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Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

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Bibliographic data

fullscreen: Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)

Periodical

Persistent identifier:
027052486
Title:
Arbeiter-Jugend
Subtitle:
Monatsschrift der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands
Document type:
Periodical
Publisher:
Arbeiterjugendverl.
Place of publication:
Berlin
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176472-4
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027052486_0022
Title:
Arbeiter-Jugend - 22.1930
Shelfmark:
02 A 30 ; RF 641 - 647
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1930
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 1
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Rings um eine Wochenende
Author:
Weber, Gustav
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0578535
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Arbeiter-Jugend
  • Arbeiter-Jugend - 22.1930 (22)
  • Heft 1 (1)
  • Titel
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kampf und Aufbau ist die Parole
  • Unsere zentralen Veranstaltungen
  • Rings um eine Wochenende
  • Rundschau
  • Jugend in Not!
  • Vom Gegner
  • Aus der Bewegung
  • Brief aus der Werkstatt
  • Mitteilungen der Redaktion
  • Die Arbeitsgemeinschaft
  • Kultur und Leben
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)

Full text

 
SIEHE NE SISCHEN NEE D SESSION DETTE j NESSE NIETE es 
. SEE . REISZIENEEN NILS " IESE N NESSE EE M N 
. - EAM SEES EIE NSSSE UNN RTE IN R.I “ 
AR BEI ? ER-JUGEND NR. 4 DIERREN ETHER IEREIN wms ; j j 
Wer ein paar Härchen am Kinn oder Oberlippe spürte, ließ 
Ste Sich von unserem Verschönerungsrat kunstgerecht abDs= 
kratzen. -- Kurz und gut: unser Wochenendkursus. war 
recht vielseitig, war belehrend und unterhaltend zugleich. 
Wir werden uns all der lustigen und ernsten Geschichten 
„Rings um ein Wochenende“ recht oft erinnern. 
Gustav Weber. 
Wanderscheine für die arbeitsliose Jugend 
Vom 1. April] bis 30. September 1929 Sind von den Arbeits- 
ämtern 6985 Wanderscheine an Arbeitslose ausgegeben 
worden gegenüber 1701 im voraufgegangenen Winter. Von 
ihnen Sind erteilt worden 182 an Jugendliche im Alter bis 
zu 18 Jahren und 3526 oder 50,5 Proz. an ÜUnterstützungs» 
emplänger von 18 bis 21 Jahren. Es Sind dies in der Haupt« 
Sache Lehrlinge, die gleich nach Beendigung der Lehrzeit 
aus ihrem Arbeitsverhältnis entlasszen worden Sind. An 
Hauptunterstützungsempfänger von 21 bis 30 Jahren 
Sind 3167 und an Solche von über 30 Jahren 110 Wander» 
SCheine ausgeteilt worden. 
Den größten Anteil hatten im letzten Sommer die 
Metallarbeiter, also die SchlosSser, Monteure und Klempner. 
Es folgten die TiSchler und an dritter Stelle die Bauarbeiter, 
also die Zimmerer, Maurer und Maler. Das Soll nicht heißen, 
daß bei ihnen die Sitte des Wanderns Sich noch am SsStärksten 
erhalten bat. Die Lage des Arbeitsmarktes dürfte vielmehr 
vorwiegend entscheiden. Die weitaus meist:en Wander» 
Scheine wurden im letzten Sommer in Bayern ausgegeben. 
Hinter Bayern kamen SachSen, der Landesarbeitsbezirk 
Nordmark mit Schieswig-Holstein und Hamburg und Mittel- 
deutschland. 
Als Wanderziel ist am Stärksten das Rheinland 
(22,5 Proz.), dann Bayern (14,5 Proz.), Württemberg und 
Baden und die Nordmark aufgesucht worden. SachSen, 
Brandenburg mit Berlin und Mitteldeutschland wurden ver» 
nältnismäß'g wenig gewählt, Als günstigstes Wanderziel 
erwies SICh Südwestdeutschland (Württemberg, Baden, Pfalz), 
das 352 Wanderburschen Beschäftigung gab. Auch in Bayern 
war die Aufnahme noch recht günstig, während im Rhein» 
land, das am bhäufigsten, und zwar in 1569 Fällen als Wan 
derzie] angegeben wurde, 
Beschäftigung finden konnten. 
 
