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Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

Periodical

Persistent identifier:
027061086
Title:
Deutsches Philologen-Blatt
Subtitle:
Korrespondenz-Blatt für der akademisch gebildeten Lehrerstand
Document type:
Periodical
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176772-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027061086_0023
Title:
Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915
Shelfmark:
02 A 1081 ; RF 744 - 764
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1915
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 39
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Hohenstaufen und Hohenzollern
Subtitle:
das alte und das neue Reich ; ein Gedenkblatt zum 21. Oktober 1915
Author:
Meinhold, Paul
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0561760
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Deutsches Philologen-Blatt
  • Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36/37 (36/37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Hohenstaufen und Hohenzollern
  • Shakespeare und die Deutschen
  • Schülerfahrt zum Studium der rheinischen Kulturgeschichte
  • Mitteilungen und Nachrichten
  • Vereine
  • Bücherbesprechungen
  • Ausländisches Geld
  • Zeitschriftenschau
  • Zeitungsschau
  • Personalnachrichten
  • Verzeichnis der von Anfang Juli 1915 bis Ende September 1915 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichneten Philologen
  • Übersicht über die von Anfang Juli 1915 bis Ende September 1915 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichneten Philologen
  • Übersicht über die vom Beginn des Krieges bis Ende September 1915 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichneten Philologen
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)

Full text

veutſchesBhilelogenBie 
 
Korreſpondenzblatt für den akademiſch gebildeten fehrerſtand 
« Z<-< fierausgegeben vonProfeſſorDr.A.Hoofe in berlin -7* . | 
Leipzig, den 20. Oktober 1913 
23. Jahrgang 
 
 
Hohenſtaufen und Hohenzollern. 
Das alte und das neue Reich. 
Ein Gedenkblatt zum 21. Oktober 1915. 
Da, wo im Süden Deutſchlands die weißen Kalk- 
felſen der Rauhen Alb beſpült werden durch die Wogen 
des Nedar, erheben ſich vor der Wand des Gebirges, 
einſt gekrönt von ſtolzen Schlöſſern, in Oſt und Weſt zwei 
einzelne Bergkegel. Hier ſtanden ragend und kühn, troßig 
und wehrhaft, mii weitem Blick über die Ebene bis in 
die verſ<wimmende Ferne, die Stammburgen der edelſten 
Geſc<lechter, die glorreich man<4 Jahrhundert lang ge- 
herrſcht, der Hohenſtaufen und Hohenzollern. 
Beide Namen bedeuten ein gewaltiges Stück deut- 
ſher Geſchichte, beide ſind aufs engſte verknüpfi mit deut- 
ſh<hem Ruhm, deutſcher Macht, deutſ<her Größe. Aber 
-=- das Schloß der Staufer iſt weggetilgt bis auf ſeinen 
„Reſt wie das ganze edle Haus; Burg und Geſchlecht der 
Hohenzollern dauern ſturmfeſt noch heute. 
Nahe beieinander ſtanden die Wiegen der beiden 
Herrſ<erhäujer, und doch wie verſchieden ihre Begabung 
und Anlage, ihr Wollen und Streben, verſchieden auch 
ihre Erfolge und Geſchicke! 
Verſchieden wie Einſt und Jett, wie Jüngling 
und Mann, wie Nord und Säd. 
Wie Nord und Süd? Ja, es zieht ſich ein tiefer 
Unterjc<ied durch das deutſche Weſen (und nicht durch - 
das deutſche allein) zwiſchen Nord und Süd. Der Sü- 
den iſt jonniger, lebendiger, beweglicher, auch wohl geiſt- 
reicher: er faßt das Leben leichter: und freut ſich im 
heiteren Genuß -- dem Nordländer fließt das Blut ſchwe- 
rer durch die Adern, er iſt nüchterner, langſamer, zäher, 
j<werflüſſiges Metall, phlegmatiſch und ſchwermütig. Er 
jieht das Leben ernſt an und kennt ſeine vielen Auf- 
gaben; ihn drückt des Lebens Schwere, aber ihn bindet 
die Pflicht. Auch er hat ſeine Freude an Wegfahrten 
und Abenteuern, aber er iſt kein munterer Weggeſell : 
was ihn zieht, jind nicht Liebeshändel, ſondern ernſte - 
Kämpfe ; ſeine Größe liegt nicht im Talent, ſondern im 
Charakter. Wohl empfindet er dies ſelbſt je zuweilen als 
Mangel und eilt des8halb in den ſonnigen Süden, um die 
Seele freizubaden von Mißmut und Schwere und froh 
zu ſein mit den Fröhlichen. 
Da3 ſonnige Geſchlecht der Hohenſtaufen gehört ganz 
dem Süden. Im Sturme flogen ihnen die Herzen zu: 
es war der Zauber der Jugend und Schönheit, der über 
ihnen ſchwebte, Schwung des Geiſtes und Poeſie des Le- 
bens. Sie hatten ein offene38, hochgemute8 Herz. Was 
 
