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Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)

Periodical

Persistent identifier:
027061086
Title:
Deutsches Philologen-Blatt
Subtitle:
Korrespondenz-Blatt für der akademisch gebildeten Lehrerstand
Document type:
Periodical
Place of publication:
Leipzig
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2176772-5
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027061086_0023
Title:
Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915
Shelfmark:
02 A 1081 ; RF 744 - 764
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1915
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 5
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Sammelt Gold!
Subtitle:
Erfahrungen an der Görlitzer Oberrealschule
Author:
Koehler, L.
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0560392
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Deutsches Philologen-Blatt
  • Deutsches Philologen-Blatt - 23.1915 (23)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Sammelt Gold!
  • Der mathematische Unterricht in Dänemark
  • Staatsbürgerliche Erziehung in jedem Unterrichtsfach
  • Die Sprachverhältnisse in Belgien
  • Versicherungstechnisches Gutachten über die Bochumer Hinterbliebenenkasse für die höheren Lehranstalten, aufgestellt für den 31.3.1914
  • Heil dem Kaiser!
  • Mitteilungen und Nachrichten
  • Vereine
  • Personalnachrichten
  • Königreich Sachsen
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36/37 (36/37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)

Full text

 
hilologenBlat 
 
Korreſpondenz Platt für den akademiſch gebildeten Lehrerſſand 
: >< -Herausgegeben vonProfeſſorDrU. hoofe | in berlin 2“. 
 
Nr. 5 
Sammelt Gold! 
Erfahrungen an der Görlitzer Oberrealſchule. 
Durch den Ausbruch des großen Krieges um Deutſch- 
lands Sein oder Nichtſein ſind alle diejenigen Philologen, 
welche nicht militärdienſttauglich ſind, in eine wenig benei- 
denSwerte Lage verſeßt. Während draußen Freunde und 
Amtsgenoſſen ihr Beſtes für des Vaterlandes Größe ein- 
ſezen dürfen und die große Zeit in unmittelbarſter An- 
ichauung miterleben und: :auf ſich. wirken lajjen können, 
ſind wir Daheimgebliebenen nach wie vor troß des Kriegs- 
lärmes8 um un3 her in den engen Kreis unſerer Amts3- 
pflichten gebannt. Was Wunder, wenn auch bei uns der 
ſtarke Drang ſich geltend macht, aus unjerem friedlichen 
Daſein heraus wenigſtens etwas zum Siege unſeres Vol- 
kes beizutragen. Die zahlreichen Anregungen und Erfah- 
rungen, welche ſeit Krieg3ausbruch in unſerer Stande8- 
preſſe veröffentlicht ſind, beweiſen es, daß viele der zurüc- 
gebliebenen Stande3genoſſen nicht müßige Zuſchauer der 
großen Weltbegebenheiten geblieben ſind. Die vielen Ver- 
öffentlichungen haben aber auc) den Wert, manchen An- 
ſtoß zu fruchtbringendem Tun im Dienſte des Vaterlandes 
gegeben zu haben. Mögen dieſen Zwe> auch die folgenden 
Zeilen erfüllen, die nur in der Hoffnung geſchrieben ſind, 
daß das angeführte Beiſpiel Nachahmung erwecken und. 
dadurch- den verſchwindenden Nuten eines Einzelfalles zu 
dem größeren Ergebnis einer Geſamthandlung geſtalten 
möge. 
Es iſt ja allgemein befannt, von welcher Wichtigkeit 
für das ſiegreiche Beſtehen dieſes Krieges die Einlieferung 
der noch in Privathänden befindlichen Goldmünzen an die 
ſtaatlichen Kaſſen iſt. Dem Lehrerſtande iſt ja ſogar durch 
Miniſterialerlaß vom 21. November 1914 beſonder3 ans 
Herz gelegt worden, „alle3 zu tun, was zu dieſem Zwecke 
getan werden kann“. Bekannt iſt andererſeit8 wohl auch, 
dak dieſe ſo dringend wünſchen38werte ſchnelle Bereit- 
ſtellung unſeres Goldbeſtandes ſich mit einer ſolchen Lang- 
ſamkeit vollzieht, daß bei dem jezigen Tempo das Jahr 
1916 herankommen. dürfte, ehe die dritte Milliarde Gold 
in den Gewölben der Reichsbank ruht. Hier bot ſich daher 
eine dankbare Aufgabe, um auch als Nichtſoldat die. Rüſtung 
des Vaterlandes zu ſtärken. Bei der Ausführung meines 
Vorhabens wurde ich angeregt durch das Beiſpiel eines 
Mühlenbeſitzers bei Lauban, der jedem Einlieſerer eines 
20-Markſtückes einige Pfund Mehl verjprach und dadur< 
den Erfolg erzielte, daß er in kurzer Zeit bei der Reich8- 
bank 68000 M. in Gold abliefern konnte. Mit ſolchen auf 
materielle Vorteile berechneten Mitteln konnte und wollte 
ich natürlich nicht wirken. Wohl aber ſtellte ich jedem 
Schüler, der mir 20 M. oder mehr in Gold ablieferte, 
Leipzig, den 3. Februar 1915 
dahlald 4 0. dfchhel € dlchch € aidchel 0023070608 
Frage: 
 
