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Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0020
Title:
Arbeiter-Jugend - 20.1928
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1928
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 2
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Wahljahr und Weltfrieden
Author:
Carwy, Peter
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577358
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Wahljahr und Weltfrieden
  • Tagungen unserer Internationale
  • Die Opposition im kommunistischen Jugendverband der Sowjetunion
  • Aus der Bewegung
  • Rundschau
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)

Full text

ESSSSENSSSENENIZ ISIN FUETER nN un 
Ke DIEN SSESCERTEIIN SSSNEETEIEENN 
EN n ve ß . .' R ZIE we 
| S7 I EF u 
ß van ß H Fin 
bruar 1928 
 
SEICHT 
 
I FIeder Krieg noh Frieden! -- Wer entſinnt ſim nicht 
7 H dieſer zugeſpizten Formel Troßkis, mit der er die 
-2P5 Friedensvoerhandlungen in Breſt-LitowjkR abgebrochen 
hatte? Ironie der Weltgeſhic<te: dieſelbe Zzweideutige Formel, 
die die Bolſ<ewiken unter dem Dru der deutſchen Offenſive 
bald aufgeben mußten, indem ſie mit dem Kaiſer Wilhelm I1. 
einen „hundsgemein2n“ Frieden ſchloſſen, ſcheint am 
 
