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Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 21.1894 (21)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 21.1894 (21)

Periodical

Persistent identifier:
027110176
Title:
Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht
Document type:
Periodical
Publisher:
Beyer
Place of publication:
Langensalza
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
ZDB-Nummer:
2178082-1
Access restriction:
Siehe Bände

Periodical volume

Persistent identifier:
027110176_0021
Title:
Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 21.1894
Shelfmark:
02 A 0177 ; RF 696, 697
Document type:
Periodical volume
Publication year:
1894
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Periodical issue

Title:
Heft 14
Document type:
Periodical
Structure type:
Periodical issue
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Access restriction:
Open Access

Article

Title:
Erziehung und Unterricht im 18. Jahrhundert
Subtitle:
nach Salzmanns Roman "Karl von Karlsberg"
Author:
Gehmlich, Ernst
Document type:
Periodical
Structure type:
Article
Language:
German
Collection:
Pädagogische Zeitschriften
Link zum Katalog:
BBF0776729
Access restriction:
Open Access

Contents

Table of contents

  • Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht
  • Deutsche Blätter für erziehenden Unterricht - 21.1894 (21)
  • Heft 1 (1)
  • Heft 2 (2)
  • Heft 3 (3)
  • Heft 4 (4)
  • Heft 5 (5)
  • Heft 6 (6)
  • Heft 7 (7)
  • Heft 8 (8)
  • Heft 9 (9)
  • Heft 10 (10)
  • Heft 11 (11)
  • Heft 12 (12)
  • Heft 13 (13)
  • Heft 14 (14)
  • Erziehung und Unterricht im 18. Jahrhundert
  • Lose Blätter
  • Zeitgeschichtliche Mitteilungen
  • Heft 15 (15)
  • Heft 16 (16)
  • Heft 17 (17)
  • Heft 18 (18)
  • Heft 19 (19)
  • Heft 20 (20)
  • Heft 21 (21)
  • Heft 22 (22)
  • Heft 23 (23)
  • Heft 24 (24)
  • Heft 25 (25)
  • Heft 26 (26)
  • Heft 27 (27)
  • Heft 28 (28)
  • Heft 29 (29)
  • Heft 30 (30)
  • Heft 31 (31)
  • Heft 32 (32)
  • Heft 33 (33)
  • Heft 34 (34)
  • Heft 35 (35)
  • Heft 36 (36)
  • Heft 37 (37)
  • Heft 38 (38)
  • Heft 39 (39)
  • Heft 40 (40)
  • Heft 41 (41)
  • Heft 42 (42)
  • Heft 43 (43)
  • Heft 44 (44)
  • Heft 45 (45)
  • Heft 46 (46)
  • Heft 47 (47)
  • Heft 48 (48)
  • Heft 49 (49)
  • Heft 50 (50)
  • Heft 51 (51)
  • Heft 52 (52)

Full text

 
ERZIEHENDEN UNIERRICHT. 
Wöchentlich erscheint eine Nummer. 
Preis: vierteljährlich 1,60 M. 
Anzeigen: 30 Pf. für die 3gesp. Petitzeile. 
HERAUSGEGEBEN VON 
FRIEDRICH MANN. 
Zu beziehen durch jede Buchhandlung 
und Postanstalt. 
No. der Postzeitungsliste: 1599- 
 
falen. 
XXI. Jahrgang. | 
 
Die im ersten Teile dieger Zeitschrift enthaltenen Abhandlungen verbleiben Eigentum der Verlagsbandlung. 
--“ Lose Blätter: Verein für Herbartische Pädagogik in Rheinland und West- 
| [ 1 alf: Erziehung und Unterricht im 18. Jahrhundert, Von Dr. Ernst Gehmlicbh. 
| 7 . Von Julius Honke. 
| 
 
