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Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0020
Title:
Arbeiter-Jugend - 20.1928
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1928
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 9
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Wir Jungen wollen rote Fahnen tragen!
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577598
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Wir Jungen wollen rote Fahnen tragen!
  • Der Tag der roten Jugend
  • Rundschau
  • Aus der Bewegung
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)

Full text

194 
auch für uns im Dordergrund. Daß wir ihn zu- führen wiſſen, 
hat der Vürnberger Iugendtag gezeigt. Wir werden das von 
neuem beweiſen, an jedem Tag, der die Demokratie bedroht - 
ſieht, ſei es von re<ts oder von linkS. 
Freilih, auch das iſt ein Ergebnis von Dortmund: Be- 
kenntnis zum SozialisSmus heißt für uns nicht Derzicht auf 
die Gegenwart. Wir wiſſen, daß der Weg zum Sozialismus 
über ein hartes Alltagsringen in Staat und Wirtſchaft, über 
ein langſames, zähes Dorwärtsdringen von Etappe zu Ttapp? 
führt. Wir ſind zu dieſem Kampf bereit. Wir werden ihn 
fortführen, wenn die Däter abtreten müſſen. Aus dieſem 
Geiſt grüßten wir in Dortmund den Reihsminiſter Genoſſen 
Karl Severing, darum freuten wir uns in Dortmund über 
die Taten des Bürgermeiſters Genoſſen Hirſ<, darum erfüllte 
uns die vorbildlihe haltung der Dortmunder Polizei des 
Polizeipräſidenten Genoſſen Lübbring, mit Stolz. Wir wiſſen 
was ſie ſchaffen, iſt nicht der SozialisSmus, aber ihr Werk 
liegt auf dem Weg zum SozialisSmus. Wir werden es fort- 
ſezen müſſen. Befreiungskampf unter veränderten Bedin- 
gungen, in neuen Formen; aber mit demſelben Ziel. Die- 
jenigen, die Gegner re<hts und links, die da meinen, ſit 
könnten die Jugend ob ihres ſtolzen Bekenntniſſes zum Sozia- 
lismus ausſpielen gegen jene Männer und Frauen, die in der 
harten politiſchen Arbeit der Gegenwart ſtehen, machen eine 
falſe Redhnung. 
Wir ſind ni<t mehr erfüllt von jenem erſten Uoeberſhwang 
der Revolutionsjahre, aus dem das große Erlebnis des Wei- 
marer Iugendtages geboren wurde, iber das, was uns 
damals als die Aufgabe unſerer Generation offenbar wurde, 
die Geſtaltung der kommenden ſozialiſtiſm;en Welt, die Er- 
ziehung des neuen ſozialiſtiſQen MPienſ<en, das lebt in uns 
unverändert fort. Dortmund hat es gezeigt. Dort ſahen wir 
Arbeiter-IJugend 
wird. 
Ur. 9 
den Typ der neuen Jugend, die au< im Alltag beſtehen 
Der junge WMenſdy, erfüllt mit dem Willen zur eigenen 
CebenSgeſtaltung, aber do<H bereit zur Diſziplin, zur ſtraffen 
Zucht, wenn es das Ganze fordert, wenn der einzelne auf- 
gehen muß in dem großen gemeinſamen Willen, damit die 
Aufgabe erfüllt werden kann. 
Zwiſ<en Uürnberg und Dortmund liegt eine harte Zeit der 
deutſc<en ſozialiſtiſMen Iugendbewegung. Die Stabiliſierung 
brachte ſ<Hwere wirtſchaftliche Kämpfe, die Republik geriet in 
die Hand reaktionärer Regierungen, und im ſozialiſtijchen 
Cager folgte der Zo<Hſpannung ider Revolutionsjahre eine Zeit 
der Ermüdung. Wir Haben ſ<wer darunter gelitten; denn 
die Iugend iſt nicht befriedigt von den Kleinen Teilerfolgen 
zäher Reformarbeit, ſie muß hinter allem, was geſchieht in 
der ſozialiſtiſmMen Bewegung, das leßte ſozialiſtiſche Ziel ſehen. 
Seit Jahresfriſt kam die Beſinnung. Der Parteitag in Kiel, 
der Wiederaufſtieg der Arbeiterbewegung, der Sieg im Hlai, 
das waren die Zeichen der Geſundung. In Dortmund haben 
wir nun erlebt, daß au< die Iugend feſt im neuen, friihen 
Rhythmus marſchiert. Dieſer Rhythmus iſt härter, die Züge 
der Bewegung ſind ſ<ärfer und kantiger geworden; aber ſo 
ſoll es ſein: Eine Jugend, bereit zur Tat, zur Ulit- 
arbeit am Aufbau der neuen Ordnung, aber feſt und klar 
im ſozinliſtiſ<men Wollen. 
So iſt Dortmund der Beginn eines neuen Abſchnitts in der 
Geſchichte unſerer Bewegung, und unſere Aufgabe na< Dort- 
mund iſt es nun, dafür zu ſorgen, daß dieſer neue Beginn 
niQt nur ſi<tbar wird in Tagungen und Kundgebungen, 
ſondern daß er lebendig wird in der täglicqen praktiſ<hen 
Kleinarbeit, damit die Bewegung innerli<Q erſtarkt und 
äußerlich wächſt, bis ſie zur umfaſſenden Bewegung der deut- 
ſchen Arbeiterjugend, der kommenden Generation der Arbeiter- 
klaſſe geworden iſt. 
Der Tag der roten Jugend. 
Aa ÜnfterArbeiterjugendtagin Dortmund. 
58 Monatelang ſtanden dieſe Worte im Mittelpunkt all 
unſerer Arbeit. Eifrig wurde geſpart; jeder prüfte, 09 
und wie er am Jugendtag teilnehmen könne. Emſig wurden 
pläne Jgeſ<miedet, wie man von Freunden und Gönnern Reiſe- 
zuſ<hüſſe bekommen könne. Zum Parteikajſierer, zum Der- 
bandskaſſierer ſchickte man den Dorſizenden. In den meiſten 
Fällen kehrte er fröhlich mit einigen bunten Scheinen oder 
klingenden Münzen zurü"8. Die Organiſationen der er- 
wachſenen QArbeiterſ<aft halfen faſt Überall nam beſtem 
Können für die Dortmund-Fahrt ährer Iungmannſcaſft. 
Jugendfeiern wurden weranſtaltet; der Erlös ſloß in den 
Dortmund-Fonds. Je näher der Monat Auguſt kam, deſto 
unruhevoller wurden idie tauſende Iungproletarier, die das 
Erleben eines Reih<sSjugendtages mitmachen wollten. Und 
dann kam 'der Tag der Abreiſe. Die Häns<en und Wilhelm, 
die Gret<hen und Hannerl waren ſo voller Freuden, daß ſie 
ohne die Bilfe ihrer Mütter nicht heilbeinig zu den Sügen 
gekommen wären. SidcherliH hätten ſie den Rukſa> oder 
die Klampfe oder den Wimpel auf dem Kücdentiſ liegen 
laſſen. 
Sonnabend morgen. Kuf den Dortmunder Bahnhöfen iſt 
Bodibetrieb. Dierzehn Sonderzüge rollen aus allen Ceilen 
Deutſ<lands mit jungen, erwartungsvollen Inſajjen heran. 
Ander2 große Scharen friſcher Burſchen und Mädchen kommen 
mit den fahrplanmäßigen Zügen von Tord und Süd, von 
Oſt und Weſt. Sc<laftrunken und eng aneinander gedrängt 
ſind ſie dur< die Naht gefahren. Beim Morgengrauen donnert 
der Zug dur< das Land der Ho<höſen und Schlote. Da iſt 
alles wah; aller Schlaf iſt verflogen. Kopf neben Kopf ſtehen 
ſie an den: Fenſtern. Mietkaſernen tau<en auf. KArmſelig, 
nüchtern wie zu Hauſe. Doh Heute flattern rote und ſchwar3- 
rotgoldene Fahnen über die grauen Häuſerblöke von Dort- 
 
