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Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

Periodical

Persistent identifier:
02707921x
Title:
Pädagogisches Jahrbuch
Subtitle:
Rundschau auf dem Gebiete des Volksschulwesens
Document type:
Periodical
Publisher:
Behrend
Place of publication:
Gotha
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2177219-8
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
02707921x_0003
Title:
Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886
Shelfmark:
02 A 606 ; RF 765
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1886
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Pädagogische Zeitfragen
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0595946
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Pädagogisches Jahrbuch
  • Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Pädagogische Zeitfragen
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Anhang
  • Pädagogischer Anzeiger
  • Register

Full text

9 Der Handfertigkeitsunterricht. 
 
meiſterin ,/“ einen Bli>d auf die geſchichtliche Entwickelung 
des Handfertigkeitö3unterricht38 werfen, ſodann den Stand 
des Handfertigkeitsunterrichts in der Gegenwart vorführen 
und endlich unſere Stellung zu der Streitfrage präciſieren. 
1. Die geſchichtliche Entwicklung des Handfertigkeits- 
unterrichts. 
Die Geſchichte des HandſfertigkeitSunterrichts führt uns auf Comenius 
(4592 -- 1656) zurück. In der Mutterſprach- Schule (Schola ver- 
nacula), die etwa unſerer Volksſchule entſpricht, ſollen nach Comenius" Anſicht 
die Kinder, „von den Handwerken die allermeiſt wichtigeren kennen lernen, ſei 
dies nun bloß zu dem Zwecke, daß ſie bezüglich deſſen, was im menſchlichen 
Leben vorgeht, nicht in gar zu großer Unkenntnis jind = oder ſei es, damit 
jich ſpäter die Neigung des Raturells, wohin jich jeder am meitten gezogen 
fühlt, leichter zeige. 
Etwas ſpäter tritt der engliſche Philoſoph Lode (1632-- 1704) für die 
Handarbeit ein. In ſeinen „Gedanken über Erziehung“ heißt es: „An 
nächſter Stelle würde ich für einen Mann vom Stande, der auf dem Lande 
lebt, dies eine oder vielmehr dieſe zwei Dinge vorſchlagen, nämlich Gartenbau 
oder Landwirtſchaft überhaupt und das Arbeiten in Holz als Zimmermann, 
Tiſchler oder Drechsler, als für einen Mann des Studiums oder des Ge- 
ſchäfts geeignete und geſunde ECrholungen. Zu den oben erwähnten Künſten 
können hinzugefügt werden das Parfümieren, das Lackieren, das „Gravieren 
und verſchiedene Arten der Arbeit in Eiſen, Meſjing und Silber.“ 
„m ähnlicher Weiſe ſpricht ſich Rouſſeau (1712--1778) in ſeinem 
„Emil“ aus: „Alles wohl erwogen, ſo iſt das Handwerk, von dem ich am 
liebjten ſehen würde, daß mein Zögling daran Geſchmack fände, das Tiſchler- 
handwerk. Es iſt reinlich, es iſt nüßlich, kann im Hauſe getrieben werden, 
giebt dem Körper hinreichende Bewegung, verlangt von dem Arbeiter Ge- 
jhidlichfeit und Kunttjimn, und obwohl die Form der verfertigten Gegen- 
jtände durch den Gebrauch derſelben beſtimmt wird, jo jind doch Cleganz und 
Geſchma> dabei mecht ausgeſchloſjen.“ 
„FMt's mir bis hierher gelungen, mich verſtändlich zu machen, ſo muß 
man erfannt haben, wie ich meinem Zögling mit der Gewöhnung 
an körperliche Übung und Handarbeit zugleich unmerklich 
Geſc<hmac am Rachdenten und Sinnen beibringe, um in ihm der 
Trägheit, die aus ſeiner Gleichgiltigkeit gegen die Urteile der Menſchen und aus 
der Jiuhe ſeiner Leidenſchaften hervorgehen könnte, ein Gegengewicht zu geben. 
Ex muß arbeiten wie ein Bauer, aber denken wie ein Philojoph, damit ex 
nicht ein Müßiggänger werde wie ein Wilder. Das große Geheimnis der 
Crziehung bejteht darin, es ſo zu veranſtalten, daß die Übungen des Körpers 
eme Erholung für die des Geiſtes hilden, und umgekehrt.“ 
Später hat Fichie (1762--1814) denſelben Gedanken verfochten. In 
jeinen „Redenan die deutſche Nation“ heißt es: „Cin Haupterfordernis 
dieſer neuen Nationalerziehung ijt es, daß in ihr Lernen und Arbeiten 
vereinigt ſind. Das wird ſchon unmittelbar durc< die Aufgabe der 
Crziehung ſelbſt gefordert; teils darum, weil alle, die bloß durch die 
allgemeime Nationalerziehung hindurchgehen, zu den arbeitenden Ständen 
beſtimmt jind, und zu deren Erziehung die Bildung zum tüchtigen Arbeiter 
ohne Zweifel gehört; beſonders aber darum, weil das gegründete Vertrauen, 
daß man ſich ſtet durc< eigne Kraft werde durch die Welt bringen
	        

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