.„ Fe 
treffendſten die durc den Derſailler Dertrag geſhaffeng gegen- 
wärtige Cage Europas zu <arakteriſieren. Krieg? =- Das 
freilich niht: ſiebe Dölkerbund, Cocarno, Woltwirtſ<afts- 
konferenz ... Frieven? -- Bber wie kann man damit die. 
Rheinbeſeßung ac<t Iahre nach dem Waffenſtillſtand, die Wett- 
rüſtungen der großen und kleinen Mächte, die Aufrictung der 
Zollmauern, das Vlißlingen der Abrüſtungskonferenzen, die 
mal hier, mal dort auflodernden Konflikte in Einklang 
bringen? 
Weder Krieg nod) Frieden ... Dieſer zweideutigs Zuſtand 
zeigt ſich auf die Dauer als unerträglich. Ex ſteht im kraſſen 
Geg2nſaßs zu den gebieteriſ<en JForderungen der vor ſi 
aehenden finanziellen und wirtſchaftlichen Stabiliſierung 
Europas. Daß ſeit Cocarno ſich die Währungen in Frankrei, 
Belgien, Italien einigermaßen ſtabiliſiert, die Staatshaushalte 
überall gefeſtigt, die Induſtrie und der Handel ſich entwilelt 
haben, ſteht außer Frage. Aber die Unſicherheit der inter- 
nationalen Cage, die nur für die einzelnen Zweige der Shwer- 
induſtrie, vor allem die Waffen- und Kriegsſ<iffsfabrikanten 
vorteilhaft iſt, hemmt und verlangſamt die ökonomij<e Ge- 
ſundung Europas, die unter den ſ<weren Folgen der Rriegs- 
kataſtrophe immer nodh) leidet. . - 
Zugleich widerſprict der unhaltbare Zuſtand: „Weder 
"Krieg noh Frieden“ immer mehr den Hoffnungen, den JForde- 
rungen, den Intereſſen der breiteſten Dolksmaſſen der Welt, 
vor allem denen des Proletariats. Die Bolſ<ewiſten Über- 
treiben freilich demagogiſ<, wenn ſie behaupten, daß Europa, 
wie die ganze Welt, mit vollen Segeln einer unabwendbaren 
„Epoche neuer großer Kriege“ entgegenſteuers. Su fur<tbar 
waren die Kriegsverheerungen, zu klaffend ſind nor die 
Kriegswunden, als daß ein neuer Weltkrieg in abjehbarer 
- Zeit wieder möglich wäre. In den letzten Iahren, beſonders 
ſeit der Ruhrbeſezung, iſt denn auch die Kriegsgefahr in 
Europa nicht gewachſen, ſondern abgeflaut. UicmMt die Kriegs- 
gefahr, ſondern das Bedürfnis na< Frieden iſt ſeither un- 
gemein aewachſen. Die Dölker Europas verlangen, daß die 
. zweideuktige und brüchige Uahkriegszeit von einer geſicerten 
Friedensperiode endlich abgelöſt wird. Die Dolks- 
maſſen, und vor allem die Arbeitermaſſen, empfinden es als 
unerträglih, wenn ein beliebiger Konflikt in einem be- 
liebigen Weltwinkel -- ſei es der italo-jugoſjlawiſ<e, der 
anglo-ruſſiſche, der polniſc<-litauiſc<e oder der italo-fran- 
HE<HENE NESSE SEES EEETI . SSER Ee eo ee yn Ne mn IEE 0 ai re 7 BTI 
MONNSCHSTUM TIME „3 KEN N FSE D " 
Wahljahr und Weltfrieden. 
zöſiſche Gegenſaß -- das Rriegsgeſpenſt heraufbeſ<wören und 
die Kulturwelt ins Derderbon ſtürzen könnte. 
Dieſe zunehmende Beunruhigung und Unzufriedenheit der 
Dolksmaſſen einerſeits und die gebieteriſcen Bedürfniſſe 
des Wirtſchaftslebens anderſeits führten bekanntliM vor 
kurzem zu einer neuen FriedensSoffenſive. Der kläg- 
lie Mißerfolg der vom Präjidenten Coolidge einberufenen 
Seeabrüſtungskonferenz der Dreimädzte (USKÄ., England und 
Japan) hat die Unzufriedenheit und das WMißbehagen weit 
über die Grenze der Arbeiterſchaft hinausSgetrieben. Wie weit 
die allgemeine Unzufriedenheit ſelbſt in die Reihen der Bour- 
geoiſie eingedrungen iſt, beweiſt das demonſtrative Zurüt- 
treten des engliſ<en Dertreters im Dölkcrbund, Lord Cecils, 
ſowie des franzöſiſ<en, Henry ds Jouvenels, die jich faſt 
gleichzeitig weigerten, ſim? fernerhin an einer Politik zu be- 
tciligen, die unter dem Dekmantel der offiziellen FriedenS- 
betätigungen den Wert und den Einfluß d2s Dölkerbundes 
untergräbt, ſowie jegliche ernſte Abrüſtungsarbeit jabotiert. 
loch auffallender kam dieſe Stimmung in der September- 
ſizung des Dölkerbundes zum AuSdrusts, in der ſim die 
kleinen Staaten gegen die Großmächte auflehnten. Die nah 
dem Krieg neugebildeten kleinen Staaten, die zwiſ<en die 
rivaliſierenden Großmächte eingeklemmt ſind, fürchten nicht 
weniger als ihre Gegner ihre Beſhüßer und ſind deShalb um 
ihre Exiſtenz ſelbſt beunruhigt, während die „alten“ kleinen 
Staaten nah den Erfahrungen des Weltkriegs auf ihre „Lieu- 
tralität“ keinen großen Wert mehr zu legen ſ<einen. Immer- 
hin erbliken die kleinen Staaten, die gegen die eigennüßige 
imperialiſtiſche Politik der Großmächte aufgebracht ſind, ihre 
einzige Zuflucht in der demokratiſchen KusSbildung und der 
Befeſtigung des Dölkerbundes, ſowie in der möglichſt baldigen 
Derwirklihung der Abrüſtungsidee. Um die mißtrauiihen 
kleinen Stoaten und die aufgebrachte öffentlicde Dleinung 
dor Welt zu beruhigen, wurde ja au< von Polen eine große 
Aktion -in Genf unternommen, die alle Dölkerbundsſtaaten 
feierlich verpflichten ſollte, auf Kriege zu verzichten. Dod 
iſt es ſ<Hließlich dem ſonſt ſo „friedfertigen“ Empfänger des 
LUobelpreiſes, Sir Auſten Chamberlain, gelungen, der polni- 
ſchen Formel die Spiße abzubrechen und ſie zu einer harm- 
loſen Kundgebung des Dölkerbundes gegen Angriffskriege 
abzuſchwädcen. | 
Die ruſſiſche Diplomatie verſtand es, die allgemeine Diß- 
ſtimmung über dieſes Derſagen des Dölkerbundes und die 
Intrigen der imporialiſtiſc<en Großmächte auszunußen, um 
ihrerſeits in der Dezemberſigung der vorbereitenden Ab- 
rüſtungskommiſſion einen groß angelegten aber rein dem- 
agogiſchen Entwurf einer allgemeinen, ſofortigen und baldigen 
Abrüſtung vorzulegen. Dieſer Entwurf ſteht zwar im kraſſen 
Widerſpruc< zu dem gewöhnlichen „weltrevolutionären“ Säbel-
	        

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