ſeitig ihre Meinungen mitzuteilen. 
ſchüttelte den Kopf. 
Der Thingmann ſagte: 
Teufel.“ 
Dun roden ſie abwechſelnd am Spundlo<. Aber ihre drei 
Uaſen waren niht imſtande, ſie in erwünſ<ter Weije aufzu- 
klären. | 
Mit einer etwas verblaßten Erinnerung an ſeins ſündhafte 
Iugend meinte der Dogt: „Es gab einmal etwas, das Port- 
wein hieß. Aber -- brate und ſalze mim -- das ro<h, wenn i< 
mid) nicht ſehr täuſche, dom anders.“ 
So war alſo die Obrigkeit 
ganz unverſehens in die 
Klemme geraten. Bei allem 
Strandgut mußte vorſjMrifts- 
müßig Art, Vienge und Wert 
feſtgeſtellt werden. Außerdem 
war es ſtreng verboten, geiſtige 
Getränke ins Cand einzulaſjen. 
Der Dogt nahm die Dienſt- 
müße ab, tro>nete ſi? die 
Stirn und ſagte leiſe: „Zuerſt 
muß feſtgeſtellt werden, ob das 
Zeug da Überhaupt trinkbar 
iſt. Und hernaGß muß feſt- 
geſtellt werden, ob es eine be- 
rauſchende Wirkung hat.“ 
„Und dann...“ wollte der 
Thingmann weiterreden. 
Aber der Dogt unterbraH 
ihn: „... das wäre ſ<on mehr 
als genug. Du, Einar, ſ<aff 
einen Eimer oder etwas Kehn- 
limes herbei.“ 
Der Sdqreiber kam mit dem 
Eimer und die drei begannen 
ganz vorſicmtig zu trinken. Der 
Thingmann nahm den erſten 
SHlud> und ſpuckte aUS. 
„CTpii -- daS Zeug iſt bitter. 
Aber etwas Starkes iſt- 
drinnen, das iſt ſicher. Hian 
muß das Böſe vernic<ten, wo 
man es trifft.“ 
Hierauf nahm der Dogt einen S<lud, ſ<Onalzte mit der 
Zunge und erklärte beſtimmt: „Werte dürfen nimmt vernichtet 
worden. Das da ſ<mekt aber wie Bier -- und do< wieder 
anders.“ 
LUachdem auh Einar Albue getrunken hatte, meinte er: 
„Man muß doFH vor allem wiſſen, ob wirklich Alkohol 
darin iſt.“ 
Dieſer Luffaſſung ſtimmten au< die andern beiden zu und 
ſie begannen . mit Eifer und Ernſt die Unterſuchung. Eine 
Weile tranken ſie ſtumm. Dann begannen ſie, ſic; gegen- 
Der Thingmann erklärte 
voller Abſcheu, daß zweifellos der feuchte Teufel im Faß 
ſteke. Dem widerſprach aber der Dogt, indem er ſagte, daß er 
keine Spur von ihm merken konnte. Ia, nicht einen Sdhatten 
von einer Spur. -Und. da der. Schreiber entſ<eiden ſollte, 
Der Dogt jahaute den Thinamann an. 
„Ganz gewiß iſt das jo ein feuchter
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Periodical volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Article

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Periodical volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Article

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Arbeiter-Jugend - 19.1927. 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.