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Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)

Periodical

Persistent identifier:
02707921x
Title:
Pädagogisches Jahrbuch
Subtitle:
Rundschau auf dem Gebiete des Volksschulwesens
Document type:
Periodical
Publisher:
Behrend
Place of publication:
Gotha
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2177219-8
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
02707921x_0003
Title:
Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886
Shelfmark:
02 A 606 ; RF 765
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1886
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Pädagogische Zeitfragen
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0595946
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Pädagogisches Jahrbuch
  • Pädagogisches Jahrbuch - 1885/1886 (3)
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Pädagogische Zeitfragen
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Chronik des Volksschulwesens
  • Anhang
  • Pädagogischer Anzeiger
  • Register

Full text

Die geſchichtliche Entwi>lung. 3 
 
können und für feinen Unterhalt keiner fremden Wohlthätigkeit bedürfe, zur 
perſönlichen Selbſtändigkeit des Menſchen gehört und die ſittliche, weit 
mehr als man bis jeßzt zu glauben ſcheint, bedingt.“ 
Inzwiſchen war ſchon lange praktiſch verſucht worden, den Arbeits- 
unterricht in den geſamten Erziehungsplan einzufügen. Wenn wir davon 
abſehen, daß die kurz nach dem 30 jährigen Kriege erlaſſenen Schulordnungen 
anordnen, die Kinder ſollten Handarbeiten mit zur Schule bringen, um 
während des Unterrichts, der damals ja durchgehends noch Einzelunterricht 
war , nicht unthätig zu ſein, ſo iſt zuerſt A. H. France (1663--1727) 
zu nennen, der die Handarbeiten in ſeine Anſtalten einführte. Im Waiſen- 
hauſe beſtanden die Arbeiten für Mädchen im Spinnen, Stricken, Nähen 
unter der Anleitung der Waiſenmutter. Auch mußten ſie ihre Betten machen, 
die Wohn- und Schulſtube kehren und ſcheuern, ihr Tiſchgeſchirr auſwaſchen, 
Holz und Waſſer herbeitragen, die Wäſche ſelbſt waſchen, trocknen, zuſammen- 
legen und rollen lernen. Selbſt das Holzſägen war für ſie viermal in der 
Woche angeordnet. Diejenigen Knaben, welche bloß für ein Handwerk be- 
jtimmt waren, wurden täglich vier Stunden zum Strieken angehalten, außer: 
dem mußten jie für die Apotheke Blumen pflücken und Kräuter abſtreifen 
und um ihrer Bewegung willen täglich eine Stunde Holz ſägen. In der 
„Anjtalt zur Erziehung Adeliger oder anderer fürnehmer Leute Söhne“ er- 
y)treefkten jich die mechaniſchen Beſchäftigungen auf das Drechſeln, Pappen 
und Glasſchleiſen. 
Auf das pietijtiſche Erziebungsſyſtem folgte am Ende des vorigen Jahxr- 
hunderts die philanthropittiſche Erziehung. Die Philanthropen, denen ja bei 
ihrer Erziehung „die Vorbereitung zu einem gemeinnüßigen, patriotiſchen und 
glückſeligen Leben“ die Hauptſache war, mußten naturgemäß energiſch für 
den Handfertigkeitsunterricht eintreten. Baſedow (1723-1790) hatte des- 
halb auch im Philanthropin zu Deſſau die Handarbeiten eingeführt. Die 
größeren Penſioniſten wurden nachmittags mit „mäßiger LeibeSübung, als 
Drechſeln, Hobeln und Tiſchlern in denen von unſerem LandeSvater einge- 
zäumten Zimmern des fürttlich Dietrichſchen Palaſtes" veſchäftigt. 
Beſonders nahm Salzmann (144-1811) die Entwicklung der 
praktiſchen Thätigkeit der Zöglinge durch die Arbeit als ein weſentliches 
Bildungselement in ſein Erziehungsſyſtem auf. In ſeinem „Ameiſen - 
büchlein“ bemerkt er: „Das Selbſtverfertigen, anfänglich von allerlei 
Spielwerk und in der Folge wirklich nüßlichen Werkzeuzen und Geräten, iſt 
ein fo nüßliches und angenehmes Geſchäft, daß ich es zu einer unerläß- 
lichen Forderung an alle Anſtalten, wo die Kinder zw->mäßig erzogen 
werden jollen, mache, daß ihnen Anleitung und Gelegenheit zum Selbſt- 
verfertigen gegeben werde.“ In Schnepfenthal hatte daber jede Stube, in 
welcher ſich Zöglinge aufhielten, eine Werkſtatt, ivo ſich Hobelbank, Hobel, 
Meißel, Hammer, Feilen, Schnißmeſſer u. dgl. vorfanden. Außerdem wurden 
in verſchiedenen Arbeiten, wie in Papparbeiten, in der Schreinerarbeit, im 
Drechſeln, beſtimmte Lehrſtunden gegeben. 
Dex Lehrer für dieſe „mechaniſchen Nebenbeſchäftigungen “ war in Salz- 
manns Inſtitute Bernh. Heinr. Blaſche. Von ſeinen Schriften ſeien genannt: 
„Die Werkſtätte ver Kinder.“ 4 Bde. Gotha, 1800--18092, --- „Der Papp- 
arbeiter.“ Schnepfenthal, 1805. = „Sammlung neuer Muſter von Papp- 
arbeiten.“ Schnepfenthal, 1809. =- „Der Papierformer.“ Schnepfenthal, 1819, -- 
„Grundſätze der Jugendbildung durch Induſtrie.“ Scnepfenthal, 1804. -- 
„Em paar Worte an Eltern über die Frage: Wie können Handarbeiten 
bildend für die Jugend ſein?“ DSchnepfenthal, 1809, 
(*
	        

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