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Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

Periodical

Persistent identifier:
027061086
Title:
Deutsches Philologen-Blatt
Subtitle:
Korrespondenz-Blatt für der akademisch gebildeten Lehrerstand
Document type:
Periodical
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176772-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027061086_0023
Title:
Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915
Shelfmark:
02 A 1081 ; RF 744 - 764
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1915
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 38
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Heinrich von Kleist und unser Krieg
Subtitle:
(Schluß)
Author:
Richter, Julius
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0561726
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Deutsches Philologen-Blatt
  • Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36/37 (36/37)
  • Heft 38 (38)
  • Heinrich von Kleist und unser Krieg
  • Paul Wendland
  • Zum Geschichtserlaß
  • Keine Begünstigungen für kriegsfreiwillige Schüler in Bayern und Baden
  • Bestimmungen über die Einziehung unabkömmlicher Zivilbeamter
  • Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin
  • Stand der Provinzial- und Landesvereine akademisch gebildeter Lehrer am 1. Juli 1915
  • III. Schulkriegsanleihe
  • Mitteilungen und Nachrichten
  • Bücherbesprechungen
  • Goldgeldsammlung der höheren Lehranstalten
  • Zeitschriftenschau
  • Zeitungsschau
  • Personalnachrichten
  • Verzeichnis der von Anfang Juli 1915 bis Ende September 1915 gefallenen Philologen
  • Verzeichnis über die von Anfang Juli 1915 bis Ende September 1915 gefallenen Philologen
  • Verzeichnis über die vom Beginn des Krieges bis Ende September 1915 gefallenen Philologen
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)

Full text

deutſ<esPhilologenBla 
 
KorreſpondenzPblatt für den akademiſch gebildeten Fehrerſtand 
Z2<erausgegeben vonProfeſſorDr.A. hoofe inDBerlin +7 
Nr. 38 
 
 
Heinrich von Kleiſt und unſer Krieg. 
(Schluß) 
Neben der kriegeriſchen Grundſtimmung des Dramas 
ſind 28 aber auch ganz beſtimmte Einzelgedanken des 
Dichters, die ihre Geltung behaupten für unſere Zeit. Dazu 
gehört zuerſt die Betonung der deutſchen Einheit. 
Wir ſehen ſchon, wie ſie im Drama gleich an erſter Stelle 
Sup gehoben wird. Die Uneinigkeit iſt Deutſchlands 
uch: 
(Es bricht der Wolf, o Deutſchland, 
In deine Hürde ein, und deine Hirten ſtreiten 
Um eine Handvoll Wolle ſich. 
Nur darum konnte der Feind ſo mächtig werden, konnte 
er den Krieg hineintragen in3 deutſche Land, weil Deutſch- 
land nicht einig war. Nachdem freilich der erſte Schlag ge- 
fallen iſt und Hermann mit Marbod Sieger geblieben 
iſt, da reicht er auch den deutſchen Fürſten, die mehr aus 
Not als aus eigenem Willen Barus Gefolgſchaft geleiſtet 
hatien, die Hand: 
Sie ſind mir heilig; ich berief jie, 
Sich mutig meinen Scharen anzuſchließen ! 
Er fennt in Deutſchland keine Gegner mehr, er will 
ſich nicht von. alten Erbitterungen gegen ſie beherrſchen 
lajjen, jie ſind ihm alle nur Deutſche und Freunde : 
Verwirre das Gefühl -mir nicht! 
Varus und die Kohorten, ſag ich- dir, 
Das iſt der Feind, dem dieſer Buſen ſchwillt. 
Wie -paßt das alles doch auch ſo unmittelbar auf 
unſere Zeit! Wenn wir in Deutſchland irgendeine Schuld 
am Kriege bei uns ſelber ſuchen, iſt es nicht die, daß auch 
dieSmal unſere altererbte innere Uneinigkeit, die 'Zerriſſen- 
heit unſeres Parteilebens, den Feinden Hoffnung und 
Mut gemacht hat, ſo daß ſie glaubten, Deutſchland 
würde .auseinanderbrechen, wenn der ſtarke Stoß von 
außen käme ? Aber da der Krieg kam und .die heilige Not, 
da erſtand dieſe herrliche Einmütigkeit, wie ſie nie in der 
deutſchen Geſchichte dageweſen iſt. Und der erſte Mann im 
Reich, unſer Kaiſer, ging wie Hermann im Drama hoch- 
herzig voran mit dem Begraben alles Streites: I< kenne 
feine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutſche. Wir 
wiſſen es heute, wie damals der Dichter Kleiſt es wußte. 
und ſeinen Deutſchen ans Herz legen wollte in feiner Her- 
mannsſchlacht : In ſolcher einmütigen Geſchloſſenheit wird 
Deutſchland unüberwindlich. ſein. 
Dieſe Einheit aber erſtreckt ſich in Kleiſts Dichtung 
ebenſo wie heute nicht nur auf die deutſchen Stämme 
im engeren Sinne, ſie erſtreckt ſich auch auf Deutſ<- 
land und Öſterreich, auf das ganze. alte deutſche 
Reichsgebiet, Großdeutſchland ſollte es im Jahre 1809 ſein, 
Leipzig, den 13. Oktober 1915 
 
