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Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

Periodical

Persistent identifier:
02707921x
Title:
Pädagogisches Jahrbuch
Subtitle:
Rundschau auf dem Gebiete des Volksschulwesens
Document type:
Periodical
Publisher:
Behrend
Place of publication:
Gotha
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2177219-8
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
02707921x_0003
Title:
Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886
Shelfmark:
02 A 606 ; RF 765
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1886
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Chronik des Volksschulwesens
Subtitle:
II. Der Volksschullehrer
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0599574
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Pädagogisches Jahrbuch
  • Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Pädagogische Zeitfragen
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Anhang
  • Pädagogischer Anzeiger
  • Register

Full text

110 Der Voſksſchullehrer. 
 
Dorfknaben und Dorſmädchen? Wozu derartige Prinzenlogis für einen Dorf- 
ſchulmeiſter, deſſen Bildungs8gang bloß drei Jahre umfaßt?“ 
Den unbotmäßigen Schulmeiſtern v. Schorlemers reihen ſich würdig 
die „Schwindelmeier“ des Weſtfäliſchen Volksblattes (Schöning in Paderborn) 
an. Das geehrte Blatt ſchreibt in Nr. 551 v. J. wörtlich: 
„Dr. Falt (!) begrüßte Leute dieſes Schlages als „liebe Kampfgenoſſen“. 
Und nachher? Nachher hatte Herr v. Puttkamer ſeine liebe Not mit dieſen 
„Scwindelmeiern“, und mußte auf oſſener Parlamentstribüne über den 
moraliſchen Niedergang der jungen Lehrer ſcharfe Worte der Warnung an 
das ganze Land richten.“ 
Wenn es gegen die Schulmeiſter gebt, ſind ſelbſtverſtändlich auch die 
Konſervativen von der Sorte derer, die nicht38 gelernt und nichts ver: 
geſſen haben, vertreten. Der konverſative „Deutſche Landes8bote“ (Redakteur 
Retemeyer in Berlin) gab im vorigen Jahre jeimen Bauern folgendes Bild 
von einem Lehrer: 
„Er iſt eim immer mehr Gehalt haben wollendes, den Fortſchritt preiſen- 
des, Kinder an den Ohren reißendes, Adreſſen unterſchreibendes, mit Reiſen 
die Zeit vertreibendes, endlich Oberlehrer werdendes, dann jtolz ſich gebärdendes, 
alles andere ni<t beachtendes Individuum!" 
Eine nach der Anſicht des Verfaſſers jedenfalls „ſ<neidige“ Außerung 
findet jim in den von dem Prinzen zu Hohenlohe - Ingelfingen, General: 
adjutanten Sr. Majeſtät des Kaiſers und König3, herausgegebenen Werke: „Über 
Infanterie. Militäriſche Briefe 11.“, allwo es wörtlich heißt: 
„Wenn man die Volksſchullehrer aus gedienten tüchtigen Unteroffizieren 
entnähme, würde die Jugend an Sinn für Ordnung, Recht und Geſet ge- 
winnen und auch gewiß nicht in den Elementargegenſtänden zurü&kommen.“ 
Die Kreuzzeitung hält in ihrer heiligen Einfalt dieſen Ausſpruch für 
„ſehr richtig“. 
Merkwürdig iſt es, daß auch unſere liberalen Leuchten der 
Wiſſenſchaft es für beſonders geiſtreich halten, den Schulmeiſtern den 
Standpunkt klar zu machen, und daß fie alle, gewiß aus =- Überfluß an 
Geiſt, an der abgedroſchenen Phraſe vom „Sieger von Königgräß“ herum: 
zetern. So ſchreibt Karl Vogt in Genf in Paul Lindaus „Nord und Süd“: 
„Nach Königgrätß waren die deutſ<en Schulmeiſter völlig ungenießbar 
geworden. Man hatte ihnen foviel vorgeorgelt, daß ſie die Schlacht gewonnen 
hätten, daß ſchließlich jeder Lehramtskandidat das Bewußtſein mit ſich im Leibe 
herumtrug, ohne ihn wäre Preußen verloren geweſen.“ 
Auf demſelben Wege finden wir eine andere Leuchte der Wiſſenſchaft, 
3. A. Schilling. Im Junihefte von „Vom Fels zum Meer“ heißt es in 
einem Aufſaße von Schilling „Größenwahn und Strebertum“": 
„Wie vielfach dieſes „geflügelte Wort“ zum geiſtigen, ſozuſagen wiſſen- 
ſchaftlichen Größenwahn und zur eraltierten Hochmutsmanie verleitet hat, iſi 
bei gar manchem der gerade unerzogenſten Menſc<<enerzieher und Volksbildner 
nicht ſelten deutlich zn ſehen.“ 
In derſelben Weiſe orakelt der Gelehrte des „Grenzboten“ in Nr. 32 
vom v. Aug. v. J.: 
„Wir nehmen es den Herren, denen man ſeit 20 Jahren ſo ſchöne 
LobeShymnen über den „wirklichen Sieger bei Königgräß“ geſungen hat, und 
die ja niemal38 wegen fonderlicher Neigung zur Beſcheidenheit berühmt geweſen 
ſind, gar nicht übel, wenn der „Schulmeiſternikel“ in ihnen ſich gegen die
	        

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