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Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0020
Title:
Arbeiter-Jugend - 20.1928
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1928
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 7/8
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Käthe Fröhbrodt: Das Arbeiterjugend-Mädel
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577530
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Erich Ollenhauer: Zum Gruß!
  • Die Jugend und die Zukunft
  • Karl Bröger: Rote Erde
  • Max Westphal: Von Weimar bis Dortmund!
  • Franz Lütgenau: Dortmund 1893-1928
  • W. Hofmann: Die sozialistische Arbeiter-Jugendbewegung in Westfalen
  • Erich Crisar: Dortmund
  • Karl Severing: Jugendtag - Verfassungstag
  • Gustav Weber: Die Jungen und der Sozialismus
  • Käthe Fröhbrodt: Das Arbeiterjugend-Mädel
  • Artur Crispien: Die Internationale der Alten an die Jungen
  • Erich Crisar: Rhythmus der Arbeit im Ruhrgebiet
  • Alfred Kleinberg: Das Schrifttum Westfalens
  • Franz Osterroth: Arbeiterdichter des Ruhrlandes
  • Emil Groß: Unser erstes Reichszeltlager
  • Karl Immermann: Der Hofschulze
  • Georg Beyer: Das Werk der Pressa in Köln
  • Biese: An den Rhein!
  • C. Heppe: Die Dortmunder Fehde
  • Leo Freund: Ein Ferienausflug im Jahre 1958
  • Rund um Dortmund
  • Die Entscheidung der Jugend
  • Internationale Rundschau
  • Für das Bücherbrett
  • Aus der Bewegung
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)

Full text

164 
Arbeiter-IJugend 
Lr. 7/8 
 
Käte Fröhbrodt: Das Arbeiterjugend-Mädel. 
m 4. und 5. Auguſt werden die Zeere der Sozialiſtiſchen 
Arbeiterjugend in Dortmund aufmarſchieren. 
>18 werden wir den hunderttauſenden jungen und alten 
Proletariern, die über und unter der Erde in die harte 
Arbeitsfron geſpannt ſind, die rote Fahne des Sozialismus 
vorantragen. Wir ziehen in jenes Land, wo die JFolge- 
erſ<heinungen der kapitaliſtiſchen Geſellſchaft am deutlichſten 
erkennbar ſind. Eine Erſcheinung der kapitaliſtiſ<en Geſell- 
j<aftsform iſt es au<h, daß jenes. mittelalterlic)e Ideal von 
der braven Hausfrau, deren Tätigkeit und Intereſſe ſich nur 
auf ihren HauShalt und ihre Familie beſ<ränkten, für die 
Arbeiterklaſſe nicht mehr exiſtiert. Heute ſteht die Arbeiter- 
ſrau von ihrem vierzehnten CebensSjahre an genau wie der 
Mann im Erwerbsleben, das für ſehr viele nic<t nur eine 
ErwerbsSquelle iſt, ſondern ihnen innere Befriedigung gibt. 
Es iſt darum eine Selbſtverſtändlihkeit, daß die ſozialiſtiſche 
Bewegung au< die Frauen organiſiert, damit ſie teilnehmen 
am Befreiungskampf des Proletariats. 
In no<h viel höherem Maße iſt es aber für die Sozia- 
liſtiſme Arbeiterjugend eine Selbſtverſtändli<keit, daß ſie 
auch die Nlädel in ihre Reihen aufnimmt, die genau wie die 
Jungen ' den Kampf ums Daſein führen, um ſie zu Streitern 
für die ſozialiſtiſchen Ideale zu erziehen. Kämpfen wir doh 
nimt nur für eing ſchönere, beſſere Welt, ſondern Haben 
allem UPlorſchen und Faulen unſerer heutigen bürgerlichen 
GeſellſMaft Fehde angeſagt. So wollen wir au< nicht wie 
die bürgerliche und d<riſtliche Iugendbewegung ein Uuker- 
tum erziehen, eine Jugend, die jede Gemeinſ<aſt mit dem 
anderen Geſhle<t ablehnt und ſomit falſche Dorſtellungen 
von ſeinem Weſen erhält, ſondern freie und frohe Vienſchen, 
glei welchen Geſchlechts, gehören in unſere Reihen. 
Dieſe wahre ſozialiſtiſche Auffaſſung iſt aber nom niht 
Gemeingut aller Arbeitereltern und auh der Arbeitermädel 
ſelbſt, ſonſt wäre es nicht möglich, daß die Mädel immer nur 
den weitaus kleineren Teil unſerer Vlitglieder darſtellen. 
Unermüdli<e Aufklärungsarbeit haben wir hier zu leiſten, 
damit dieſer Uebelſtand beſeitigt wird. 
| 
I Wf 
 