mund. Mit Girlanden und Transparenten ſind die Straßen 
geſOmüct. Die Jugend jubelt.. Kampflieder erſchallen und 
füllen die Bahnhofshallen mit ſeltenem KRlingen. Reidher 
Flaggenſ<muc> empfängt das Jungvolk au< in der Innen- 
ſtadt. Rotweiße Fahnen der Stadt Dortmund und die ſ<warz- 
rotgoldenen der Republik wehen von Hohen, tannengrün- 
umrankten Maſten vor dem Bahnhof. Straßenbahnen fahren 
mit ſ<warzrotgoldenen Wimpeln. Die ſtädtiſchen Gebäude und 
Sqhulen haben ſ<warzrotgold geflaggt. Die Stadt der 
roten Erde grüßt die rote Jugend, 
Der Sonnabendvormittag vergeht zunächſt dur< Quartier- 
madchen, Beſichtigungen und DOrientierungsfahrten. Junge 
Menſ<en wollen ſchauen und erleben, daſür bietet ſich in der 
rieſigen Induſtrieſtadt reicQli?) Gelegenheit. Yiehr als ein- 
mal tritt der Gegenſaß zwiſchen Altem und Teuem zutage, 
mehr als einmal erkennt man den Unterſ<ied zwiſ<en Ge- 
wordenem und Werdendem, ſtößt man auf zeitgeſ<i<mtlihes, 
eben vollendetes und im Entſtehen begriffenes Menſc<henwerk. 
Eine Stadt mit raſender Entwicklung, in der man kein Raſten 
kennt, in der Tag und TUa<ht die Hämmer dröhnen und die 
Feuerzangen der Eſſen zum Himmel lecken; eine Stadt aus 
hunderttauſend nüchternen Häuſerquadern, tauſend Sdloten 
und hundert Fördertürmen -- ein Dampyr auf Roter Erde. 
Das iſt Dortmund. 
Glückauf! 
Die Führer dürfen nicht bummeln. Im Goldſaal der Weſt- 
falenhalle iſt um 11 Uhr die Begrüßungsfſeier. Zu 
Hunderten ſiken ſie im Saal und auf den Galerien. In den 
vorderen Reihen Dertreter der Rei<s-, Staats- und Kom- 
munalbehörden, Dertreter der ſozialdemokratiſc<en Rei<S- 
umd Candtagsfraktion, des ſozialiſtiſ<Gen Kulturbundes und 
des Rei<hSausſhuſſes für ſozialiſtiſc<e Bildungsarbeit. Aud) 
die Iungſozialiſten, die Kinderfreunde, die Qrbeiterſportler, 

	        

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