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Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0022
Title:
Arbeiter-Jugend - 22.1930
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 11
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Vom Gegner
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0771255
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Zweierlei Aktivität der Jugend
  • Wir wecken und werben!
  • Rundschau
  • Vom Gegner
  • Brief aus der Werkstatt
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 12 (12)

Full text

 
ERBEITER-SUGEND NR, 11 KRREEIERRS 
besonders für die Jugend verordnet wurden und daß nach 
dem Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung die 
Darlehnspflicht für die ArbeitsloSenverSsicherung und damit 
ihre ZahlungssSicherheit aufgehoben werden Soll. Abwehr 
vnd Begeitigung dieser Verschlechterungen: dies ist für eine 
verantwortungsvolle Arbeitervertretung die erSte Sozial» 
politische Pflicht im neuen Reichstag; 
Pflichtverletzung und -- wir betonen es noch einmal -- ein 
Hohn auf die Notleidenden Sind Demonstrationsanträge, die 
keinerlei AusSicht auf Durchführung haben und die der 
Rechtspresse nur billigen Anlaß geben zu einer neuen Hetz 
flut auf die Arbeitslosen. Dasselbe trifft zu für einige andere 
Forderungen der KkommunistiSchen Reichstagsfraktion, wie 
z. B. die Forderung auf vier Wochen Urlaub für alle jugend 
lichen Arbeiter (wir fordern drei Wochen bezahlten Urlaub 
für die Jugendlichen unter 16 Jahren und zwei Wochen für 
die Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren) und die Herab 
Setzung des Wahlalters auf 18 Jahre (warum 
nicht gleich auf 14 Jahre?). Niemand wird diese Forde 
rungen ernst nehmen -- am wenigsten die Kommunisten 
Selber. Wir bleiben Solange bei dieser Behauptung, Solange 
die Kommunisten keinen Weg zeigen zu ihrer möglichst 
Schnellen Durchsetzung. unter Berücksichtigung der DbPeste- 
henden Machtverhältnisse. Außerdem: Schöpferisch Sind die 
Jungkommunisten auch nicht. Zu ihren Forderungen Sind Sie 
gekommen, nachdem in der Oktobernummer der „Arbeiter 
Jugend“ unsere- Gegenwartsforderungen für Jugendschutz 
abgedruckt waren. 
KIESER NESSE TSEEVINSSSSENECEESSSSSSSSSSCHEN ESSA ZU ZUL IE ED M BEDS EI KSE ERSTE NESSPE SCESEEENSESEEN IE EE SSEND UN 
RE INEN EDEN s Darien TENSE HEN EREN EDEN Werl SIE ES NSENNEE SIS CEN FECIEEEN BS SE DE ER EEE NEE EEE M SOSSE 
Berlin, den 11. Oktober. 
Liebe GenossSinnen und Genossen! 
In unserer Werkstatt gab es in den letzten Wochen nur 
eine große Parole, der alle anderen untergeordnet waren: 
„Wahlarbeit“! Vielerorts ist festgestellt worden, daß 
die SAJ. zu den aktivsten und treusten Wahlhelfern gehörte. 
Stolz können wir auf diese Anerkennung unsSerer Selbstver» 
Ständlichen Pflichterfüllung sen. | 
Dann folgte die Werbewoche, die eingeleitet wurde 
durch die Veranstaltungen anläßlich des Internationalen 
Jugendtages. Ein Gesamtergebnis der Werbewoche liegt 
noch nicht vor. Aus den Berichten einiger Ortsgruppen und 
Unterbezirke geht hervor, daß mit großer Aktivität und 
erfolgreich gearbeitet wurde. So berichtet z. B. der Unter» 
bezirk Freital, den wir Schon einmal im Werkstattbrief 
erwähnten, über eine Zunahme Seiner Mitglieder“ und Orts» 
gruppenzahlen. Als besonders vorbildlich möchten wir auch 
die gut .organisierte Bildungsarbeit des Unterbezirks be 
zeichnen. An den regelmäßigen Wochenendkursen nahmen 
Stets über 100 Genossinnen und Genossen teil. 
Daß uns aber auch Schwierige politische Verhältnisse an 
dem Vorwärtsdringen nicht hindern, ja Sogar das Gegenteil 
der Fall Sein kann, zeigt uns die Gruppengründung in 
Weingarten in Baden. Hier war es Seit Jahren den 
vielfachen Bemühungen unserer Genossen nicht gelungen, 
festen Fuß zu ſassen. Als aber am Ort eine. Hitlerjugend 
egründet wurde, wurden die jungen Arbeiter zum Nach» 
denken veranlaßt und verlangten Selbst die Gründung einer 
SAJ., der gleich 25 Genossen beitraten. 
“Den Kommunisten Sind unsere Eriolge natürlich 
nicht angenehm. Sie Suchen darum nach einem Mittel, 
ungere Arbeit herabzusetzen und uns verächtlich zu machen. 
In der kommunistischen Presse wird überall von Massen» 
austritten aus der SAJ. und Uebertritten zur KJ. berichtet. 
Wir kennen ja diese Mätzchen, über die im Oktober» 
   