edel, was ſchön, was groß =- in ihrer Bruſt fand es 
ſebhaften Widerhall. Keine große Erſcheinung des Miitel- 
alters, welche durch fie nicht die lebhafteſte Förderung 
erhalten. An ihrem Hofe ſammelten ſich die lieder-= und 
liebeSfrohen Minneſänger und feierten die Frauen ; unter 
ihnen bauten phantaſievolle Mönche die geheimnisvollen 
gotiſchen Dome, ſtumme und doch beredte Zeugen des 
Ewigen in der Welt, ja die eigenartigſte Bildung des 
Mittelalter38, in der große und wunderliche Züge ſich, 
miſchen, das Rittertum mit ſeinem ausgebildeten Ehr=- 
gefühl und verfümmerten Gewiſſen, mit ſeinem ausſchwei- 
fenden Tatendrang und ſeinem Mangel an Seßhaftig- 
keit, jeinem JdealiSmus und ſeiner Frömmigkeit, ſeinem 
überſ<äumenden Durſt und Freiheit und ſeinem Ver- 
achten von Pflicht und Recht -- dies Rittertum mit ſeiner 
Blüte fällt gerade in die Zeit der Hohenſtaufen, die, ſelbſi 
ein ritierliches, hochgemutes Geſchlecht, als Lehnö3herren - 
mit ihren reiſigen Mannen gen Jtalien zogen oder gar 
zur „lieben Reiſe über See“. 
Solche Herren liebte das Volk, mit Verehrung und 
Begeiſterung ſchaute es auf zu ihnen, denn nicht mehr 
und nicht weniger war es, was ſie erſtrebten, als die 
Weltherrſc<aft, das Reich Gottes auf Erden. Das Lehn38- 
wejen gedieh zu voller Blüte: der Kaijer, das Abbild 
Goties auf Erden, die Sonne, von der Kicht, Leben, 
Wärme ausſtrahlt, der Kaiſer Urgrund und Quell alles 
Rechtes und Beſitzes. „Nimm uns das Recht des Kaiſers, 
und wer darf ſagen: Dies Haus iſt mein, dies Dorf ge- 
hört mir!“ Wahrlich ein gewaltiges, herrliches Gemälde, 
das das Herz begeiſtern und erheben kann, eine Kaiſer- 
pfalz, hochſtrebend, romantiſch und phantaſievolt, künſt- 
leriſcq wie ein Bild gemalt von oben nach unten, mit 
dem herrlichſten Giebel, geſchmückt mit der Kaiſerkrone, 
aber -- die Fundamente, die Pfeiler und Säulen? Es iſt 
die Treue der Vaſallen! Wie aber, wenn dieſe idealen 
Strebepfeiler brechen ? Wenn wie bei Legnano der Löwe 
jeinem faijerlichen Herrn und Vetter die Treue verſagt ? 
Dann bricht der ganze herrlihe Bau zuſammen, denn 
er iſt nicht gegründet auf die realen „Faktoren poli- 
tiſcher und wirtſchaftlicher Macht“. Gegenüber der Selbſt- 
ſucht der Menſchen, den Anſprüchen der Kirche, der Frei- 
heit der Nationen, den wirtſchaftlichen und politiſchen 
Machtanſprüchen vermochte das Weltreich der Staufer 
nicht zu dauern. FENEN 
Als dann das Haupt des Letzten der Hohenſtaufen 
auf dem Blo> gefallen, al8 das edle Geſchlecht auch „des 
Neiches Herrlichkeit hinabgenommen“, als hereinbrach „die 
kaijerloſe, die ſchre>liche Zeit“, da trauerte das deutſche 
Volk, wie wohl eine Mutter.trauert um den einzigen, hoch- 
begabten Sohn, der zu den ſchönſten Hoffnungen berechtigte 
 
601
	        

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