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Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0020
Title:
Arbeiter-Jugend - 20.1928
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1928
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 10
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Wir wollen wecken, wir wollen werben!
Author:
W., G.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577630
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Wir wollen wecken, wir wollen werben!
  • Wl. Daniloff: Der Kampf der kommunistischen Jugend gegen den Militarismus
  • Zwei neue Ferienheime unseres Verbandes
  • Dortmund in der öffentlichen Meinung
  • Rundschau
  • Aus der Bewegung
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 11 (11)

Full text

218 
Häuſer mit großen Fenſtern ſäumen den Straßenrand. Hier 
ſingen Frauen; hier lachen Kinder; hier freuen ſich Männer 
am Zimmelsblau nah langen Stunden JFabrikengrau. Auf 
Spiel- und Sportplägen tummeln ſich arbeitsſteife Körper 
und gewinnen wieder ihre jugendliche Beweglichkeit zurück, 
die ihnen am Fließband verloren gegangen war. In hellen 
IJugendheimen ſigen Burſchen und Ulädhen, leſen in den 
Werken der großen Geiſter aller Dölker und Zeiten, ſuchen 
mit wiſſensdurſtigen Geſichtern, „was die Welt im Innerſten 
zuſammenhält“. Das iſt das GeſiHt des demokratiſchen 
Staates der Uadhkriegszeit, das ſind die Denkzeichen für den 
ſozialiſtiſ;en Einfluß in Staat und Derwaltung. Geſunde 
Wohnungen, Spielwieſen, Sportpläßze, Iugendheime: ſie ſind 
immer dort zu finden, wo eine ſtark2? Arbeiterbewegung mit- 
beſtimmt und mitverwaltet. Ie ſtärker ihr Einfluß, je weniger 
Utkenſihenblumen brauchen zwiſ<en kalten Häuſerfronten und 
. X'*guf glattem Aſphalt vorzeitig verblühen. Shaut eu< um, 
Genoſſen! Tragt zu dieſem Beiſpiel andere. Sie alle ver- 
pfli<ten zum Eintritt in die ſozialiſtiſchen Organijationen. 
UiewarWerbearbeitaberau<ſonotwendig 
wiejeßt. Die Arbeiterſchaft marſ<hiert mit feſten Schritten 
zu ihrem ſozialiſtiſ<en Endziel. Der Sozialismus iſt nim mehr 
nur formenloſe Hoffnung geplagter Menſchen, iſt nicht mehr 
Uiederſc<hlag bedrängter Sehnſucht, wie wir ihn au<d im neuen 
Arbeiter-IJIJugend 
lr. 10 
Reih der Bibel, in tauſend Sagen und Märchen angedeutet 
finden. Beute genügt uas nict mehr die Dorſteilung, wir 
würden ſo oder ſo do< einmal zu einem Sd<laraffenland 
kommen. Seit Jahren wird praktiſc< am Werden der neuen, 
ſozialen, profitloſen Wirtſ<afts- und Geſellj<maftsform ge- 
arbeitet. Dieles iſt ſ<on Tat geworden, was für die Alten 
des Sozialiſtengeſezes erſtrebenswertes Ziel geweſen iſt. Alles 
in allem: Der Sozialismus wird immer ſtärker Gegenwart, 
wird immer mehr Alltagsarbeit. Hart und mühſelig iſt dieſe 
Arbeit. Ie größer die Zahl derjenigen, die ſich ihr widmen, 
deſto beſſer wird ſie getan, deſto ſaneller geht es vorwärts. 
In Zamburg tagte Anfang September das Darlament der 
Arbeiter, der Kongreß des Allgemeinen Deutſhen Gewerk- 
ſ<haftsbundes. Aus den Unterſju<ungen der Gegenwart 30g 
ſi) dur< alle Derhandlungen der Wille zur geſtaltenden 
Gegenwartsarbeit. Seite an Seite mit der Sozialdemokrati- 
ſchen Partei bereiten die freien Gewerkſchaften den leßien 
großen Sdclag gegen die kapitaliſtiſche AQuSbeuterwirtſ<aft . 
vor. In dieſer lezten heiligen Schlacht für den Sozialismus 
darf die Iugend nicht fehlen. In hellen Haufen muß jie unter 
unſeren ſturmerprobten Herzblutfahnen den kämpfenden 
Arbeiterbheeren als ihre beſte Truppe voranziehen. Darum 
klingt in Hütte und Werkſtatt unſer Ruf: Arbeiter- 
jugend her zu uns! G.W. 
wl. DanilofF: Der Kampf der kommuniſtiſchen Iugend gegen den Militarismus. 
Grad, ie kommuniſtiſche Politik fußt auf dem Glaubensſaß: 
+ | 9 „Rußland iſt eiwas ganz anderes als die Übrigen 
ur Stanien“. Das politiſ&e Tun der Rommuniſten in 
Rußland bildet daber einen kraſſen Gegenſaß zu ihrer Täüiig- 
keit in anderen Ländern. In Deutſchland 3. B. führten die 
Kommuniſten einen erbitterten Kampf um die Amneſtie -- in 
Rußland hielten und halten ſie Tauſende von proletariſgen 
Freiheitskämpfern in Gefängniſſen und Derbannungsorten. 
Ebenſo wütend und ebenſo heu<leriſc bekämpfen ſie gegen- 
wärtig die deutſche Sozialdemokratie wegen ihrer angeblichen 
Zuſtimmung zum Panzerkreuzerbau -=- gleichzeitig arbeiten 
fie in Rußland mit allen Kräften daran, eine großZÜgige 
Aufrüſtung, eins. dur<greifende Militariſierung der Bevölke- 
rung dur<zuführen. 
Daß der kommuniſtiſ<e Glaubensfaß nicht ſtichhaltig iſt, 
wurde oft und unwiderlegbar bewieſen. Die Sowjetrepublik 
iſt ſchr weit vom Sozialismus entfernt. Die WiderwärtiI- 
keiten der Kapitaliſtiſ&en EeſellſmaftSordnung ſind in Ruß- 
land oft in verſchärfter Form vorhanden. Der erbitterte 
Feind der Arbeiterſ<aft =“- der Faſchismus -- beneidet die 
Sowjetregierung um gar mandes -- ſo 3. B. um die beiſpiel- 
loſs Dergiftung der Gehirne durd<) die großartige militariſtiſ<e 
Propaganda. 
Es iſt allgemein bekannt, daß der MilitarisSmus in Ruß- 
land ſtärker als anderswo iſt. Das rieſige ſtehende Heer, die 
allgemeine zweijährige Militärdienſtpflict, die militäriſ<e2 
Dor- und Kusbildung der Iugendlicen in Schulen, Unverſi- 
täten, ECowerkſ<aften, beſonderen militäriſj<en GOrgani- 
ſationen =- das ſind Tatſachen, die jedem ehrlichen Rriegs- 
gegner zu denken geben müßten. 
Unſere Leſer wiſſen, wie ſich die deutſchen Kommuniſten und 
Mitglieder der RI. als Kriegsgegner und Antimilitariſten gae- 
bärden. Wir wollen nun ſehen, wie die Kehrſeite dieſer 
ſhönen Worte, wie die Taten der Kommuniſten ausſehen. 
WieführendieKommuniſtendenKampfgegen 
Kriegqund Aufrüſtung da, woſjic amſtärkſten 
ſind -- in Rußland? UÜUun, wie geſagt: indem jie 
den Krieg vorbereiten, indem ſie fieberhaſt 
rüſten. 
Die kommuniſtiſche Iugend der Sowjetunion ſteht an der 
Spiße dieſer mititariſtiſc<en Arbeit. Der Kommuniſtiſche 
Jugendverband iſt militäriſc< organiſiert und bewaſſnet; er 
führt mit allen Ntitteln die miltariſtiſc<e Propaganda; er 
 
