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Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0020
Title:
Arbeiter-Jugend - 20.1928
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1928
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 11
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Der rote Novembertag
Author:
Sollmann, Wilhelm
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0577638
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 20.1928 (20)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7/8 (7/8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Der rote Novembertag
  • Kampfgemeinschaft der sozialistischen Jugend
  • Arbeitstage in Tännich
  • Lausebums
  • Urlaub für die Jugend
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben

Full text

 
  
EE ES NSS SU SAS DERE SIR INDIE IN 
N Baen WIGE N q 
N Kemal | b&f 
5 Emme 7 „aui. . . 
| et 
Der rote Novembertag. 14%>5,<“ 
  
SU 0 jünger wir ſind, um ſo ſ<hnekenhafter ſcheint es uns 
5 vorwärtszugehen. Selbſt in revolutionären Zeiten ziehen 
 
- „F die Sturmvögel des Umſturzes ni<t raſ< genug dem 
“Tempo der Jugend voran. Wie? Revolutionäre Zeiten? 
Haben wir denn überhaupt in Deutſchland eine Revolution 
gehabt? Diele beſtreiten es, verhöhnen unſere Revolutions- 
föiorn, entwürdigen unſer nun zehnjähriges Gedenken an den 
9. Wovember 1918. Am meiſten läſtern die, von idenen vor dem 
Revolutionstag nie jemand etwas gehört hat, und die auh in 
den britiſqgen Kampftagen ſic vorſichtig zurückhielten, bis es 
ganz und gar ungefährli< war, in der Republik mit Kraſt- 
worten bis zu Sdc<himpfkanonaden die revolutionär auſ- 
gedonnerte Vleinung zu ſagen. 
Wax alſo wirkli< eine Revolution? Sehen wir zu: Was 
war denn das Deutſchland des Iahres 19187? Tin Reich, in 
dem zwei Dußend Könige, Großherzöge, Herzöge und Fürſten 
von Gottes Gnaden regierten .und unabſesbar waren, auc< 
wenn. ſie Fehler, ja Derbrehen häuften, auch wenn jie offen- 
bar den Derſtand verloren hatten. Ein Land, deſſen Raijex von 
baltiſ<en und polniſchen Thronen für ſeine Prinzen, deſjen 
Könige von litauiſchen und elſaß-lothringiſ<en Länder- 
gewinnen für ihre Hausma<t träumten, während draußen 
zehn Millionen Männer für die Sicherheit der Grenzen 
bluteten und drinnen 50 WMillionen Menſc<en ſchufteten und 
hungerten. Ein Staat, deſſen kaiſerlicles Oberhaupt mitten 
jm Krieg die führenden Parlamentarier höhnte: „Wo meine 
- Garde auftritt, da gibt es keine Demokratie“. Ein Dolk, das 
von wenigen Adligen und bevorzugten Bürgern regiert wurde. 
Die ganze Staatsverwaltung, die allermeiſten Rathäuſer den 
breiten Dolksmaſſen verſchloſſen. Ein Heer, in dem kein Ar- 
beiter, kein Arbeiterſohn Offizier werden konnte, weil die 
Handarbeit verachtet, der Proletarier red<tlos war. In 
Preußen und in den. meiſten anderen Ländern elende 
Wahlſyſteme, die dem reihen Mann hundert- und 
' tauſendfa<; mehr Wahlrecht gaben als dem Arbeitsmann. Die 
Frauen vollſtändig vom Wählen, von jedem Staatsbürger- 
- recht ausgeſchloſſen. KeinWahlre<tfür die Jugend, 
denn wählen durfte erſt der Fünfundzwanzigjährige. Der 
Reichstag war ohnmädtig. Der Kaiſer, er allein, beſtimmte 
verfaſſungsmäßig, wer Reichskanzler und Miniſter wurde. 
Der Reihstag Konnte keinen Kanzler und keinen Miniſter 
ſtürzen. 
Grotesk wurden dieſe Zuſtände im Kriege. Ein ehrgeiziger, 
