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Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0022
Title:
Arbeiter-Jugend - 22.1930
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 6
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Arbeitsgemeinschaft
Subtitle:
1. Beilage der "Arbeiter-Jugend"
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0578614
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Mißbrauch an der Jugend
  • Die Jugend bei den Maifeiern
  • Das Ergebnis unseres Photowettbewerbes
  • Jugendschutz und Jugendrecht
  • Jugend in Not!
  • Vom Gegner
  • Unsere Internationale
  • Aus der Bewegung
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
Der Nationalsozialismus 
Sein Ursprung und Seine Absichten 
Bewegungen, die Sich „Sozial“ nannten und der - Sozial- 
demokratie Konkurrenz machen wollten, hat es in der 
deutschen Parteiengeschichte Schon öfter gegeben. Es Sei 
erinnert an die Sog. „Berliner Bewegung“, deren Führer in 
den 70er und 80er Jahren der Hofprediger Stöcker war, der 
begründer der Christlichsozialen Partei. Diese Partei 
wurde emporgetragen von einer Zeit Starker wirtschaft- 
icher Umwälzungen, den „Gründerjahren“. Viele Existen- 
zen wurden damals vernichtet, andere Stiegen“ empor. Die 
wirtschaitlich ungeschulten Massen Saben nicht die zwangs- 
läufigen Veränderungen der Produktionsverbältnisse, unter 
denen Sie litten, Si2e machten nicht das System, 350ondern 
einzelne, die vielleicht aus der Not der Menge Nutzen 
zogen, Verantwortlich. Eine Starke judenfeindliche Strö- 
mung ging über das Land, die geschürt wurde von der 
ChristlichSozialen Partei. 
Diese HhistoriSche Erinnerung führt uns zu einem Ser 
Ursprünge auch der „„NationalsozialiStiScchen Deutschen 
Arbeiterpartei“ (NSDAP.): den wirtschaftlichen Kata- 
Strophen der Nachkriegszeit und der antisemitischen Welle, 
die ihnen folgte. im Jahre 1918 wurde in München die 
„Deutsche Arbeiterpartei“ gegründet. Ihr Vorsitzender 
war ein SchlossSer, Anton Drexler. Ein Ingenieur, Gottfried 
Feder, hielt volkswirtschafiliche Vorträge vor den Mit- 
gliedern, Sechs an der Zahl. Das Siebente Mitglied warde 
Adolf Hitler, damals Bildungsoffizier bei der Reichs- 
wehr und mit der Beobachtung der neuen „Partei“ betraut. 
Hitler, tatkräftig und ebenso redegewandt wie organi- 
Satorisch begabt, erlangte bald die Führung. Das Jahr 1920 
 
iS 
Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. 
Sah die Ausbreitung der Partei, gefördert durch die baveri- 
Schen Behörden, den PolizeipräSidenten Pöhner und den 
damaligen Überamtmann Frick. Auch die regierende 
BayriSsche Volkspartei brachte der jungen Bewegung Wohl- 
wollen entgegen, „wegen ihres vaterländischen Kerns . und 
weil Sie die Sozialdemokratie Pekämpfie. 
Im Februar Steigt die erste MasSs2anversammlung im 
„vdofbräu“ mit anschließender Schlägerei. Im gleichen Jahr 
wird mit den NationalsozialisSten Deutschösterreichs und 
Böhmens Fühiung genompren Von einem völkischen 
Grüppchen Übernimmt man eine Zeitung, den jetzigen 
„VölkisSchen Beopacater . Auf die Vorgänge im kritischen 
Inflationsfahr 1923 kann hier nicht näher eingegangen 
werden. Am 8. November, dem fünften Jahrestag des 
„NovemdDberverbrechens , ruft Hitler im Bürgerbräu die 
„nationale Revolution“ aus. Er fordert zum MarsSch nachn 
Berlin auf, der aber Schon am nächsten lage an der 
Münchener Feldbherrnbaile im Feuer der Reichswehr zu- 
Sammenbricht. Hitler wird auf Festung geschickt, Kommt 
nach einigen Monaten wieder frei und widmei Sich nun 
dem Ausbau geiner Partei. 
Die Organisation der NSDAP. 
Die NSDAP. ist gegliedert in 25 Gaue, denen Deutscnh- 
Oesterreich mit Sechs Gauen organiSatoriSsch angeschlossen 
iSt. Mit der Partei Steben in engem Zusammenhang der 
„Kampfbund für deutsche Kultur“ und der „Bund natio- 
nalsozialistiScher Lehrer und Juristen . ES besteht weiter 
eine FravenorganiSation, der „Deutsche Frauenorden 
 
DARE 22227 
Rückansicht: Schülerwohnblocks mit Glasgang 
u 

	        

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