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Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0019
Title:
Arbeiter-Jugend - 19.1927
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1927
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 11
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Rot und Schwarz-Rot-Gold!
Author:
Sollmann, Wilhelm
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577239
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 19.1927 (19)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Rot und Schwarz-Rot-Gold!
  • Max Westphal: Unsere Jugendschutzpolitik
  • Jugend voran in der Werbewoche der Partei!
  • Jugendtage in Ost und West
  • Unsere Internationale
  • Die Jugend in der Gesetzgebung
  • Rundschau
  • Vom Gegner
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 12 (12)

Full text

242 
Arbeiter-Jugend- 
 
Die Feinde der . Republik wollen rükwärts. Zurück zum 
Obrigkeitsſtaat. Wir wollen vorwärts, von der Republik 
zum DolksSſtaat. Darum pflanzen wir als Trußpanier die 
j<Owarzrotgoldene Fahne auf, das Sinnbild des Ringens für 
die ſoziale Republik. - 
Deutſ<land, ein DolkSſtaat! Die ganze republi- 
kaniſche Iugend deutſc<en Tandes erhebt dieſen Ruſ, ſpannt 
ihren Willen auf dieſes nächſte Ziel. 
Wir wollen mehr! Demokratie und Republik ſind uns 
Gegenwart. Die Zukunft iſt uns SozialisSmus, das UUieder- 
reißen der Klaſſenſ<Hranken, der Sturz des Gößen Uammon, 
der Triumph des grbeitenden Menſ<en über das Rapital. 
Schwarzrotgold iſt uns die Jahne dieſer Tage. Einer 
kommenden größeren Zukunft der Dölker flattert die rote 
Fahne voran. Blutrot voll Liebe und Leben und ewig wie 
das Leben. . 
Laßt ſie hoh uns ſchwenken am Gedenktage der Revolution, 
die ein Anfang war und kein Ende ſein darf. „Id war, ich 
bin, iM werde ſein“ -- wie Freiligraths unvergängliches 
Wort uns ſagt. Kein Stillſtand für den Sozialijten! Vlarſch 
dem feſten Ziele zu, das iſt alles! 
Wer unzufrieden mit dem Erreichten iſt -- und wir ſind 
es alle -- muß ſic< au ſtark genug zeigen, voran und auf- 
wärts zu arbeiten. Die beſte Kritik iſt das Beſſermachen. 
Der ſtärkſte Führer iſt das Beiſpiel, 
Ihr ſeid unzufrieden mit den alten Merſ<kolonnen der 
Bewegung vor 2eUu<. Das Tempo iſt euch zu langjam. Das 
Cied zu träge. Gut jo! Ueberholt ſie! Ob die Rraft eu< 
reicht? Ob die alten erprobten Truppen der LSozinldemo- 
kratie nimMt do<h ausdauernder, zuher, erfolgreicher ſind? 
Liefert den Gegenbeweis! | | 
Die Gelegenheit ilt da. Werbewo<e für die Sozialdemo- 
kratie. Wer hat die Partei aufgebaut? Die Alten! Uiht ihr, 
nimt wir. ShIwerer hatten ſie es als wir alle zuſammen. 
Uun zeigt, was ihr könnt! Politik iſt nim Klampfenſpiel, 
nit DolkStanz, nicht einmal Rede und Begeiſterung. Politik 
iſt Yia<tkampf. Die ſtärkſten Bataillone und die klügſte 
Führung ſiegen. 
Werbewode iſt politiſ<e Plobilmahung. Wenn der Mili- 
tarisSmus zum Kriege ruft, folgen alle geduldig, und neben 
dem Krieg ſteht doM nur der Tod. Wenn der SozialismuSs, 
die Freude, der Friede aufrufen, folgen noh lange nicht alls. 
Und doh ſtehen neben dem SozialisSmus Leben und Glück. 
Wir können niht befehlen, nicht zwingen, wie allerhöchſte 
KriegSherren. Wir müſſen überzeugen. Das können wir nur, 
wenn wir ſelbſt überzeugt ſind. 
Seid ihr 28s? Doh wohl ja. Uun wohl, ſo überzeugt die 
anderen! Werbt die Dierzehn-, die Siebzehnjährigen für die 
rote Jugend! Werbt die A<tzehn-, die Zwanzigjährigen für 
die rote Sozinldemokratie! Wilhelm Sollmann.. 
Ylax Weitphal: Unjere ITugendſchußzpolitik. 
G) Feber die ſozialpolitiſ<7e Bedeutung der QLusſtellung 
9 18 „Das junge Deutſchland“ jind in der vorigen Uummer 
Z-öWVdieſer Zeitſhrift treffliche Ausführungen gemacht 
worden. Die KAusſtellung hat nun in einem kleineren Teil 
unſerer Organiſation zu einer neuen Debatte über die ZU- 
gehörigkeit unſeres Derbandes zum Rei<hSausſ<uß der deut- 
ichen Iugendverbände, der der Hauptträger der Ausſtellung 
iſt. geführt, und es gibt Genoſſen, die wieder einmal den 
Austritt aus dem Ausſ<uß fordern. Sie erwarten vom KAuUS- 
ſ<uß nichts für die arbeitende Iügend und deklamieren in 
entſprechender Abwandlung das gute und wahre Marxz-Wort: 
„Die Befreiung der Arbeiterklaſſe kann nur das Werk der 
Arbeiterklaſſe ſelber ſein“, womit ſie ſagen wollen, daß die 
Arbeiterjugend nur fürſid< allein für ihre Forderungen 
kämpfen darf. Sie befinden ſiQ da aber in einem Irrtum, 
weil ſie die Dinge zu äußerlich betrachten. UatürliH kann 
der Arbeiterklaſſe reſp. der Arbeiterjugend ihr Selbſt- 
befreiungswerk nicht abgenommen werden, ſie muß es ſelbſt 
ausführen, und an ihrer Initiative, an ihren Leiſtungen 
wird immer erkenntlich ſein, wie ſtark der Wille zur LQuS- 
führung der großen Uiſſion iſt. Aber es iſt falſc<, aus dem 
Zitat eine ewig-ſtarre Formel madchen zu wollen, etwa in dem 
Sinne, daß ſie jedes Zuſammengehen mit bürgerlichen Or- 
ganiſationen verhindert. Kuf das ſtetige Dorandrängen zum 
Ziel, auf die Initiative kommt vs an. Uur von dieſem 
Standpunkt aus kann man fru<tbare Kritik leiſten, -- 
wenn ſie nötig wäre. Iſt ſie aber nötig? 
Wie hat fich denn die Jugendſ<ußpolitik unſerer Arbeiter- 
jugendbewegung entwikkelt? Man darf wohl ſagen, daß es 
eine Iugendſ<ußbewegung überhaupt erſt gibt, ſeitdem es 
eine Arbeiterjugendbewegung gibt. BiS zur Entſtehung der 
Arbeiterjugendbewegung um die Iahrhuündertwende ſprach 
man im allgemeinen vom KRinder-, Irauen- und DLrbeiter- 
fichuß, und zwar deShalb, weil das ſhulentlaſſene Proletarier- 
kind gemeinhin als erwachſen im Erwerbsleben gewertet und 
angeſpannt wurde. Der Begriff des jugendlichen Arbeiters 
in ſeiner heutigen Bedeutung entwickelte ſicQq erſt in der 
neueren Seit, und dazu hat ſehr viel beigetragen die Ent- 
ſtehung der Arbeiterjugendbewegung, in der ja die beſonderen 
Lebensnöte dieſer Proletarierſhi<t zum erſtenmal ihren weit- 
hin erkennbaren AuSdruck fanden. | 
Die Arbeiterjugendbewegung mußte ji mit ihren JForde- 
 
