ScriptaPaedagogica Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Access restriction

Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0022
Title:
Arbeiter-Jugend - 22.1930
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 8
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Die Arbeitsgemeinschaft
Subtitle:
1. Beilage der "Arbeiter-Jugend"
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0578642
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Der Geist von Weimar
  • Roter Jugendtag in Kopenhagen
  • Sozialistengesetz gegen die Jugend
  • Jugend und Arbeitsdienstpflicht
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Rundschau
  • Jugendschutz und Jugendrecht
  • Vom Gegner
  • Kultur und Leben
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
RUNDSCHAU oE 
 
Es will keiner mehr Soldat werden 
Wie aus einem Bericht des englischen Kriegsministers 
an das Parlament hervorgeht, erregt die Ständig ab- 
nehmende Anzahl derer, die Sich freiwillig zum Heeres- 
dienst melden, in den militärischen Kreisen des Landes 
große Besorgnis. Während im Jahre 1928 die Zahl der Frei- 
willigen noch 30 000 betrug, ist Sie im vergangenen Jahre 
bereits auf 26 000 gesunken, und in diesem Jahre rechnet 
man mit einem weiteren Rückgang von 3000 bis 4000 Mann. 
Diese Erscheinung wirkt um So auffallender, als die Zijier 
der ArbeitsloSen in England eine Sehr hohe ist und es ge- 
rade ArbeitsloSe waren, die Sich in früherer Zeit zu dem 
gutbezahlten Heeresdienst meldeten. Dieser Rückgang be- 
Schränkt Sich übrigens nicht nur auf die MannsSchatften 
des Heeres, auch die Zahl der Offizieranwärter hat be- 
deutend abgenommen, trotzdem Sowohl das Gehalt wie die 
Pensionsbezüge der Offiziere Seit dem Kriege nicht un- 
wesentlich erhöht worden Sind. Die Offizierschulen von 
Sandhurst und Woolwich weisen große Lücken auf, denn 
die Abgehenden werden nicht mehr durch Neueintretende 
ersetzt. Es kann daher Keinem Zweifel mehr unterliegen, 
daß dieser Wandel auf eine Strömung zurückzuführen ist, 
die alle Kreise des Volkes ergriffen hat und in einer grund- 
Sätzlichen Abneigung gegen alles Militärische zum Aus- 
druck kommt. 
Die Zahl der jugendlichen Erwerbslosen 
Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen- 
verSicherung veröffentlichte eine Statistik mit dem Stichtag 
vom 30. April 1930 über die Alterszusammen- 
Setzung der unterstützten Erwerbslosen. In der Arbeits- 
loSenverSicherung verteilen Sich die damals 1 521 361 männ- 
lichen Hauptunterstützungsempfänger (diese Zahl hat Sich 
kaum verändert) auf die folgenden Altersgruppen: 
14 bis 21 Jahre 213 607 14,0 Proz. 
31 „45 „ 087 611 649 „ 
5 „OW „, 250 818 46 „ 
über 60 Jahre 69 325 16 „ 
Von den an diesem Tage festgestellten 337 905 weib- 
lichen UnterstützungSsempfängern befinden Sich im Alter von 
14 bis 21 Jahren 58 054 17,5 Proz. 
21 „45 „ 231 870 68,5 „, 
455 „PO ,, 39 195 116 „, 
über 60 Jahren 7 8 23 „ 
Die Zahl der Jugendlichen aus beiden Statistiken Summiert 
SICh auf 272 561, Die tatSächliche Zahl der jugendlichen Er- 
weorbslogen ist aber viel höher. Stichproben an den Bor- 
liner Berufsschulen haben ergeben, daß die tatSächliche Zahl 
der jugendlichen ErwerbsloSsen um durchSschnittlich 59 Proz. 
über die Zahl der Statistiken der ArbeitSsämter 
liegt. An diesen Schulen wurden beispielsweise im Februar 
unter 609 487 Schülern (zwiSchen 14 und 17 Jahren) 80919 
Arbeitslose ermittelt. Die Zählung der ArbeitsloSenunter- 
StützungSsempfänger im Bezirk des LändesSarbeitsamtes 
Brandenburg, von dernf die Stadt Berlin einen Teil bildet, 
ermittelte am 15. Januar nur 5774 Unterstützungsempfänger 
unter 18 Jahren. 
Die Differenz ergibt Sich aus den gesgSetzlichen Be 
Stimmungen über die VorausSsetzungen jür den Unter- 
Stützungsanspruch. Zam Beispiel Sind Lehr! linge bei einem 
mindestens zweijährigen Lehrvertrag verSicherungsfrei; die 
Versicherungspflicht beginnt jedoch "52 Wochen vor Ablauf 
der Lehrzeit. Nun müssen bei der erstmaligen Inanspruch- 
nahme der ArbeitsloSenunterstützung vor der Arbeitslos- 
meldung innerhalb der letzten zwei Jahre 52 unter Stützungs- 
pflichtige Arbeitswochen nachgewiesen werden. Nach dieser 
Rechtslage werden alle Lehrlinge, die auslernen und ent- 
lasSen werden (was ja heute “die Regel ist) und durch 
Krankheit oder Kurzarbeit im letzten Lehr jahr nicht voll- 
beschäitigt waren, von der ArbeitsloSenunterstützung aus“ 
geschlossen; Sie können Keine 52 versicherungspflichtige 
Arbeitswochen nachweisen. Ebenso geht es den Lehrlingen, 
die während ihrer Lehrzeit durch Betriebsstillegung arbeits- 
los werden und Keine Möglichkeit finden, in einem anderen 
Betrieb weiter zu lernen. Hinzu kommen auch noch die 
ARBEITER-SUGEND NR. 8 
jugendlichen Ausgesteuerten, die keine Krigenunterstützung 
bekommen und Statistisch nicht erfaßt Sind. 
Hinter allen diesen Zahlen verbirgt Sich ein Höchst- 
maß von SeeliSschem Leid. Denn Arbeitslosigkeit 
bedeutet für die Jugend nicht nur, daß Sie kein Geld hat, 
Sondern vor allem auch Steigende Lebensunkast, wachsende 
moralische Haltlosigkeit. Wenn wir in Gerichtsberichten 
über jugendliche Verbrecher oder in Statistiken über 
wachsende Kriminalistik der Jugendlichen lesen, dann 
denken wir immer an das Heer der jugendlichen Erwerbs- 
loSen, die durch die Schuld eines anarchiSchen Wirtschatts- 
SYStem zum Nichtstun gezwungen Sind. 
JUGENDSCHUTZ UND JUGENDRECHT- 
  