 
Der Kinobesuch der Jugendlichen 
In Deutschland gibt es heute rund 4500 Kinos mit etwa 
einer Million Plätzen. Es ist kein Zweifel, daß von diesSen 
4500 Kinos mächtige Einflüsse auf die Jugend ausgehen. 
In der „Jugendführung “, der Führerzeitschrift des Katholi- 
Schen Jungmännerverbandes, hat ein Berufsschuldirektor 
Muer kürzlich eine Sehr bemerkenswerte Studie über den 
Kinobesuch der Jugend veröffentlicht. Sie beruht auf einer 
Erhebung, die in einer Industriegroßstadt bei 1600 Jugend- 
lichen von 14 bis 17 Jahren angestellt wurde; von diesen 
1000 Jugendlichen waren je die Hälfte ungelernte Arbeiter 
und Handwerkslehrlinge. Zunächst ergab diese Erhebung, 
daß die Jugendlichen trotz aller polizeilichen Vorschriften 
masSenhaft regelmäßig ins Kino laufen. Bei den 1000 Jugend 
lichen waren die Vierzehn. und Fünfzehnfährigen zu über 
40 Proz. regelmäßige KinobeSucher. In den nun folgenden 
Jahrgängen der Sechzehn- und Siebzehnjährigen wird bei 
den ungelernten Arbeitern die Zahl der KinobeSucher immer 
größer, bei den Handwerkslehrlingen und den Gelernten 
imer Kleiner; bei den ersteren gehen die Siebzehnjährigen 
zu 82 Proz, ins Kino, bei den letzteren zu 29 Proz. Bei den 
Handwerkslehrlingen balten Sich nach der Erhebung am 
meisten vom Kino zurück die Tischler- und Schmiedelehr- 
. linge, dann auch die SchlosSer«» und Elektrikerlehrlinge,. Am 
meisten beSucht werden Sitten-, Aufklärungs«, Abenteurer- 
und Verbrecherfilme. Der Besuch dieser Filme ist bei den 
Fünfzehn- und Sechzehnjährigen der ungelernten Arbeiter 
wie der Handwerkerlebrlinge ziemlich gleich, während bei 
den Siebzehnjährigen der BeSuch der ersteren gewaltig zu- 
nimmt, der letzteren Sehr Stark abnimmt. Als für den regel» 
mäßigen BeSsuch des Kinos angeführte Gründe werden 
Mangel an guter Kameradschaft, „Langeweile“ im Eltern» 
haus, Sucht nach interesSanten SenSationen, „freies Burschen» 
nur 260 Wanderscheininhaber - 
Andere Jugendliche 
Sind in ihren Urteilen zur Ablehnung des Kinos gekommens 
es verdumme und Schaffe den Kinobesitzern einen dicken 
Geldbeutel. 
leben“, „flottes Verbältnis“ genannt. 
Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände 
Der ReichsausSchuß der deutschen Jugendverbände nielt 
am 11. Dezember in Berlin Seine stark beSuchte Haupt 
versammlung ab. Von den Beschlüssen ist als wichtig 
hervorzuheben eine einstimmig gefaßte Entschließung zu 
der Frage der Fahrpreisermäßigung für Jugendpflege. 
Hierin wird eine Herabsetzung der Teilnehmerzahl bei 
Jugendpflegefahrten von 10 auf 5 Jugendliche gefordert. 
Der Hauptversammlung lagen 26 Aufnahme 
g eSuche vor. Sechs wurden auf Vorschlag des Vor= 
Standes von der Hauptversammlung einstimmig angenom 
men und 13 wurden abgelehnt. Die AufnahmegeSuche der 
Junggefolgschaften des Jungdeutschen Ordens, des Jung 
banners Schwarz-Rot-Gold, des Jung-Stahlhelm, des Jung» 
Wehrwolf und 'des Scharnhorst-Bundes wurden durch ein- 
Stiimmigen Beschluß der HauptveiSammlung vertagt, da 
Sie der Meinung war, daß diese Vertagung im Interesse des 
ReichSausSchussSes und der genannten Verbände Selbst 
liege, weil die zur Aufnahme notwendige Einstimmigkeit 
gegenwärtig nicht zu erzielen gewesen WÄre, 
Kiler Augen leuchten 
Der „Königsberger Anzeiger“ läßt Sich aus Balga meiden: 
„Der vergangene Sonntag Sah wieder eine Kkamplferprobte 
Schar junger deutscher Männer auf dem hiesigen Sport» 
platze. Es Spielte eine Jungstahlhelmgruppe Königsberg 
gegen eine Jungstahlhelmgruppe Heiligenbeil. Den Höhe» 
punkt des Spieles -- erst ein vorsichtiges Wispern, dann Kein 
Geheimnis mehr -- bildete die Tatsache, daß die hohe und 
Stolze Gestalt eines Königsberger Stahlhelmmannes, der 
älteSte Sohn unseres Kronprinzen, mitspielte. Aller Augen 
leuchteten, als der Prinz das erste, zweite und auch das dritte 
Tor erringen half. Wir Balgaer freuten uns von Herzen über 
den hohen BeSuch und rufen ihm alle ein „Gut Sport“ und 
„Auf Wiedersehen zu. 
Wenns Domela gewesen wäre, hätten die Augen auch ge 
leuchtet. 
JUGEND IN NOT: 
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H 
 