rungen na<h zwei Seiten durdſſeßen, erſtens in der Arbeiter- 
bewegung ſelbſt, in der erſt langſam Boden für die beſonderen 
Forderungen ver Jugend geſ<affen werden mußte, und 
zweitens gegen die HandwerkSmeiſter und Unternehmer, mit 
denen ja die Polizei und die Übrigen Staatsbehörden im 
Bunde ſtanden. Und die Arbeiterjugendbewegung hat ſich nach 
beiden Richtungen durd<geſezt. Es gibt dafür zwei ſtarke 
Beweiſe, erſtens das Jugendſ<ußkomitee beim Internatio- 
nalen Gewerkſ<aftsSbund in Amſterdam und zweitens die 
Qusſtellung „Das junge Deutj<hland“ in Berlin. Man ver- 
glei<e doh einmal den Stand der gewerkſ<aftlichen Iugend- 
arbeit aus der Zeit von 1904/05 mit dem Stand der Dinge 
von heute. Es iſt in dieſer Zeit bei den Gewerkſ<aften 
niht nur das Beſtreben, die jugendlicqe Arbeiter- und Ange- 
ſtelltenſ<aft zu organiſieren, mächtig gewachſen, es iſt ebenſo 
das praktiſche Eintreten im Wirtſc<haftsSkampf für die in- 
zwiſchen immer klarer herausgearbeiteten beſonderen Inter- 
eſſen des jugendlichen erwerbstätigen Proletariats in immer 
ſtärkerem Uaße in Erſcheinung getreten und hat ſ<on zu 
mäanden Derbeſſerungen geführt, wenn au das Siel no< 
lange nicht erreicht iſt. 
Wie ſ<Hon geſagt, hat dieſe Entwicklung auch zu der im 
vorigen Jahre erfolgten Gründung eines beſonderen JIugend- 
ſhußkomitees beim IGB. geführt. Pian vergleiche ferner, 
indem man die nicht genug zu empfehlende „Geſ<Hichte der 
Arbeiterjugendbewegung“ unſeres Genoſſen Karl Korn zur 
Hand nimmt, die Zeit der erſten Derſammlungen der Berliner 
Arbeiterjugend für ihre Iugendſ<ußforderungen mit dem 
heutigen Stand der Dinge. Seinerzeit überwachte die Polizei 
jede unſerer Derſammlungen, löſte ſie willkürlich auf, ver- 
haftete und beſtrafte die Leiter ſol<er Derſammlungen, --- 
heute findet im früheren Hohenzollernſ<loß „Bellevue“ eine 
Ausſtellung ſtatt, die ganz dem Jugendſ<ußgedanken dient 
und an deren Eröffnung zahlreic<e Dertreter von Uliniſterien, 
Behörden und privaten Organiſationen teilnahmen. Darin 
kommt dod) wohl zum AuSdrukk, daß es gelungen iſt, dem 
Jugendſ<ußgedanken weithin öffentlihe Anerkennung und 
Geltung zu verſc<affen, daß es gelungen iſt, ein ſtarkes 
öffentliches Bewußtſein von der Uotwendigkeit und Bedeutung 
des Jugendſ<Hußes entſtehen zu laßen, deſjen Druck die maß- 
gebenden RegierungsSinſtanzen und die noh widerſtrebenden 
Dr. 11 
“ . " 
«&.
	        

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