„Führer“ näher berichtet wird, und mit denen Sich die Jung»“ 
kommunisten nur lächerlich machen. Nun erst recht, heißt 
auch hierauf unsere Antwort. 
Zum Schluß wollen wir unseren oberschlesiSsSchen 
GenosSen, die dort an der äußersten GStlichen Ecke auf 
hartem Boden tapfer und erfolgreich arbeiten, zur Weihe 
ihres BezirkSheims, des Friedrich-Ebert-Heims in Jarischau, 
die herzlichsten Glückwünsche des gesamten Verbandes 
überbringen. 
Freundschaft! Käte Fröhbrodt. 
Den toten Kumpels von Alsdorf 
Das Jahr 1930 wird in der Geschichte der Arbeiterschaſt 
als das Jahr des Bergarbeitertodes in Schmerzlicher Erinne“ 
rung bleiben. 151 tote Kumpels in Neurode -- über 250 tote 
Kumpels in Alsdorf. Der Grubentod hat überreichliche Ernte 
gehalten. 
Unter den Cpfern von Alsdorf Sind auch junge Ar" 
beiter. In der Blütezeit ihres Lebens mußten Sie das harte 
Los des Bergarbeiterdaseins auf Sich nehmen und auf dem 
Schlachtfeld der Arbeit einen allzufrühen, grausamen Tod 
Sterben. Die Sozialisticche Arbeiterjugend Deutschlands 
trauert mit den Angehörigen um ihre jungen Brüder. 
An ihren Gräbern legt Sie das Gelöbnis ab, im Sinne der 
Toten nimmer müde zu werden, im Kampf für Jugendschutz 
und Jugendrecht, im Kampf für eine Weltordnung, die den 
jungen Arbeitern und Arbeiterinnen mehr Raum zum Leben, 
mehr Zeit zur Freude geben wird. Die Toten von Alsdorf 
werden die junge Generation der Arbeiterschafit unablässig 
daran erinnern, Schulter an Schulter mit allen jungen und alten 
Werktätigen in allen Ländern der Welt für Beseitigung der 
Ausbeutung von Menschen durch MensSchen, für die Um- 
wandlung der KkapitalistiSchen Profitwirtschaft in die Sozia“ 
liStisSche Gemeinwirtschaſft zu kämpfen. 
Amnestie. Straſerlaß, Begnadigung. 
Arena, Kampſfpiatz. 
Autonomie, Selbständigkeit. 
Ilegal, ungesetzlidh. 
Kategorisher Imperativ, unbedingt gültiges Pflicht- und Sittengesetz 
(Kant). 
Komparse, Stummer Mitspicler auf der Bühne. 
Konstitutionell, verfassungsmäßig. 
Kontinuilät, Stetigkeit, ununterbrodiene Portdauer. 
Konzession, Zugeständnis. 
Manifcst, Kundgebung. 
Mensdhewisten, die Sozialdemokratishe Richtung im russiShen Sozig- 
lismus. 
Mentalität, die geistige Haltung. 
Pogrom, Judenhetze im zaristishen Rußland. | 
Spontan, aus eigenem Antrieb, ohne äußere Einwirkung erfolgend. 
Hauptbiatt: 
  
  
| Seite 
Nun erst redt! . u. - - . »„»eovo ier ee er is + 241 
Zweierlei Aktivität der Jugend . 242 
Wir wecken und werben! Die Jugend bei Wahl- und Werbe- 
arbeit -- für die Iniernationale! . . 244 
RundsSiQaU. oi. ies. ie: eie ie ie ie ie ie ie oe ve ee x - 247 
Vom Gener. os ee oe eee oe eee er 240 
Brief aus der Werkstäatt. io is ie is ie ie ir ie is ir ir is ir + 248 
Fremdwörter diesexr NUMMET es es is ie eie io io ir ir + + 248 
Die Arbeitsgemeinschaft: . 
Um Leben und Tod. Von Wilhelm Sollmann . . . . . . 249 
Freiheit, Demokraiie, SozialisSmUS. . ooo io ii ir u = 31 
Neues Bauen und Wohnen. . uiii uiii ie ie ie is = 251 
Die österreichishen Neuwahlen. Von Karl Heinz, Wien. . . 253 
Fünfundzwanzig Jahre rusSiShe Revolution, Von Peter Garwy 253 
Wieviel Deutshe gibt e?. . . . - -o- os uu is in + ir - 256 
Kultur und Leben: 
Yom Sdiloß weht die rote Fahne ... Eine Erzählung aus den 
Revolutionstagen. Von Erwin Günther . . . . . . . . 257 
Der fremde Garten. Von A. Jellinek, Wien . . . . . . 2538 
Der jugendliche Betiler. . «oo i- ie ive ie eis u u ir ru = 2539 
Im Land der tausend Seen. Von Walier Kohn . . . . . . . 260 
Ein junger Mensd: Sucht Sein Fortkommen. Von KariBirnbaum 262 
Mein Tonfilm. Von Karl Ettlinger. . . . . . . . - .- . 263 
  
Bezugsbedingungen der „Arbeiter-Jugend“ 
' Verkaufspreis des Einzelheftes 0,25 Mk. Bestellungen durch Post- 
anstalt oder Buchhandel. 8 
Bestellungen der Ortsgruppen der SAJ. von mehr als fünf Exemplaren 
Sind dire kt an den Verlag zu richten. OrganiSationspreis 0,16 MK. 
Rechnungen werden nicht versandt. Die Zahlung hat bis zum 
20. jeden Monats auf Postsdhi2dkonto Fritz Ollig, Berlin 29 969, zu 
erfolgen. 
Wenn die Ortsgruppen zwei Nummern der Zeit. 
Schrift nicht bezahlen, werden Sie nach vor- 
heriger Mahnung per Nachnahme weiter- 
beliefert, bis die rückständigen Hefte bezahlt sind. 
Neu- und Abbestellungen Sind eberfalls bis zum 20. zu melden, sonst 
werden gie nicht berücksidttigt. Der Arbeiterjugend-Verlag. 
 
Verantworllicher Redakteur: Erich Ollenhauer, Berlin. Verlag: Arbeiterjugend -Verlag (Fritz Ohlig), Berlin SW61, Belle-Alliance-Platz 8. 
- Druck: Vorwärts Buchdruckerei. Berlin SW 68.
	        

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