Für den Sc hutz der arbeitenden Jugend 
Für den Schuiz der arbeitenden Jugend hat der Inter- 
nationale GewerkschaftsSbund eine Broschüre Hheraus- 
gegeben. Sie ist in deutscher Sprache abgefaßt, wird aber 
binnen kurzem auch in französSischer und englischer Sprache 
erScheinen. Mindestalter der ZulasSung zur ErwerbSsarbeit, 
Regelung der Arbeitszeit, Nachtarbeit, Arbeit in Berg“- 
werken, “Arbeitsaufsicht und noch eine ganze Reihe von 
wichtigen Arbeiterjugendschutzfragen werden in der Bro- 
Schüre eingehend behandelt. Darüber hinaus bringt Sie 
Uebersichten über Gesetze verschiedener Länder, die die 
gewerkschaftliche Organisierung Jugendlicher Personen be- 
eintr ächtigen oder unter bestimmte Bestimmungen 
PreSSen. Den Schlußteil der Broschüre bilden Zusammen- 
Stellungen über den bezahlten Urlaub jugendlicher Arbeiter, 
über die Regelung der Arbeitsbedingungen der Jugend- 
lichen in den Tarifverträgen und über die Berufsberatung. 
Das Jugendschutzprogramm des IGB. und das internationale 
gewerkschaftliche Bildungsprogramm Sind der Broschüre 
beigefügt. Ihr Preis beträgt 1,50 MK. 
Die Arbeiterjugend Sollte Sich das ihr vom IGB. gewid- 
mete Büchlein recht genau ansehen; denn nicht mit Ge- 
fühlen allein kommt die Jugend vorwärts; Sie braucht auch 
klare und gediegene Kenntnisse über Sich Selbst. 
England verlängert die Schulzeit 
Das englische Unterhaus genehmigie am 30. Mai in 
zweiter Lesung mit 280 gegen 223 Stimmen das von der 
Aibeiterregierung "ZUr Verringerung der Arbeitslosigkeit 
bestimmte "Schulgesetz. Es erhöht in England und Wales 
fir 400 200 Kinder das Schulptlichtige Alter um ein Jahr. 
Für Schottland, wo die Arbeitslosigkeit am StärksSten ISt, 
iSt ein ähn! iches Schulgesetz dem Unterhaus unterbreitet. 
Die Mehrheit für dieses Gesetz ist ebenfalls geSichert, SO 
daß künftig eineinhalb Millionen engliSche Volksschüler 
ein Jahr länger vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden. 
Die Vor lagen belasten das Staatsbudget. mit rund 6 Mil- 
lionen Pfund, denen eine Ersparnis von 3 Millionen an 
Ar beitsloSeng eldern gegenüberstent. 
 
Kommunistische > Verleumdungen 
Die kommunistisSche Presse berichtet in der bei ihr üblichen 
Art über die angebliche AusSchaltung von er- 
werbslosSsen Mitgliedern der Sozialigti- 
Schen Arbeiterjug end von der Teilnahme 
am SkandinaviSchen Jugendtvrvetten in 
Kopenhagen. Man habe diesen Jugendlichen die Teil- 
nahme an den Veranstaltungen untersagt und ihnen auch 
keine Quartiere bereitgestellt, nur weil Sie arbeitslos ge- 
wesSen Selen. 
Der wahre Sachverhalt ist folgender: Unzer Hauptvor- 
Stand hat bereits Anfang dieses Jahres im Einvernehmen 
mit den däniSsSchen Genossen beschlossen, von einer all- 
gemeinen Aufforderung an die Mitgliedschaft zur Teil- 
nahme am Kopenhagener Jugendtag abzusgehen und ledig- 
lich die Bezirke Berlin, Brandenburg, Schleswig „HolStein, 
Hamburg, Mecklenburg-Lübeck und Pommern aufzufor- 
dern. Dieser Beschluß wurde wiederholt in ungeren Zeit- 
Schriften veröffentlicht und ebenso die bei allen Auslands- 
fahrten übliche Regelung, daß alle Anmeldungen über 
die zuständigen Bezirksleitung en an den Hauptyv orstand zu 
1783
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Periodical volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC
TOC

Article

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Periodical volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Article

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Arbeiter-Jugend - 22.1930. 1930.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.