 
liefert die Hauptmaſſe der OffiziersSſ<üler der Roten Armee; 
er überwacht und unterſtüzt die militäriſ<e Erfaſſung und 
„Ertüchtigung“ der Iugend in Zeer, Schule und militariſtijchen 
Derbänden. 
Wie weit dieſs Miltariſierung der ruſſiſc<en RI. fort- 
geſchritten iſt, konnte man aus Anlaß der vor kurzem durM- 
geführten „Derteidigungswode“ beobachten. Der 
Zweock dieſer großangelegten Deranſtaltung war die Werbung 
von Sympathien und Geld für die Armee ſowie weiteſt- 
gehende Militariſierung der Iugend. Die KRI. führte u. a. 
allerorts Kriegsmanö&ver dur&? -- mit Tanks und 
Flugzeugen, Artillerie und Giftgaſen. LucH die Plädcen = 
Mitglieder der KRI. -- mußten als aktive Soldaten oder 
Krankenſ<weſtern mitmachen. Wodenlang Lherrſ<te dieſer 
Kriegstaumel, wodenlang war die ruſſiſche Prejje voll von 
„Kriegsberichten“. Es lohnt ſich, einige Beiſpiele heraus- 
zugreifen: 
Die „Kemſomolſkaja Prawda“, Zentralorgan der ruſſiſchen 
KI., berichtet am 15. Tuli 1928: 
„Dom 15. bis 30. Iuli führt die RI. der Ukraine die 
Kampagne zur Militariſierung der Iugend durc. 
Am 28. und 29. Tuli werden Manöver unter Führung von 
Offizteren der Roten Armee in der Uähe von Charkow ab- 
gehalten. Die Pioniere (kommuniſtiſ&<? Rin de rorgani- 
ſation. H. D.) bereiten ſim gleichfalls zur Militärarbeit vor. 
Sie worden Eeldſammlungen für den Bau eines Flugzeuges 
veranſtalten, welc<es den Uamen „Der ukrainiſche Pionier“ 
führen ſoll.“ 
Am 37. Iuli widmet dieſelbe Zeitung zwei Seiten den 
„Kriegsberiehten“, die mit rieſigen fettgedruckten Buchſtaben 
folgendes melden: 
„Die Shla<ßt um Moskau“. 
Kriegsmanöver der UoSkauer JuUng- 
kommuniſten. 
Derlauf der Sh<lahHt: die „Roten“ werden gezwungen, unter 
dem Druck der „Blauen“ Moskau zu räumen und ſic? gegen 
Weſten zurückziehen. Am 14. Juli gegen 22 Uhr erhalten 
die Roten Derſtärkung. In der Ua<t erfolgt in UlosSkau ein 
Aufſtand zugünſten der Roten. Zur Unterſtüzung der Luf- 
ſtändiſGen werden über WMoskau Flugzeugbomben abdb- 
geworfen. Km 15. Iuli, um 7 Uhr, gehen die Roten zum An- 
griff über und beſezen unter Geſchüßfeuer und unterſtüßt 
durh Flugzeuge den Uebergang über den MoSskaufluß; jedo<
	        

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