Ein feiner Handwerksmeister 
Vor dem Magdeburger Schöffengericht Stand ein 
Bäckermeister M. aus Magdeburg wegen Mißhandlung Seines 
Lehrlings. Die Verhandlung zeigte mit erschreckender 
Deutlichkeit, was heute in Handwerksbetrieben noch alles 
möglich Ist. 
Der Standpunkt ist noch möglich: „Wenn ein Bengel 
Prügel bekommt, dann hat er Sie verdient.“ Oder: „Daß ein 
unverschämter Lausejunge Seinen Klaps bekommt, das iSt 
nun einmal der Lauf der Welt.“ Selbst der geschlagene 
Lehrling Schien dieser Auffassung zuzuneigen: „Wenn ich 
was falSsch gemacht habe und ich kriege dafür eine Okrieige, 
dann ja, nehme ich Sie hin. Aber --[l“ 
Auf dieses „Aber --[“ kommt es in diesem Fall an. Wir 
kennen glücklicherweise in Deutschland keine Prügelstrate 
mehr für Lehrlinge. Was noch besteht, ist der 8 127 der 
Gewerbeordnung, der besagt: „Der Lehrling ist der väter- 
lichen Zucht des Lehrherrn unterworfen. Uebermäßige und 
die Gesundheit des Lehrlings Schädigende Handlungen Sind 
verboten.“ Aber auch dieSser Paragraph läßt eine Sprich» 
wörtliche Verprügelung nicht zu. Was ist es nun, wenn 
ein Meister Seinen Lehrling in die Stube nimmt, Türen und 
Fenster Schließt, Seinen Leibriemen durch die Luft Schwenkt 
-- an dem Sich noch eine Schnalle befindet -- und damit 
unbarmherzig auf den nackten Körper eines l6bjährigen 
Jungen einschlägt? | 
Der Junge Selbst Sagt dazu: „Er Schlug mich maßlos. 
Auch auf den Kopf, über das Obr und auf den Rücken. Ich 
war mal hier, ich war mal da, ich wußte ja gar nicht, wo 
ich war, So flog ich in der Stube herum.“ Nebenbei war der 
Junge auch noch das Prügelobjekt der Gesellen des irag- 
lichen Meisters M. aus Magdeburg. Daß der Junge des 
öftern Schläge bekam, einmal Sogar mit einem Rohr, wie 
man es für elektrische Lichtleitungen verwendet, Sei nur 
charakterisierend erwähnt.
	        

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