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Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0022
Title:
Arbeiter-Jugend - 22.1930
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Jugend in Not!
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0771125
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kampf und Aufbau ist die Parole
  • Unsere zentralen Veranstaltungen
  • Rings um eine Wochenende
  • Rundschau
  • Jugend in Not!
  • Vom Gegner
  • Aus der Bewegung
  • Brief aus der Werkstatt
  • Mitteilungen der Redaktion
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
Was hatte nun der Sachverständige Arzt zu gagen, der den 
Lehrling nach der Mißhandlung untersuchte? „Kratzwunden 
am Hals. Ein zerschlagenes Ohr. MassSenhaft Striemen auf 
dem Rücken, Kreuz und quer, der Rücken Sah ganz bunt aus. 
Beulen auf dem Kopf. Es ist eine Roheit, wenn auf einen 
nackten Körper mit einem Riemen geschlagen wird.“ Der 
Staatsanwalt Sprach Sogar von einer Mißhandlung „wie man 
Sie Sich Schlimmer gar nicht vorstellen kann“. Er wieder- 
holte die Worte „getühlsroh und unbarmherzig . 
Der Meister erhielt 300 Mark Geldstrafe, hilfsweise 
30 Tage Gefängnis für die Striemen auf dem Rücken des 
Lehrlings. Alle anderen Verletzungen führte das Gericht 
auf einen Ohrfſeigenstreit des Lehrlings mit einem 17jährigen 
Gesellen zurück, der kurz vorher Stattfand und den Anlaß 
zu Ser Mißhandlung des Lehrlings durch den famosen 
MeiSter gab. 
VOM GEGNER 
KIZINI ee BE WIEN TN Ts C%“ (NON En ATT SID IZ NIE VS SSD SMR ES IS DIE ZID TIS IOLNS UNSE EIE IE EIER RAE; 5 
ESS NN NNZ IE R EIL EIRICH KOEN ESA SN ISIN AKT IN SR IERS SSI H AEG 
 
  
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M MII 
Nakenkreuzler ais Messerneiden 
Am 8. Dezember war in Thüringen Landtagswahl. 
Die 
Sozialdemokratie behauptete Sich gut gegen ihre zahlreichen 
Gegner von links und rechts. Am gehässigsten war der 
Kampf der Nationalsozialisten, die in der Sozialdemokratie 
mit Recht ihren Hauptgegner erblicken. Än einer Ausgein- 
andersetzung mit geistigen Waffen Hegt den Hitlerleuten 
nichts. Sie Sind Sicher davon überzeugt, daß Sie Gabei 
Gen kürzeren ziehen würden. Also gehen Sie zur rohen 
Gewalt über, Das mag folgender Vorlall in Jona be- 
weisen. Am Wahlmorgen wurden einige unserer Genossen 
am Westbähnhof von einem Stoßtrupp der Hakenkreuzler 
überfallen, der die ganze vorhergehende Nacht mit Dolch- 
MmesSern und Gummiknüppeln bewaffnet durch die Straßen 
zogen war und Plakate anderer Parteien überklebt hatte. 
Ein Augenzeuge Schildert den Vorfall, bei dem der 
Sechzehnjährige Genosse Helmut Vogel Schwer ver» 
letzt wurde, im Jenaer „Volk“ wie folgt: „Die Jugend 
gencssen Sind vom Westbahnhof gekommen und haben an 
der großen Plakaitafel an der Bahnunterführung Plakate an» 
geklebt. Da ertönte der Ruf: Die Nazis kommen! Ein Teil 
der Jugendgenossen beendete die angefangene Arbeit, 
während einige Sich hinter die Bäume zurückzogen. Im 
gleichen Moment drangen etwa 30 Hakenkreuzler, 
bewaffnet mit Stahlruten, Hundepeitschen, 
Spazierstöcken auf die 15 jungen GenoSSen 
ein. Es entstand gofort ein regelrechtes Handgemenge. 
Einem älteren Jugendgenossen gelang es zunächst, die ragen» 
den Nazis zu beruhigen. Da aber bereits einer der Ihrigen 
im Handgemenge zu Fall gekommen war und Sie desSsen 
Stöhnen hörten, griffen Sie erneut an. In ihrer Raserel 
Stachen die Hakenkreuzler einen unserer Genossen mit dem 
Messer nieder, was von unseren Genossen nicht bemerki 
wurde. Schließlich gelang es doch noch, dem Handgemenge 
durch Vernunftworte Einbalt zu tun. Angehörige beider 
Streitender Parteien begaben Sich hierauf nach der Polizei 
wache. Ein Teil der Hakenkreuzler, die im Besitz der 
Waffen waren, und die wahrscheinlich auch die Waffen der 
anderen mitgenommen Hhatten, machten Sich aus dem 
Staube.“ | | 
Diesen iſrechen Ueberſall der doppelt s0o Starken Haken» 
kreuzler stellten diese Helden auf der Polizeiwache So dar, 
als Seien Sie von den paar JugendgenosSen überfallen 
worden. Daß ein GenosSSse niedergestochen worden war, 
wurde erst Später bemerkt. Die Jugend demonstrierte dann 
am Vormittag in mustergültiger Ruhe und Ordnung in im 
posanter Zahl gegen das Banditentum und machte der All» 
gemeinheit durch ein großes Iransparent von dem Vor- 
gefallenen Mitteilung. 
AUS DER BEWEGUNG aum 
Mai was anderes 
Mit fünf Falken, zwei Mädel, drei Jungen, hatten wir uns 
vorgenommen, auf eine andere Art als bisher die Oeffent- 
lichkeit auf uns aufmerksam zu machen. 
Vor dem Decla. 9 Uhr. Um 11 Uhr ist unsere Film 
veranstaltung; zwei Stunden alsos haben wir noch Zeit. 
 