| 
| 1894. No. 14. 
-- Zeitgeschichtliche Mitteilungen. | 
| 
Erziehung und Unterricht im 18. Jahrhundert 
| nach Salzimanns Roman »Karl von Karlsberg«, 
Von Dr. Ernst Gehmlich. 
Um die Ideen der Aufklärung in weitere Kreise zu | die Universität in Grünau. Hier verliebt er Sich in Hen- 
tragen, veröffentlichte Salzmann in den Jahren 1783 bis 
1788 den Sechsbändigen Roman »Karl von Karlsberg oder 
über das menschliche Klend«. Er will darin dem Leger 
zeigen, daſs es bei aller Aufklärung doch noch unbeschreib- 
lich viel Elend und Jammer auf der Erde gebe, und will 
ihn zugleich überzeugen, daſs dieses Elend nur eine 
Wirkung des menSchlichen Unverstands, insbesondere der 
unvernünftigen bürgerlichen VerfasSung Sei. »Ich glaube«, 
beiſst es einmal (1, 182), »daſs Gott die Menschen gut 
gemacht, und sie zur Glückgeligkeit bestimmt hat. Ungere 
bürgerliche VerfasSung ist aber 80 eingerichtet, daſs der 
Mensch dadurch immer in Solche Lagen gedrängt wird, 
wo er notwendig böse werden, und Sich elend machen 
muſs«. Da eben der Grund alles Klends nicht in der 
menschlichen Natur, Sondern in der bürgerlichen Ver- 
fasSung liege, 80 Sei auch die Möglichkeit vorhanden und 
die Hoffnung berechtigt, daſs das mensgchliche Elend ein- 
mal gehoben werde. So muſs Sich denn nun der Staat 
alle Miſsstände aufbürden lasgen; wird er doch Sogar dafür 
verantwortlich gemacht, dals nicht jeder Staatsbürger etwa 
mit 25 Jahren in der Lage Sei, Sich zu verheiraten. Und 
neben dieser entschieden zu weit gehenden Anklage spricht 
Sich beständig der naive Glaube aus, daſs eine von den 
Ideen der Aufklärung durchdrungene Verfassung allem 
Elende ein Ende machen könne. Daſs es in jedem Staate 
ebensogehr wie auf die Verfassung auf die Personen an- 
komme, die die Bestimmungen jener ausführen, daſs ein 
Staat mit einer weniger guten Verfassung Sich unter Um- 
Ständen eines höheren Wohlstandes erfreuen könne als ein 
anderer mit den vollkommensten Einrichtungen, das war 
dem 18. Jahrhunderte noch ein Geheimnis. 
Salzmann will geine Lehren in angenehmer, uunter- 
haltender Vorm darbieten, er kleidet Sie daber in das 
Gewand eines Romans. Der Gang der Handlung ist kurz 
folgender: Ein junger, nach den Grundsätzen der Auf- 
klärung erzogener Adliger, Karl von Karlsberg, bezieht 
 
riette Helwing, die Tochter des Amtsschreibers in Kol- 
dingen, und er faſst den Entschluſs, das Mädchen, ob- 
gleich es bürgerlich Sei, zu heiraten. Freilich Stellen Sich 
der Ausführung Seines Planes viele Hindernisse entgegen. 
Um Henriette wirbt nämlich auch der alte, verwitwete 
Hofrat Grimlein, dem der Amtsschreiber Helwing auf das 
Angebot einer einträglichen Amtmannsstelle hin Seine 
Tochter gern geben will. Henriette Sieht Sich vor die 
Schwere Wahl gestellt: Sollst du, um das Glück deines 
Vaters zu befördern, einem dir verbaſsten Manne die Hand 
reichen, oder Sollst du der Stimme deines Herzens folgen, 
aber deinen Vater bis an Sein Ende darben Sehen ? Schon 
hat Sie beschlosSen, ihrem Vater zu gehorchen, da wird 
Sie plötzlich aus ibrer Schmerzlichen Lage erlöst, ihr Vater 
erhält ohne Grimleins Zuthun eine Amtmannsstelle. Line 
Freundin Henriettens, die Braut eines früh verstorbenen 
Verwandten Helwings, die als. Gegellschafterin der aut- 
geklärten Prinzessin am Hofe verweilt, hat diese Ent- 
Scheidung bewirkt. Helwings Widerstand gegen die Ver- 
heiratung Seiner Tochter mit Karl von Karlsberg ist nun 
gebrochen. Aber doch Steht dieser noch ein Hindernis 
im Wege. Der Adelsstolz von Karls Mutter bänumt Sich 
heftig auf gegen eine Verbindung ihres Sohnes mit einer 
Bürgerlichen. So Sehr auch ihr Bruder, der frei und 
vorurteilslos denkende Oberst von Brav, Karls treuer Be- 
rater, auf Sie einwirkt, um sie zur Zustimmung zu Karls 
Heirat zu bewegen, Sie bleibt bei ihrem Widerspruche. 
Endlich giebt Sie zum Scheine ihre Einwilligung, indem 
Sie hofft, den Plan ihres Sohnes durch Intriguen doch 
noch zu hintertreiben. Der Oberst von Brav merkt diese 
Absicht und bestimmt Karl, Sich Sofort auf das wenn 
aueh nicht ehrlich gemeinte Wort Seiner Mutter hin mit 
Henrietten zu vermählen. Mit der Schilderung der in 
freier Natur gefeierten Hochzeit schlieſst der Roman. Der 
Inhalt desSelben erinnert uns lebhaft an Schillers »bürger- 
liches Trauerspiel« Kabale und Liebe, das zu gleicher 
14
	        

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