Hier 
'Dur< die Entwicklung der geſellſMaftlihen Derhältniſſe 
iſt dem weiblihen Geſchle<t eine Rolle zuerteilt worden, die 
ihm das Re<ht der freien Entfaltung ihrer Perſönlichkeit ab- 
ſpray, fie nur zum dienenden und gehor<enden Menſc<en 
dem anderen Geſhleht gegenüber beſtimmte. Dieſe bürger- 
limQqe Ideologie verſpüren wir noh deutlich in unſerer Arbeit. 
Die aktive BUlitarbeit, die Anteilnahme an den Geſchehniſſen, 
läßt bei den Wlädeln zu wünſchen übrig, während die Träger 
der Bewegung faſt ausnahmslos die Iungen ſind. Hier klafft 
ein Widerſpruc< zu unſerer Idee. Wohl iſt das YVlädel 
anderswertig, aber niht minderwertig und daher zu allen 
Arbeiten genau ſo fähig wie der Iunge. Wir wollen aber 
nicht verhehlen, daß dieſe Klagen über die mangelnde Wlit- 
arbeii der Mädel ſic in der lezten Zeit erfreuli<erweiſe 
zum großen Teil umgewandelt haben in eine Anerkennung 
ihrer wachſenden Aktivität. 
Auf dieſem Wege wollen wir weiter fortſchreiten. Denken 
wir immer daran, daß das Arbeiterjugendmädel von heute 
die Arbeiterfrau und Mutter von morgen iſt. Sie wird als 
jolMe dann nicht nur ein willenloſer Untertan ſein, ſondern 
eine mutige Mitiſtreiterin ihres Cebens- und Arbeitskame- 
raden, die mit Freude und Sdaffenskraft iam politiſchen 
Kampf der Arbeiterklaſſe teilnimmt. Aud wird ſie als 
freier Uenſ< ihre Kinder zu freien, ſozialiſtiſchen Menſchen 
erziehen. 
Dieſer kurzen Betrachtung über das Arbeiterjugendmädel 
ſei im Rahmen unſerer Zeitſchrift, deren vorliegende 
Üummer dem Tugendtag gewidmet iſt, Raum gewährt. Unſer 
Jugendtag, an dem die Arbeiterjungen und - mädel auf- 
marſ<ieren, gibt jedem einzelnen neue Begeiſterung und 
Sdqiaffensjreude am gemeinſamen Werk, vermittelt ihm ein 
Bild von der Lebendigkeit und SiegeSzuverſi<t der Sozia- 
liſtiſMen Arbeiterjugend. So mögen auc< all unſere Mädol 
aufs neue ähre Derbundenheit mit der Bewegung erkennen 
und ihre ſtändige unermüdliche Arteit zu deren Wohl als 
ihre ſchönſte LebenSaufgabe anſehen. 
Abſchied von VMiax Weſtphal. 
 