 
 
   
 
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MIR SEEN 
 
KNEE WERSE 5 
ESSLING INNE ve 
 
 
ARBEITER-JUGEND NR. 1 
33 „Arbeiter-Jugend “Hefte wollen wir verkaufen. Schnell 
Sind die Straßen bestimmt. Losl!l... 
Brrrr! rrier! geht die Klingel. „Guten Morgen. Das 
neueste Heft der SozialistiSchen Arbeiter-Jugend ist Soeben 
erschienen . . . reich jilustriert ... kostet 25 Pf. ... falls Inter- 
esse.“ „Bedaure... 
Nächstes Haus. Brrrrl rrrixe! So geht's von Haus zu 
Haus. Alle möglichen und unmöglichen Entschuldigungen 
und Gründe für ein Nichtabnehmen der Hefte kriegen wir 
zu hören: „Arbeitslos“, „Kein Kieingeld , „Hab erst Winter- 
kartoffeln bezahlt“, „Miete“, „Die unterstütze ich nicht ... 
Wieder klingele ich. Oben Sagt eine Frau zu irgend 
jemand: „Sag“ man, hier ist niemand zu Haus.“ Prompt ruit 
eine Mädchenstimme von oben! „Hier ist niemand zu 
Haus! -- - 
Wie ein blindes Huhn auch mal ein Korn findet, So 
fanden wir auch mal einen Käufer. Wir machten im Reden 
ijedem Advokaten Ehre. Und so blieb der Erolg nicht aus. 
Trotz der vielen „Nieten“ hatten wir, ehe die zwei oStundei 
verflosSzen waren, alle Zeitungen verkauft! Vor lauter 
Freude und Begeisterung stellten wir Schon Rechenexempel 
auf: Wenn jede Gruppe nur einen Sonntag im Nonat iüni 
Falken Stellt, die 35 „Ärpeiter-Jugend“-Hefte verkaufen, das 
wären bei neun Gruppen 315 Zeitungen. .». 
Aus der „Roten Falkenpost , Bremen. 
ax neueren u] 
En DIOR Es 
SIE an D K 
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LEREN TEN Genen 
FUN ZPIR ER ZST ENEN 
 
n 
 
- den i0. 
Liebe GenossSinnen und Genossen! 
Ihr alle wißt, daß unsere „Arbeiter-Jugend“ nicht hur zu 
den Fragen unserer Bildungs“ und Erziehungsarbeit Stei- 
lung zu nehmen und unsere Forderungen zu vertreten hat, 
Sondern das Sie uns viel mehr bedeutet. Die „Arbeiter- 
erlin 
Jugend“ ist das Bindeglied unseres Verbandes, d. h. Sie hat 
die Aufgabe, aus dem Leben der Bewegung zu berichten 
und Anregungen für die praktische Arbeit zu geben. Im 
allgemeinen Rahmen der Zeitschrift kann aber ausführlich 
nur über die wichtigsten Veranstaltungen des GeSsamtver> 
bandes und der Bezirke berichtet werden. Als Sprachrohr 
des Verbandes muß die „Arbeiter-Jugend“ aber auch von 
vielen anderen Dingen erzählen, Freud und Leid der ge- 
Samten Bewegung, auch der Kleinsten Ortsgruppe, wollen 
wir kennenlernen. ' 
Aus diesen Gedankengängen heraus hat der Hauptvort- 
Stand den Werkstattbrief geschaffen, der den älteren 
Lesern Schon aus früheren Jahren bekannt ist. Unter 
dieser Rubrik wollen wir nun wieder in jeder Nummer über 
all das berichten, was Sich in unsgerer Werkstatt an Wis- 
Senswertem ereignet hat. Ihr müßt alle Mitarvpeiter des 
Werkstattbriefes Sein, indem ihr uns Ereignisse und Ge 
Schehnisse mitteilt, die nach eurer Meinung durch den 
Werkstattbrief allen Genossen und Genossinnen mitgeteilt 
werden Können. 
Die Monate November/Dezember Standen im Zeichen 
eines wichtigen politischen Ereignisses. In fast allen 
deutschen Ländern fanden Landtags“ oder Kom 
munalwahlen Statt. Die SAJ. Stelite ihre jungen 
Kräfte Selbstverständlich der Sozialdemokratischen Partei 
zur Wahlarbeit zur Verfügung. Ihre besondere Autgabe 
Sah gie in der Aufklärungsarbeit unter den Jungwählern, 
in Berlin, Stettin, Bielefeld, Harburg, 
Erfurt und mehreren anderen Städten fanden beSondere 
Jungwählerversammlungen statt. Als besonders erfreuliche 
TatsSache können wir noch berichten, daß an vielen Orten 
die Jungwählerschaft Selbst ihre Vertretung in die Parla- 
mente entsandt hat, indem Funktionäre unserer Bewegung 
in die Kommunalvertretungen gewählt wurden. Mitteilun- 
gen hierüber liegen uns vor aus Berlin, LucKken>- 
walde, Senftenberg, Angermünde, Zeiiz, 
Königsberg (Pr), Elbing, OSsterode (Ostpr.), 
Hindenburg (O.-S.), Stettin, Peine, Hann«- 
Münden. Wir Sehen darin eine große Anerkennung 
unsSerer Arbeit und gleichfalls eine Bestätigung unserer Stets 
vertretenen AuffasSung, daß die SozialiStiscche Jugend bPe- 
rufen iSt, das Werk der alten Kämpfer fortzusetzen. All 
ungeren neugewählten „Jung-Stadtverordneten“ wünschen 
wir den besten Erfolg bei der Erfüllung ihrer bedeutungs- 
vollen Aufgaben. |
	        

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