23 . Jahrgang 
Weile baniehclehichbkeeeerebhkhk 
ein Kunſtdrublatt mit dem Bilde unſeres Kaiſer3. oder 
Hindenburgs in Ausſicht. Um jedoch zu verhindern, daß 
meine Schüler bloß um ſ<nöden Gewinnes wegen vater- 
ländiſ<e Geſinnung betätigen, ließ im dem genannten 
Verſprechen eine gründliche Bearbeitung jeder einzelnen 
Klaſſe vorangehen. Erſt nachdem mir auf meine ſchließliche 
Wollt ihr alſo “alle mitkämpfen und helfen, daß 
unſer Vaterland ſiegt? ein freudiges allſeitiges „Ja!“ 
enitgegengeſ<ollen war, kam ich mit meinem Verſprechen 
heraus. Dieſes ſpielte alſo bei meinem Vorgehen dur<- 
aus eine nebenſächliche Rolle; das Haupttriebmittel war 
die erweckte Begeiſterung für die Sache. Einen Beweis 
für dieſe Behauptung erblicke ich darin, daß die meiſten 
Schüler, die überhaupt Gold auftreiben konnten, immer 
wieder mit neuen Beträgen ankamen, troßdem doh ſchon 
das erſte 20-Markſtü> zur Erreichung ihres Zweckes ge- 
nügt hätte, ſo daß die Höhe de3 auf den Kopf abgelieferten 
Betrages 80 M. betrug. Zur Befeſtigung des nach meiner 
Anſprache gefaßten Entſchluſſes trugen die Schüler in 
ihr Aufgabenbuch für die ac<t folgenden Tage das Wort 
„Gold!“ ein. 
Der Erfolg des eingeſchlagenen Verfahrens hat nicht 
nur mich, ſondern auch alle meine näheren Kollegen gerade- 
zu verblüfſt. Am nächſten Morgen fand auf mich ein' 
wahrer Sturm von „ „Goldjungen“ ſtatt. Meine eigene 
Kaſſe, die ich am Tage vorher in 10- und 20-Markſcheinen 
umgeſeßt hatte, wurde beim erſten Anlauf geſprengt; auc 
die Hilfstruppen, die ich in Geſtalt von 20-Markſcheinen 
aus einer benachbarten Nebenſparkaſſe herbeiführte, wur- 
den über den Haufen gerannt, und erſt als der Schul- 
diener, nach der Stadthauptkaſſe abgeſandt, atemlos einen 
Pack meiſt unbeſchreiblicher Scheine anbrachte, behauptete 
ich das Feld. Für die nächſten Tage hatte ich meine Stel=. 
lung bejjer befeſtigt dank der Lieben5würdigkeit des Ober- 
bürgermeiſter8, der mir für meinen Zweck bis auf weiteres 
2000 M. aus der Stadthauptkaſſe zur Verfügung ſtellte. . 
Die Beiträge einiger jüngerer Schüler, denen größere. Be- 
träge nicht anvertraut werden konnten, wurden aus der 
Wohnung der Eltern. abgeholt. Nach Verlauf. der -er ſten. 
Woche (15.-21. Januar) hatte ich an der Stadthauptkaſſe 
10920 M. in Gold. abgeliefert. . 
Wenn. nun auch in den erſten vier Tagen. der zweiten 
Woche. bereits wieder 4300 M.1) in Gold abgeliefert ſind," 
ſo fließt doM der Goldſtrom naturgemäß jetzt merklich: 
ſpärlicher. Um ihn aber vorläufig nicht ganz verſiegen zu- 
laſſen, iſt Vorſorge getroffen. Es gilt, die Begeiſterung-der- 
Jungen auf einer gewiſſen Temperaturhöhe zu Halten:- 
Zunächſt wird alle paar Tage das Geſamtergebnis „mit: 
den ':Namen der Mitarbeiter und. ihrer Beiträge auf einer- 
1) "Im-gänzen brachte die 2.- Woche 7300 M.--in :Gold-. -- 
73
	        

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Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung - 59.1907. 1907.
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