Gua 25S Wort Perſonenkult hat in unſeren Reihen einen 
n |: | üblen Klang. Durd) bloße Zergliederung ſeines In- 
837 halts --- das, was wiſſenſchaftli? Definition, Begriffs- 
beſtimmung genannt wird -- kommen wir dem anrüchigen 
Sinn des Wortes kaum auf den Grund. Ln ſich iſt jeder 
ſeiner beiden Beſtandteile ja harmlos, -- Perſonen ſind wir 
alle, und Kult heißt in dieſem Zuſammenhang nichts anderes 
als Derehrung. Aber wenn die beiden wertfreien Worte ſich 
vereinigen, iſt das Unheil, der „Perſonenkult“, da. Und doh 
vorehrt wohl jeder von uns „Perſonen“: die Eltern, unſere 
großen Denker und Didhter, einen Siller, Goethe und Bezet- 
hoven, einen Marx und Bebel und mandie andere tote und 
lebende Perſönlichkeiten, denen wir für das, was ſie uns 
geiſtig oder materiell gegeben haben, Dank ſ<ulden. Es 
müſſen alſo in dem Wort Perſonenkult über die Klare Be- 
veutung ſeiner Beſtandteile hinaus no< Gefühlsregungen und 
Getankenverbindungen mitſ<hwingen, die ſeinen böſen Ruf 
rechtfertigen. Und ſo verhält es ſic) in der Tat. Wenn wir 
jemandem nachſagen, er treibe mit einem Menſchen Perſonen- 
Rult, jo wollen wir damit in der Regel andeuten, daß er ſeiner 
„Derehrung“ in übertriebener Weiſe Ausdruck gibt, in Formen, 
die der Bedeutung jener Perſönlic<keit nicht entſprechen, und 
daß er dies am Ende gar in egoiſtiſ<er Abſicht tut, um ſich 
bei ihr einzuſ<meicheln, ſi? an ſie „anzubiedern“. Zum 
mindeſten machen wir ihm den Dorwurſ, daß er, ſei es aus 
Oberflähli<keit, ſei es aus Berehnung, die Perjon über 
die Sache ſtellt. 
Perſonenkult in dieſem Sinn iſt ohne weiteres etwas Der- 
ächtliches. Aber ebenſoſehr verdient es unſere ſchroffe Zurück- 
weiſung, wenn gedankenlos oder in bösSwilliger Abſicht jene 
eingangs erwähnte, durd&aus einwandfreie, ja, den beſten 
Regungen unſeres Weſens entſpredzende, in Worten und Hand- 
lungen ſic) kundtuende Derehrung eines uns lieben oder für 
die Allgemeinheit wertvollen Menſ<en mit jenem bösagrtigen 
Begriff infamiert, verunglimpft wird. 
Daß eine ſolche wertvolle Perſönlichkeit na< ihrem Tod, ſei 
es in Uadchrufen, ſei es lang über das Grab Hinaus, unſere 
Derehrung genießt, findet ja jeder in der Ordnung. Qber wes- 
halb jollen wir ni<t aud dem Lebenden, wenn ſich eine be- 
ſondere Deranlaſſung ergibt, unſere Liebe und Dankbarkeit 
zu erkennen geben? Wenn wir an ihm etwas zu mäkeln 
haben, pflegen wir doh aus unſerem Herzen keine UMörder- 
grube zu machen -- aber Gutes ſollen wir ihm erſt ſagen 
dürfen, wenn er unſere Stimme nicht mehr hört? 
Das iſt Unſinn, und iſt ſchlimmeres als Unſinn, iſt eine 
ſ<äbige Eigenſ<aft der menſchlichen Uatur, und zumal unſere 
Jugend, die um neue, reinere Lebensformen ringt, wird mit 
Entrüſtung ſol<es Anſinnen zurückweiſen. Gerade weil ſie 
zu ſo Dielem um ſi< herum, Sa<hlichem wie Perſönlichem, 
. Vein zu ſagen hat, wird ſie um ſo freudiger die Gelegenheit 
ergreifen, wenn ſie ſiQ aus vollem Herzen zu einem Menſen, 
den ſie ho<hſ<häßt, bekennen darf. Sie wird es auc) bei dem 
gegenwärtigen Anlaß mit Stolz und Freude tun, mag aud) der 
Anlaß ſelbſt ja leider kein freudiger ſein. 
Max Weſtphal -- ihr wißt es auh ohne die Ueberſchrift, 
daß von ihm die Rede iſt --, Max Weſtphal verläßtuns. Sieben
	        

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