willensſtarker, aber geiſtig enger General, Eric) Ludendorff, 
riß zu ſeiner rieſigen Macht über das Kommando der Uil- 
lionenheere auch noh den größten Teil der politiſchen Madt 
an ſic. Er war nahezu Klleinherrſc<her über Deutſchland, weil 
auc< der ſhwad<he Kaiſer ſic) ihm fügte, ſolange er no< an 
AMIIENE RK XE rx IEE WE R „“'W.“. ä N D 
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20. Jahrg. / Beft NM H Berlin, I. November 1928 | | Preis 0, 
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einen militäriſchen Sieg unter des Generals cueRS TPL 
Führung glaubte. mana 
So war unſer Deutſchland bis tief in das Iahr 1918. Ulan 
muß ſ<lafen oder lügen, Dm zu behaupten, die demokratiſche 
Republik mit ihren politiſ<en DolkSrechten für alle ſei das- 
ſelbe wie jener Staat unter dem Throne Wilhelms II. und 
ſeinem alles beſtimmenden, alles erdrückenden UlilitariSmuS. 
Die Fehler des ganz und gar unmodern gewordenen, die 
Dolksmaſſen der induſtriellen Entwicklung nur als'„Material“ 
einſhäßenden Vlilitärſtaats haben die Revolution vorbereitet 
und zur Uotwendigkeit gemacht. Die Revolution hat die poli- 
tiſche Freiheit der deutſ<en Staatsbürger, au< des Arbeits- 
volks, gebracht, und die Republik hat ſie dur< die Derfaſſung 
geſichert. Sache des Dolkes, heilige Pflicht der Iugend iſt es, 
die Freiheit zu nüßen und dur< ſie den Staat, ſeine Darla- 
mente, ſeine Derwaltung zu erobern, die Geſezgebung, die 
Rechtſprechung, die Erziehung, das Beer zu reformieren und 
die BeſizvorreHte überall zu brechen. 
Dom KaiſerreiH zur Republik, vom Jürſtenthron zur De- 
mokratie -- das war nur dur< eine Revolution zu |<affen. 
Republik und Revolution -- in Deutſwland klangen dieſe 
großen und feierlihen Worte immer zuſammen. 
Wenn Anno 1848 idas Hederlied von dem „Traume einer 
Republik“ von Bürgern, Bauern, Studenten und EArbeitern 
geſungen wurde, wußten ſie, daß nur das Sturmwetter einer 
Revolution die tauſendjährigen deutſchen Plonar<ien ent- 
wurzeln könne. Wenn wir, die rote Iugend, zu Beginn dieſes 
Jahrhunderts dem Kaiſerreich in all ſeinem höfiſchen Glanz 
und ſeiner militäriſchen lacht unſere roten Fahnen entgegen- 
rekten, ſo wagten wir es im Glauben an die Revolution. 
Wenn die Sozialdemokratie, ſelbſt im Rahmen ſtrenger Geſeß- 
lichkeit ihre Bewegung führend, mit dem Sturz der deutſc<en 
Fürſtengeſ<lec<hter re<Inete, ſo ſah ſie ſmwere Erſchütterungen 
poraus. Der prophetiſche Künder des Sozialismus in Deutſ<- 
land, Auguſt Bebel, zeichnete den Militariſten und Won- 
archiſten die Linien der Entwicklung auf: Wettrüſten, Krieg 
und an deſſen Ende Revolution. So kam es auch. Der Welt- 
krieg ſtieß die große Lawine der Umwälzung an. Sie hat 
einen Teil der für den Krieg Derantwortlihen in Oſt- und 
Mitteleuropa unter ſich begraben. Ob dieſe Lawine wirklich 
ſhon zum Stillſtand gekommen iſt, das wird niemand mit 
Sicherheit behaupten dürfen. 
Revolutionären Romantikern, WMenſ<en, die einen Umſturz 
'nur unter Straßenkämpfen und nadfolgenden Waſſjen- 
erſ<ießungen oder Rekordleiſtungen des JFallbeils ſiM vor- 
ſtellen Können, iſt der 9. Uovember 1918 zu ſgonungsvol 
verlaufen. Wer ihn erlebte, weiß, wie ernſt diejer graue Uo- 
vembertag geweſen iſt. Ein müdes, ausgeblutetes, aus- .
	        

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