 
581 
23. Jahrgans 
 
' von einem größeren Deutſchland dürfen wir auch heute 
reden, wenn wir es freilich auch nicht mehr ſo ſtreng im 
nationalen Sinne abgrenzen können, wie Kleiſt es wollte. 
Ja, in dieſem Punkte entſpricht unſere Zeit ſogar noch 
genauer als jene Zeit vor 100 Jahren der Darſtellung 
des 'Dichter8s. Denn damals bedrohte ja der Eroberer auch 
die anderen Länder Europa3 in gleicher Weiſe, heute gilt 
der Angriff wie in der Hermannsſchlacht dem Deutſchtum 
allein: deutſchem Weſen, deutſcher Kraft, deutſcher Kul- 
tur droht der Vernichtungsſtoß. Darum erſt recht gehört 
heute alles zuſammen, was deutſchen Namen trägt. 
- Aber noch ein anderes ruſt uns Kleiſt in ſeiner Her- 
mannsſchlacht zu : es handelt ſich in dieſem Kriege im letzten 
Grunde nicht um irdiſche materielle Güter, es handelt 
ſich um das höhere und höchſte Gut, um die Freiheit. 
Man muß bereit ſein, allen irdiſchen Beſit, ſeinen ange- 
ſtammten Grund und Boden, ſein Leben ſelbſt zu ver- 
lieren. Dazu erklärt Hermann ſich ſelbſt bereit, und dazu 
fordert er. die Fürſten auf, und als ſie ihm antworten : 
Das eben, Rajender, das iſt es ja, -. .. 
. Was wir in dieſem Krieg verteidigen wollen, 
da wendet er ſich traurig ab: 
Nun denn, ich glaubte, eure Freiheit wär's. . 
- Zhr Länderbeſit war den Fürſten das Höſte, und 
wozu hat er ſie geführt? Zum. Anſchluß an die. Römer. 
Hermann aber war bereit, Cheruska ſelbſt zu verlieren, 
er gab jein Teutoburg den Flammen preis = und das 
war der Weg zur Freiheit. 
So hat es der Dichter auch in- ſeiner Ode an den 
König Friedrich Wilhelm Ill. von Preußen ausgeſprochen : 
Laß denn zerknickt die Saat von Waſſenſtürmen; 
Die Hütten laß ein Raub der Flammen ſein! 
Du haſt die Bruſt geboten, ſie zu ſchirmen : 
Dem Lethe wollen wir die Aſche weihn. 
Und müßt' auch ſelbſt noch auf dex Hauptſtadt T Türmen, 
Der Kampf ſich, für das heil'ge Recht, erneun 
Sie ſind gebaut, o Herr, wie hell ſie blinken, 
Für beſſ're Güter in den Staub zu ſinken. = ' 
Das ſind wahrlich andere, mannhaftere Worte, als das 
heuchleriſche- Gezeter unſerer Feinde um die Kathedralen 
von Löwen und Rheim3! Der Dichter ſpricht die tiefe 
Erkenntnis aus, zu der freilich flache Gemüter, wie die 
der Fürſten in der Hermannsſchlacht, ſich nicht aufzu- 
j<mwingen vermögen, daß in ſolc< großen Entſcheidungs= 
kämpfen 'e3 ſich in leßter Linie doch um ein inneres, 
geiſtiges, ideales Gut handelt, eben um die Freiheit. der 
Nation. Wenn wir unſer Hab und Gut nur behaupten 
wollten, wir könnten es auch unter der. Herrſchaft der 
Feinde. Die Rheinbundſtaaten haben vor 100 Jahren, gute 
Geſchäſte gemacht; als fie. von. Napoleons. Gnaden:.Jeb=
	        

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